Gold ist am Dienstag auf ein 3-Monats-Hoch gestiegen. Nun warten Anleger gespannt auf die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh beim Zentralbankertreffen in Jackson Hole.
Gold ist am Dienstag auf ein 3-Monats-Hoch gestiegen. Nun warten Anleger gespannt auf die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh beim Zentralbankertreffen in Jackson Hole.
Der Goldpreis hat am Dienstag zeitweise den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten erreicht. Zeitweise sprang der Kurs auf 4677,19 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Futures kletterten um 0,5 Prozent auf 4.720,30 US-Dollar. Allein im August liegt das Plus bereits bei mehr als 15 Prozent. Laut der United Overseas Bank (UOB) steuert das Edelmetall damit auf den stärksten Monatsgewinn seit September 1999 zu.
Hinter der Rallye steckt ein Doppeleffekt: Der Dollarindex hat im August bislang 0,8 Prozent verloren. Dadurch wird das in US-Dollar gehandelte Gold für Käufer mit anderen Währungen attraktiver. Gleichzeitig halten die Rückkaufpläne des US-Finanzministeriums die Anleiherenditen in Schach. Im Monatsvergleich liegen sie drei Basispunkte tiefer. Sinkende Renditen verringern die Opportunitätskosten des zinslosen Edelmetalls.
Nun richten Anleger ihren Blick auf neue Inflationsdaten und die Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh beim Jackson Hole Economic Policy Symposium vom 27. bis 29. August.
Laut Citi könnte eine falkenhafte Botschaft die Gold-Rallye stoppen. Überraschend lockere Töne wären dagegen „ultra-bullish“ für Gold.
In diesem Fall würde der Markt nicht nur weitere Zinssenkungen einpreisen. Auch die Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank und die Tragfähigkeit der amerikanischen Schulden könnten den sogenannten Entwertungs-Trade wieder anheizen.
Der Goldrausch erfasst bereits Silber: Der Spotpreis stieg zeitweise um 0,4 Prozent auf 69,19 US-Dollar. Damit läuft alles auf eine einzige Frage hinaus: Wird Warsh der Rallye neuen Treibstoff geben – oder wird er ihr den Stecker ziehen?
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion