5 US-Konzerne steigern ihre Dividenden seit Jahrzehnten. Morningstar zeigt zudem, welche europäischen Aktien Top-Fondsmanager zuletzt gekauft haben.
Hohe Anleihezinsen setzen Dividendenaktien unter Druck. Doch einige Konzerne erhöhen ihre Ausschüttungen seit Jahrzehnten – und auch Europas Fondsprofis haben klare Favoriten.
Wer derzeit regelmäßige Erträge sucht, findet bei US-Staatsanleihen wieder attraktive Zinsen. Zehnjährige Treasuries rentierten am 25. August 2026 mit 4,64 Prozent. Dividendenaktien müssen deshalb mehr bieten als nur eine hohe Ausschüttungsquote.
5 Dividendenaristokraten im Überblick:
Coca-Cola erhöhte die Quartalsdividende 2026 von 0,51 auf 0,53 Dollar. Damit steigt die Ausschüttung nach Unternehmensangaben im 64. Jahr in Folge. „247Wallst“ verweist zudem auf das Wachstum von Coca-Cola Zero Sugar und eine robuste operative Entwicklung.
Dem stehen Risiken gegenüber. Dazu zählen höhere Kosten und der weiter laufende Steuerstreit mit den US-Behörden. Die lange Dividendenhistorie sagt deshalb wenig darüber aus, ob die Aktie zum aktuellen Kurs attraktiv bewertet ist.
Procter & Gamble zahlt seit 136 Jahren Dividenden und erhöht sie seit 70 Jahren ohne Unterbrechung. Aktuell beträgt die Quartalszahlung 1,0885 Dollar.
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Das Geschäft mit Marken wie Pampers, Gillette und Ariel gilt als vergleichsweise defensiv. Belastungen drohen jedoch durch höhere Rohstoff-, Energie- und Transportkosten sowie schwächere Absatzmengen in einzelnen Märkten.
Johnson & Johnson erhöhte seine Quartalsdividende 2026 auf 1,34 Dollar. Es ist die 64. jährliche Steigerung in Folge.
Der Pharmakonzern profitiert von wachsenden Medikamenten und Medizintechnikgeschäften. Gleichzeitig belasten der Preisdruck durch Nachahmerprodukte und Rechtsstreitigkeiten. Gerade bei Pharmaunternehmen kann eine lange Ausschüttungshistorie operative Risiken deshalb nicht vollständig überdecken.
PepsiCo zahlt inzwischen 1,48 Dollar je Aktie und Quartal und erhöhte die Dividende 2026 zum 54. Mal in Folge. Unter den fünf genannten Unternehmen weist PepsiCo eine vergleichsweise hohe Dividendenrendite auf.
Sie lag zuletzt jedoch unter der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen. Hinzu kommen Margendruck, schwächere Geschäfte in einzelnen Sparten und mögliche Belastungen durch Handelskonflikte.
Der Personaldienstleister ADP zahlt derzeit 1,70 Dollar je Aktie und Quartal. Seit Ende der 1990er-Jahre ist die Ausschüttung deutlich gestiegen.
Das Geschäftsmodell profitiert von wiederkehrenden Einnahmen aus Lohnabrechnung und Personalsoftware. Höhere Zinsen können zudem die Erträge aus Kundengeldern stützen. Risiken entstehen unter anderem durch steigenden Wettbewerbsdruck und den technologischen Wandel durch künstliche Intelligenz.
Wer lieber auf europäische Aktien setzt oder US- und Europa-Titel mischen möchte, findet auch dort Unternehmen, die bei professionellen Dividendenfonds zuletzt stärker gefragt waren.
Morningstar hat die Portfolios von zehn aktiv gemanagten europäischen Dividendenfonds mit guten Analystenratings untersucht und ausgewertet, welche Aktien deren Manager zuletzt neu gekauft oder aufgestockt haben.
Auf der Liste stehen:
Nestlé liegt demnach rund neun Prozent darunter. Andere Titel der Auswahl gelten dagegen bereits als ambitioniert bewertet: ING etwa um 23 Prozent, Nordea um elf Prozent über dem von Morningstar berechneten fairen Wert.
Die Auswertung zeigt damit auch: Eine bekannte Marke oder eine lange Dividendenhistorie allein reicht nicht. Entscheidend bleiben Geschäftsmodell, Bewertung und die Fähigkeit, Ausschüttungen dauerhaft aus erwirtschafteten Mitteln zu finanzieren.