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Verpachtung gemeindlicher Flächen: Eschacher Landwirte müssen bald mehr bezahlen

Дата публикации: 23-09-2026 15:00:00

Nachdem in Eschach die Preise für durch die Gemeinde verpachtete landwirtschaftliche Flächen über Jahrzehnte nicht angefasst wurden, ist künftig mehr zu bezahlen.

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Stand: 23.09.2026, 17:00 Uhr

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Viele Eschacher Landwirte müssen sich auf Mehrkosten einstellen: Die Pachtpreise für im Besitz der Gemeinde befindliche Äcker und Grünflächen steigen zukunftig deutlich. (Symbolbild)

Viele Eschacher Landwirte müssen sich auf Mehrkosten einstellen: Die Pachtpreise für im Besitz der Gemeinde befindliche Äcker und Grünflächen steigen zukunftig deutlich. (Symbolbild) © Matthias Meyer

Nachdem in Eschach die Preise für durch die Gemeinde verpachtete landwirtschaftliche Flächen über Jahrzehnte nicht angefasst wurden, ist künftig mehr zu bezahlen.

Eschach. Diejenigen örtlichen Landwirte, die Flächen – zur agrarischen Bewirtschaftung oder als Grünland – von der Kommune gepachtet haben oder ebendies beabsichtigen, müssen ab November deutlich tiefer in die Tasche greifen: Einstimmig haben die Eschacher Gemeinderäte beschlossen, die entsprechenden Preise zukünftig anheben zu wollen. 

Bereits im Juni hatten sich Kommunalpolitiker und Ortsverwaltung nicht-öffentlich mit dem Thema beschäftigt, vor der kommunalpolitischen Sommerpause wurde der entsprechende Beschluss nun getroffen. Die Reform bringt einige Veränderungen mit sich. Die wichtigste ist neben dem Preissprung eine Umstellung des Systems. Denn: Nach Angaben der Gemeindeverwaltung waren die Pachtpreise in Eschach bislang nicht einheitlich geregelt, sondern bewegten sich in einer Spanne. 

Einheitspreis statt Wirrwarr

Ergo: Die Bauern hatten bis dato unterschiedlich viel für ihre Flächen zu entrichten. Fürs Ackerland wurden jährlich 1,73 bis 2,30 Euro pro Ar fällig, beim Grünland waren die Preisunterschiede mit 1,25 bis 2,59 Euro sogar noch größer. Im Mittel ergab sich rechnerisch bislang beim Ackerland ein Durchschnittswert von 1,99 Euro je Ar, für Grünflächen von 1,91 Euro je Ar. 

Zukünftig müssen die Bauern einheitliche Preise bezahlen. Mit dem nun gefällten Grundsatzbeschluss gilt zum Stichtag 1. November des laufenden Jahres: Für Areale, die als Ackerland genutzt sind, werden 2,70 Euro je Ar und Jahr fällig, fürs Grünland sind pro Jahr 2,25 Euro je Ar zu entrichten. Für Flächen, die kleiner als ein Ar sind, soll noch ein „angemessener Fixbetrag" festgelegt werden. 

Neue Verhältnisse, neue Preise

Der Grund für die bisher sehr heterogenen Preise markiert gleichzeitig ein Hauptmotiv für die nun vollzogene Reform: Jene waren über Jahrzehnte historisch gewachsen, da laut Verwaltungsangaben seit mindestens 20 Jahren keine strukturellen Veränderungen an den entsprechenden Konditionen mehr vorgenommen worden waren.

Bei der Festsetzung der neuen Entgelte hat man sich an den Werten vergleichbarer Kommunen orientiert, um – wie es vonseiten der Gemeindeverwaltung heißt – die Pachtpreise „weder willkürlich noch losgelöst vom regionalen Umfeld" festzulegen. 

An der Notwendigkeit der Neukalkulation zweifeln Bürgermeister und Rat nicht: Schließlich hätten sich in der langen Zeit, in welcher die Preise nicht mehr grundlegend angefasst worden sind, sowohl die „allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse, die Bewirtschaftungskosten, das Preisniveau sowie die finanzielle Situation der Gemeinde deutlich verändert". 

Nicht alle Bauern betroffen

Die neuen Pachtpreise werden „für alle zum Zeitpunkt der Beschlussfassung verpachteten sowie für künftig zu verpachtende gemeindeeigene Acker- und Grünlandflächen" Anwendung finden. Bestehende Verträge sollen „zum nächstmöglichen Zeitpunkt auf die neuen Konditionen umgestellt" werden. 

Grundsätzlich dürfte die Eschacher Bauernschaft jedoch wohl nur in Teilen von der Neuregelung betroffen sein. Denn: Rund drei Viertel der landwirtschaftlichen Flächen gehören in Deutschland Personen. Die Kommunen als Eigentümer repräsentieren bei den Besitzverhältnissen nur einen kleinen Teil. 

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