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KI-Boom: Milliardenkredite bedrohen die Finanzmärkte

Дата публикации: 21-09-2026 17:36:00

Milliarden fließen in KI, ein Teil davon auf Kredit. Warum das zum Risiko für Aktien, ETFs und die Finanzmärkte werden könnte.

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Microsoft, Meta, Amazon und Google investieren Billionen in KI. Doch ein Teil des Booms wird mit Schulden finanziert. Was passiert, wenn die hohen Erwartungen enttäuscht werden?

Die großen Investitionen in KI begegnen Ihnen in den Medien regelmäßig. Microsoft, Meta, Amazon und Google stecken gewaltige Summen in KI. Und finanzieren das zum Teil mit Schulden. Das funktioniert, solange der Boom weitergeht. Aber was, wenn die Erwartungen nicht aufgehen?

Um diese Summen geht es

Schauen wir erstmal, um wie viel Geld es geht: Laut der US-Bank Morgan Stanley könnten bis 2028 weltweit etwa 2,9 Billionen US-Dollar in Rechenzentren und die dazugehörige Hardware fließen.

300 Milliarden US-Dollar mehr in einem Jahr

Die Investitionen steigen außerdem rasant an. 2025 haben globale Tech-Konzerne demnach circa 440 Milliarden US-Dollar investiert. Für 2026 sind bereits rund 740 Milliarden US-Dollar angekündigt – 68 Prozent mehr. Einen Großteil können die Konzerne selbst bezahlen, laut Morgan Stanley etwa 1,4 Billionen US-Dollar. Aber eben nicht alles, es bleibt eine Lücke von rund 1,5 Billionen US-Dollar. Dafür nehmen die Firmen Kredite auf.

Investitionen in KI-Rechenzentren

Investitionen in KI-Rechenzentren Morgen Stanley Resarch / Finanztip
Davon hängt der Boom ab

Der zweite Faktor ist, ob die beteiligten Firmen ihre Schulden bezahlen können. Und der wird durch eine Besonderheit verschärft: sogenannte zirkuläre Beziehungen. Vereinfacht gesagt beteiligen sich Chip- und Cloudkonzerne an Firmen, die KI entwickeln oder Rechenzentren betreiben.

Die erhalten dadurch Geld, das sie wiederum bei den Geldgebern investieren, zum Beispiel für Chips. Ein Teil der Nachfrage entsteht also aus Geld, das in der KI-Branche herumgereicht wird.

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Das ist die Gefahr

Das Geld kommt nicht von Kunden, die für KI bezahlen. Das Problem: Kommt kein Geld mehr nach, baut das Druck auf. Auf die Umsätze, die Firmenbewertungen und auch die Rückzahlung der Schulden.

Das heißt für Sie: Es gibt nicht nur ein Risiko für den Aktienmarkt und Ihren ETF, sondern auch für die Finanzmärkte im Allgemeinen.

Kredite kommen nicht nur von Banken

Denn ein großer Teil der Kredite – Morgan Stanley schätzt bis 2028 circa 800 Milliarden US-Dollar – kommt nicht klassisch von Banken oder dem Anleihenmarkt. Sondern aus dem sogenannten Private Credit. Das sind Kredite außerhalb des klassischen Bankensystems und öffentlicher Anleihenmärkte.

Dafür sammeln z. B. große Vermögensverwalter über Fonds Geld ein, zum Beispiel von Pensionskassen oder Versicherungen. Und vergeben dann direkt Kredite an Firmen. Das ist für Sie und auch die Bankenaufsicht weniger transparent.

Warum Sie trotzdem gelassen bleiben können

In den USA sind die Ausfallraten bei Private Credit zuletzt gestiegen. Aber: Die Risiken werden diskutiert und sind bekannt. Das ist ein wichtiger Unterschied zur Finanzkrise 2007/08.

Gleichzeitig haben solche Fonds, die Kredite geben, mehr Eigenkapital als klassische Banken. Eine Studie von Forschern der Columbia University zeigt, dass in Private Credit Fonds 65 bis 80 Prozent Eigenkapital liegen. Bei US-Banken liegt diese Quote typischerweise bei nur 10 Prozent. Die Fonds haben also selbst viel Geld, mit dem sie die Verluste im Zweifel tragen.

Trotzdem bleibt ein Risiko: Durch Private Credit können Kreditausfälle schnell über die Tech-Branche hinausreichen.

Versuchen Sie, sich trotzdem nicht verrückt machen zu lassen und investieren Sie normal weiter. Und kümmern Sie sich um ein sicheres Tagesgeld, auf dem max. 100.000 Euro pro Person und Bank liegen. Dabei hilft Ihnen unser Tagesgeldvergleich.

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