Der Bergbaukonzern Waratah Minerals will im Osten Australiens mehr Gold fördern. Angeblich hat er größere Goldvorkommen gefunden als gedacht.
Der Bergbaukonzern Waratah Minerals versucht, im Osten Australiens Gold zu fördern. Jetzt will er größere Goldvorkommen gefunden haben als gedacht.
Konkret soll der Konzern im östlich gelegenen australischen Bundesstaat New South Wales auf eine größere Goldader gestoßen sein. Wie die Bergbauseite „Australian Mining“ berichtet, konnte Waratah etwa 300 Kilometer westlich von Sydney eine „oberflächennahe, hochgradige“ Mineralisierung nachweisen und vermutet einen durchgehenden sechs Kilometer langen Korridor in einem seiner Projektgebiete. Das Gebiet liegt nahe Brown's Creek.
Das Wichtigste in Kürze:
Waratah hob dabei die Ergebnisse zweier Bohrlöcher hervor, die eine hohe Goldausbeute versprechen. Das erste Bohrloch, das der Konzern mit ARC023 nummeriert hat, soll ab einer Tiefe von 53 Metern einen 20 Meter langen Abschnitt mit 1,82 Gramm Gold pro Tonne liefern – darin waren Teilabschnitte mit bis zu 26,63 Gramm Gold pro Tonne enthalten.
Das zweite Bohrloch, genannt ARC024, wies Teilabschnitte mit einem Goldanteil von bis zu 5,63 Gramm pro Tonne auf. Die Ergebnisse belegen laut dem Konzern das Potenzial der Zone Alpine für „hochgradige Mineralisierungen“ in Oberflächennähe. Für ARC024 plant Waratah nun weitere Bohrungen.
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„Diese starken Ergebnisse aus der Alpine-Zone sowie die jüngsten Resultate aus der Gazzards-Zone bestätigen unsere These, dass der gesamte, sechs Kilometer lange Randbereich des Cargo-Intrusivkomplexes ein hochprioritäres Goldzielgebiet darstellt – mit Potenzial für eine Ausdehnung der starken Goldmineralisierung, wie sie bei Spur und Consols angetroffen wurde.“ – Peter Duerden, Geschäftsführer von Waratah
Alpine, Gazzards, Spur und Consols sind die Namen verschiedener Projektgebiete des Konzerns.
Laut Waratah ist das Projekt „Spur“ in der East-Lachlan-Region von New South Wales sein wichtigstes. Neben Gold baut der Konzern dort Kupfer ab. Im letzten Quartalsbericht gab der Bergbaukonzern an, zuletzt 48 Millionen australische Dollar eingesammelt zu haben, um seine Bauvorhaben zu finanzieren. „Waratah ist gut finanziert und hielt am 30. Juni 2026 57,7 Millionen Dollar“, hieß es in der Meldung.
Der Konzern profitiert dabei von einer der größten Stärken Australiens: seinen Goldvorkommen. Der australische Goldrausch begann schon 1851 und zog Hunderttausende Digger an, die aus aller Welt anreisten und ihr Glück versuchten. Größere Funde, unter anderem in den Regionen Queensland und den Nordterritorien, sorgten für weiteren Ansturm – die Bevölkerung des Landes vervierfachte sich zwischen 1851 und 1871.
In Westaustralien begann in den 1890er-Jahren ein neuer Goldrausch. Heute hält die Region die größten Goldvorkommen des Landes. Die letzte Gold-Rallye, die dem Edelmetall seit 2021 einen Wertzuwachs um die 110 Prozent bescherte, ließ Australiens Gewinne aus dem Goldexport entsprechend explodieren.
Mit einem Anteil von 20,3 Prozent hält Australien die größten Goldreserven der Welt. Danach folgen Russland (18,6 Prozent) und Südafrika (8,47 Prozent).
Für Deutschland sind australische Funde immer von Bedeutung, sobald es um kritische Rohstoffe geht. Im Jahr 2022 hat die Deutsch-Australische Industrie- und Handelskammer extra die „German-Australian Critical Minerals Alliance“ ins Leben gerufen. Diese bietet australischen und deutschen Akteuren der Branche für kritische Rohstoffe eine Plattform für Austausch und Information. Außerdem soll sie den „Sektor aktiv mitgestalten“.
Die Allianz steht nach eigener Aussage „mit allen relevanten Akteuren im Bereich kritischer Rohstoffe“ im Austausch, und das sowohl in Australien und Deutschland als auch in der Europäischen Union.
Waratah spielt hier vor allem wegen seines Kupferabbaus eine Rolle. Kupfer gehört zwar nicht zu den Seltenen Erden, steht aber trotzdem auf der Liste der kritischen Rohstoffe der EU.