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Die große Strategie, um als Millionär in Rente zu gehen

Дата публикации: 07-09-2026 17:23:00

So werden Sie bis zur Rente Millionär: Diese Sparraten brauchen Sie je nach Alter, Startkapital und Rendite inklusive Inflation.

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Um Ihre persönliche Rentenlücke zu schließen, müssen Sie je nach Lebenslage mehrere Hunderttausend Euro ansparen. Doch warum nicht größer denken? So werden Sie Millionär.

Wer heute mit 20 Jahren früh ins Berufsleben startet, hat mindestens 47 Jahre Zeit, für seine Rente privat anzusparen. Diese Zeit wird er auch brauchen. Die meisten Menschen müssen eine Rentenlücke von mehreren Hunderttausend Euro füllen. Die Lücke beschreibt die Differenz zwischen der zu erwartenden gesetzlichen Rente und Ihren monatlichen Ausgaben. Wie hoch sie liegt, ist individuell. Sie sollten als Faustregel aber rund das 300-Fache der monatlichen Lücke bis zum Rentenbeginn ansparen.

Das allein ist schon viel Geld. Nehmen wir an, ein heute 20-Jähriger rechnet mit einer Rentenlücke von 500 Euro im Monat. Dann müsste er 150.000 Euro bis zu seinem Rentenbeginn ansparen. Bei 1000 Euro Lücke sind es schon 300.000 Euro. Aber: Das ist in heutiger Kaufkraft gerechnet. Heutige 300.000 Euro werden in 47 Jahren durch die jährliche Inflation weit weniger wert sein. Bei zwei Prozent Teuerung pro Jahr bräuchte die 20-jährige Person zum Rentenstart nicht 300.000, sondern 760.000 Euro. Wenn die 1000 Euro Rentenlücke netto gerechnet ist, braucht es sogar noch mehr, um Steuern und Sozialabgaben ebenfalls abzudecken. So ist es durchaus möglich, dass heutige Berufsanfänger als Millionär in die Rente gehen müssen, um ihren Lebensstil zu halten.

Eine Million Euro gilt noch immer als Inbegriff von Reichtum, eine magische Marke. Für die meisten Deutschen wird sie unerreichbar bleiben. Aber wie bei jeder finanziellen Zielmarke lässt sich auch für die Million leicht ausrechnen, wie Sie sie erreichen können. Wichtig sind dabei vier Variablen:

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  • Ihr heutiges Alter. Wer 20 Jahre alt ist, hat in unserer Modellrechnung 47 Jahre Zeit bis zum Renteneintritt. Wahrscheinlich werden es durch die geplante Erhöhung des Renteneintrittsalters sogar ein paar Jahre mehr sein. Über einen solch langen Zeitraum kann der Zinseszinseffekt stark wirken und die Ersparnisse leichter vervielfältigen. Wer heute schon 60 Jahre alt ist und nur noch sieben Jahre bis zur Rente hat, kann darauf nicht mehr so stark bauen.
  • Ihr Startkapital. Wer schon 500.000 Euro auf dem Konto hat, wird die Million logischerweise leichter erreichen als Leute, die bei 0 Euro starten. Startkapital kann dabei aus vielen Quellen kommen. Vielleicht sind es Ihre bisherigen Ersparnisse, vielleicht ist es eine Schenkung, ein Erbe oder eine hohe Abfindung.
  • Ihre monatliche Sparrate. Je mehr Sie pro Monat investieren, desto schneller wächst Ihr Vermögen. Schließlich bringen fünf Prozent Rendite auf 1000 Euro deutlich mehr als auf 100 Euro. Über viele Jahre bedeutet eine höhere Sparrate deswegen, dass Sie Ihr Ziel wesentlich schneller als mit geringeren Raten erreichen.
  • Ihre jährliche Rendite. Ihr Geld auf dem Girokonto zu belassen, lässt es kaum wachsen. Ein Prozent Zinsen beim Tagesgeld sind sicher, sorgen aber auch für wenig Wachstum. ETFs, die jährlich fünf Prozent zulegen, sind schon ordentlicher. Wer es schafft, jedes Jahr zehn Prozent herauszuholen, erreicht die Million noch schneller. Aber: Mit steigenden Renditen steigt meist auch das Verlustrisiko.
Mit diesen Sparraten schaffen Sie die Million

Wie diese Variablen zusammenwirken, zeigen wir am Beispiel des 20-Jährigen. Ohne jedes Startkapital bräuchte er bei einem Prozent Rendite pro Jahr eine monatliche Sparrate von 1391 Euro, um zum 67. Geburtstag als Millionär in den Ruhestand zu gehen. Bei einer Rendite von drei Prozent wären es nur noch 819 Euro. Bei fünf Prozent sind es 457 Euro und bei zehn Prozent nur noch 91 Euro.

Besitzt der Berufsanfänger allerdings ein Startkapital, sinken die Sparraten. Startet der 20-Jährige etwa mit den 2300 Euro, die er aus der geplanten Frühstartrente mindestens kriegen würde, sänke die Spanne je nach Rendite auf 73 bis 1386 Euro. Bei 10.000 Euro Startkapital wären es nur noch 11 bis 1369 Euro. Sollte er aus einer reicheren Familie stammen und mit 100.000 Euro starten, muss er nur bei acht und zehn Prozent Rendite gar nichts mehr ansparen, um Millionär zu werden. Bei niedrigeren Renditen sind es noch 4 bis 1169 Euro.

Gleiches gilt auch für Menschen, die heute schon im Berufsleben stehen. Wenn Sie 45 Jahre alt sind und bisher noch gar nichts angespart haben, sind die notwendigen Sparraten hoch. Selbst bei zehn Prozent Rendite pro Jahr braucht es dann monatlich 1117 Euro, um noch Millionär zu werden. Bei nur einem Prozent Rendite wären es sogar 3390 Euro. Das sind für die meisten Menschen unrealistisch hohe Sparraten.

Haben Sie aber bereits 100.000 Euro angespart, sinkt die Spanne. Dann brauchen Sie noch 208 bis 2968 Euro je nach Rendite. Mit bereits 200.000 Euro auf dem Konto werden Sie mit mindestens acht Prozent Rendite auch ohne weitere Einzahlungen auf jeden Fall Millionär.

Eine Million ist nicht gleich eine Million

Wie oben schon angedeutet, wird der Begriff des Millionärs mit der Zeit aber immer weniger wert sein. Schon für einen heute 45-Jährigen wird eine Million Euro in 22 Jahren nur noch die Kaufkraft haben, die heute rund 650.000 Euro entspricht. Für Berufsanfänger ist es noch krasser. Heute 20-Jährige gehen in unserem Modell erst im Jahr 2073 in Rente. Eine Million Euro in dieser Zeit wird bei zwei Prozent jährlicher Inflation nur noch die Kaufkraft haben, die heute rund 394.000 Euro entspricht.

Das ist für Ihre private Altersvorsorge generell ein wichtiger Haken: Wenn Sie errechnen, wie viel Geld Sie ansparen müssen, um Ihre persönliche Rentenlücke im Alter zu schließen, müssen Sie immer auch die Inflation bis dahin bedenken.

Mit diesen Produkten erreichen Sie die Million

An Ihrem Alter können Sie wenig ändern. Ihr Startkapital ist auch meist vorgegeben. Die beiden Variablen, die Sie selbst beeinflussen können, um noch bis zur Rente Millionär zu werden, sind also Sparrate und Rendite.

Wie hoch Ihre maximale Sparrate sein kann, ermitteln Sie so:

  • 1. Erstellen Sie ein Haushaltsbuch. In diesem listen Sie für mehrere Monate alle Einnahmen und Ausgaben auf. Bestenfalls stellen Sie dann fest, dass Ihre Einnahmen Ihre Ausgaben im Durchschnitt um eine bestimmte Summe überschreiten. Dies ist die Summe, die Sie maximal pro Monat investieren können. Wichtig: Sie sollten dabei auf Ihrem Konto aber immer einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben haben.
  • 2. Berücksichtigen Sie alle staatlichen Förderungen. Ab kommendem Jahr gibt es etwa das Altersvorsorgedepot. Eröffnen Sie ein solches Depot, unterstützt der Staat die ersten 360 Euro, die Sie pro Jahr ansparen, mit je 50 Prozent Zuschuss. Die nächsten 1440 Euro bezuschusst er mit 25 Prozent. Maximal können Sie so bei mindestens 1800 Euro im Jahr, also 150 Euro im Monat, 540 Euro Zuschuss bekommen. Das würde Ihre monatliche Sparrate um maximal 45 Euro erhöhen. Durch Kinderbonus und Berufseinsteigerbonus können es noch mehr sein.

Um bestimmte jährliche Renditeziele zu erreichen, sollten Sie folgende Faustregeln kennen:

  • Ein Prozent Rendite erreichen Sie am einfachsten mit Tagesgeld. Je nach Bank sind dabei auch zwei oder mehr Prozent möglich. Der Vorteil: Sie kommen meist leicht an das Geld heran, wenn Sie es doch anderweitig brauchen und es gibt kein Verlustrisiko.
  • Drei Prozent Rendite erreichen Sie am besten mit Staatsanleihen. Zehnjährige Bundesanleihen bieten derzeit 3,3 Prozent Rendite. Auch die Anleihen vieler anderer Staaten mit einer hohen Kreditwürdigkeit liegen etwa in diesem Bereich. Der Vorteil: Bei guten Ratings ist das Ausfallrisiko der Anleihen sehr gering. Die Zinsen hingegen sind jährlich garantiert. Sie müssen nur daran denken, die Renditen wieder in neue Staatsanleihen zu investieren, um den Zinseszinseffekt maximal auszunutzen.
  • Fünf Prozent Rendite erreichen Sie am besten mit einem Mischdepot aus Anleihen und ETFs. Die passiven Fonds, die etwa Indizes wie den DAX oder den MSCI World abdecken, liefern dabei meist sogar höhere Renditen von durchschnittlich acht bis zehn Prozent pro Jahr. Das ist aber nicht in jedem einzelnen Jahr garantiert. Die Renditen schwanken hier stärker. Deswegen gleichen Sie dies mit den sichereren Anleihenrenditen aus.
  • Acht Prozent Rendite erreichen Sie mit ETFs allein. Der Dax hat in den vergangenen 40 Jahren etwa eine durchschnittliche Steigerung von zehn Prozent pro Jahr hingelegt. Andere Indizes wie der US-amerikanische S&P 500 bewegen sich in einer ähnlichen Größenordnung. Ein guter Mix aus mehreren ETFs, die solche Indizes abdecken, sollte also acht Prozent Rendite realistisch ermöglichen.
  • Zehn Prozent Rendite oder mehr erreichen Sie durch ein Depot, welches ETFs und Einzelaktien mischt. Hierbei sollten Sie darauf achten, Ihr Vermögen in mindestens zehn verschiedene Wertpapiere zu streuen. Bei Einzelaktien ist das Verlustrisiko deutlich erhöht. Eine einzelne Aktie mit schlechter Performance sollte also nicht Ihr gesamtes Depot nach unten ziehen. Renditen in dieser Höhe verlangen auch, dass Sie Aktien und die Finanzdaten der Konzerne dahinter genauer analysieren. Jährliche Dividenden müssen Sie für den maximalen Zinseszinseffekt zudem in neue Aktien investieren.

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