Mit dem aktuellen Beschluss des IT-Planungsrats werden die Open-Source-Standards des Sovereign Cloud Stack (SCS) zentraler Bestandteil des sogenannten Deutschland-Stacks. Damit setzt die öffentliche Verwaltung künftig auf offene, überprüfbare und anbieterneutrale Cloud-Technologien.
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Mit dem aktuellen Beschluss des IT-Planungsrats werden die Open-Source-Standards des Sovereign Cloud Stack (SCS) zentraler Bestandteil des sogenannten Deutschland-Stacks. Damit setzt die öffentliche Verwaltung künftig auf offene, überprüfbare und anbieterneutrale Cloud-Technologien.
„Der Deutschland-Stack geht einen Schritt in Richtung digitale Souveränität. Dass dabei auf bestehende Open-Source-Standards wie die des Sovereign Cloud Stack und der Deutsche Verwaltungscloud aufgebaut wird, ist genau der richtige Weg: interoperabel, überprüfbar und ohne Lock-in. Das macht es für die Verwaltung deutlich einfacher, zwischen verschiedenen Anbietern zu wechseln, die eigenen digitalen Infrastrukturen zu kontrollieren und auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. An vielen Stellen ergänzen sich die Standards der DVC und des SCS – eine ideale Grundlage um hier jetzt gemeinsam konsequent weiterzuentwickeln, etwa durch klare Konformitäts- und Zertifizierungsverfahren auf Basis der bereits vorhandenen SCS-Standards. Wir, als OSBA und SCS Community, sind bereit und freuen uns auf eine von allen Partnern gelebte Zusammenarbeit“, erklärt Felix Kronlage-Dammers, Vorstandsmitglied der Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e.V.
Der Deutschland-Stack ist ein zentrales Vorhaben der Bundesregierung zur Modernisierung der digitalen Verwaltung. Ziel ist es, eine gemeinsame technologische Grundlage für Bund, Länder und Kommunen zu schaffen, von Basisinfrastrukturen bis hin zu konkreten digitalen Diensten für Bürger:innen. Im Fokus stehen dabei Skalierbarkeit, Sicherheit und digitale Souveränität.
Mit der nun beschlossenen Einbindung der SCS-Standards wird dieses Ziel konkret unterlegt: Der Sovereign Cloud Stack ist eine europäische Initiative unter dem Dach der Open Source Business Alliance (OSBA), die offene Cloud- und Container-Infrastrukturen definiert und standardisiert. Die Technologie basiert auf Open Source, ist interoperabel aufgebaut und ermöglicht echte Wahlfreiheit zwischen Anbietern.
Der Beschluss sieht vor, dass neben bestehenden Vorgaben – etwa der Deutschen Verwaltungscloud (DVC) – auch die Standards des Sovereign Cloud Stack verbindlich berücksichtigt werden. Insbesondere im Bereich Cloud- und Managed Services werden damit erstmals konkrete Open-Source-basierte Referenzarchitekturen fest verankert.
Das bedeutet:
Die Integration von SCS in den Deutschland-Stack stärkt nicht nur die technologische Unabhängigkeit, sondern auch die Anschlussfähigkeit an europäische Initiativen. Gleichzeitig wird die Innovationskraft der Wirtschaft gestärkt, da offene Standards Wettbewerb ermöglichen und Marktzugänge erleichtern.
Die OSBA hatte sich bereits in der ersten Konsultationsrunde klar dafür ausgesprochen, auf bestehende, öffentlich finanzierte Open-Source-Standards aufzubauen.
Mehr Informationen zum Souvereign Cloud Stack
Stellungnahme des Forums SCS-Standards zur ersten Konsultationsrunde
Stellungnahme des Forums SCS-Standards zur zweiten Konsultationsrunde
Stellungnahme der OSBA zur ersten Konsultationsrunde
Stellungnahme der OSBA zur zweiten Konsultationsrunde