Was wird in der Gemeinde am westlichen Rand des Ostalbkreises in den nächsten Monaten wichtig? Rathauschef Johannes Schurr wagt den Blick in Richtung nähere Zukunft.
Stand: 15.09.2026, 13:02 Uhr

Was wird in der Gemeinde am westlichen Rand des Ostalbkreises in den nächsten Monaten wichtig? Rathauschef Johannes Schurr wagt den Blick in Richtung nähere Zukunft.
Spraitbach. Vieles steht in der 3400-Einwohner-Kommune nach der kommunalpolitischen Pause und den Sommerferien auf der Agenda: Was wird wichtig – und was müssen die Bürger wissen? "Es wird hoffentlich in der Ortsmitte einen ordentlichen Schritt vorangehen", sagt Bürgermeister Johannes Schurr. Hintergrund: Das in Teilen denkmalgeschützte Zentrum Spraitbachs soll in den kommenden Jahren umfassend saniert und modernisiert werden.
Im Frühsommer hat der Gemeinderat hierfür eine sogenannte Gestaltungssatzung aufgelegt, die das künftige Erscheinungsbild des Ortskerns definieren und gleichzeitig dessen historischen Charakter bewahren soll. In näherer Zukunft soll nun die Bevölkerung mit ihren Ideen und Vorhaben beteiligt werden, kündigt der Rathauschef an.
Zieleinlauf für zwei Großprojekte"Natürlich wird es auch um die Aufstellung des Haushalts gehen", wirft Johannes Schurr einen Blick auf die im Herbst beginnenden Etatberatungen. Der Tenor? "Wir kämpfen mit denselben Problemen wie andere Gemeinden – mit dem Unterschied, dass wir noch Rücklagen haben. Dennoch wird es auch bei uns um die Frage gehen, was alles geschoben werden kann."
Zwei Infrastruktur-Großprojekte können in Spraitbach indes abgehakt werden: Das neue Feuerwehrhaus ist fast fertig – und die Sanierung des Kindergartens wird beendet. "Dies alles mit kaum Personal im Bauamt – das ist auch eine große Herausforderung", betont der Verwaltungschef. Und das Millionenprojekt namens Feuerwehrmagazin habe ihm im ersten Halbjahr denn auch am meisten Kopfschmerzen bereitet, sagt Schurr: "Das hat sehr viel Zeit, Ressourcen und Geld beansprucht." Die Tatsache, dass sich das Großprojekt aufgrund von im Boden festgestelltem Alt-Asphalt um mehrere Hunderttausend Euro verteuerte, hat natürlich ebenfalls nicht für Freude im Rathaus gesorgt.
Jugendraum öffnet bald wieder
Umso mehr zeigt sich Schurr angetan von dem neuen Bau und davon, dass es mit der Sanierung des Kindergartens so gut vorangehe. Denn: "Wir hatten schon befürchtet, dass wir die Kinder zwischenzeitlich in Containern unterbringen müssten." Dies hätte wiederum mindestens 250.000 Euro Mehrkosten mit sich gebracht. "Dass wir es nun nicht müssen, ist dem Personal zu verdanken", so der Schultes. Jenes habe die herausfordernde Situation flexibel und belastbar gehändelt. "Auch Kinder, Eltern und die Handwerker akzeptieren, dass dies eine Sondersituation ist," freut sich der im Winter wiedergewählte erste Mann der Kommune.
"Ich hoffe sehr, dass wir bis zum Ende des Jahres unseren Jugendraum wieder eröffnen können. Wenigstens im Frühjahr 2027 wäre schon super", sagt Johannes Schurr. Das Domizil für die Spraitbacher Kids und Jugendlichen im Untergeschoss der Kulturhalle brauchte nach rund vier Jahrzehnten dringend eine Renovierung – und ein neues Nutzungskonzept.
Finanzspritze ist fast verteiltAnders als in zahlreichen weiteren Gemeinden, ist in Spraitbach aktuell schon klar, wofür die Millionen aus dem Sondervermögen des Bundes konkret investiert werden: 2,3 Millionen Euro erhält die Kommune insgesamt, der Löwenanteil fließt ins neue Feuerwehrhaus – aber unter anderem auch für die Sanierung der Schlechtbacher sowie der Zimmerbacher Straße werden die Mittel eingesetzt.
"Am meisten freut mich, und dies ist zugleich sehr unbekannt, wie viel Geld wir in den vergangenen Jahren zur Effizienzsteigerung der Kläranlage ausgegeben haben. Auch beispielsweise die längst erfolgte Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung bringt uns bei den aktuellen Stromkosten massive Vorteile", sagt der Rathauschef.
Sein Spraitbach-Tipp für Touristen aus nah und fern? "Für diejenigen, die sich trauen, natürlich unser Mountainbike-Trail", sagt Johannes Schurr. "Oder eine Nacht im Trekking-Camp." Aber auch ein Besuch im Kohlpark lohne sich in Spraitbach stets. "Denn hier können sich alle beim Spiel am Wasser abkühlen."
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