Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

EZB zeigt mit Zinserhöhung Stärke – jetzt zählt das richtige Timing

Дата публикации: 12-09-2026 21:57:00

Ein höherer EZB-Leitzins ist heute nötig, um die Preisspirale zu stoppen. Als Dauertherapie wird er jedoch zum Gift für die Wirtschaft. Ein Kommentar.

Основное содержимое страницы с новостью.

Die EZB erhöht die Zinsen. Als Stoppsignal für die Preisspirale ist das aktuell völlig richtig. Doch bleibt der Zins zu lange oben, stürzt die Wirtschaft ab. Ein Kommentar.

2,5 Prozent Einlagenzins. So lautet die Antwort der EZB auf einen Krieg im Nahen Osten. Klingt nach entschlossenem Handeln, ist in Wahrheit aber Symbolpolitik mit schweren Nebenwirkungen.

DIW-Präsident Marcel Fratzscher nennt den Zinsschritt notwendig – und gibt doch im selben Atemzug zu: An der aktuellen Inflation wird das nichts Substanzielles ändern. Die Teuerung sei fast ausschließlich dem Energiepreisschock durch den Nahost-Krieg geschuldet. Dagegen, so Fratzscher, habe die EZB schlicht keine Handhabe.

Höherer Leitzins fördert kein Öl

Man stelle sich das kurz vor: Ein Arzt verordnet eine harte Therapie und murmelt im Hinausgehen, dass sie die eigentliche Krankheit leider nicht heilen wird. Bitte was? Aber genau diese Logik regiert derzeit in Frankfurt – auch wenn die jüngste EZB-Ratssitzung diesmal in Berlin tagte.

Ein höherer Leitzins fördert keinen Tropfen Öl. Er macht das Rote Meer nicht sicher. Und Kriege beendet er schon gar nicht. Wir erleben einen Angebotsschock, keine Volkswirtschaft, die im Konsumrausch heißläuft. Trotzdem verordnet die Notenbank stur die immer gleiche, bittere Medizin.

EZB nimmt Preisstabilität ernst

Der eigentliche Grund für die Dosis-Erhöhung ist ein anderer: Die EZB will verhindern, dass sich der Preisschock verselbstständigt. Firmen geben Kosten weiter, Beschäftigte fordern mehr Lohn, und plötzlich dreht sich eine Preisspirale, die mit dem Nahen Osten nichts mehr zu tun hat. Diese Sorge ist berechtigt. Die EZB muss zeigen, dass sie Preisstabilität ernst nimmt.

ANZEIGE

ANZEIGE

Das eigentliche Problem beginnt erst danach.

Stellen wir uns vor, die Lage im Herbst entspannt sich, Tankerrouten öffnen sich, Energiepreise fallen. Der Inflationsdruck verschwindet fast so schnell, wie er kam. Die Zinserhöhung aber wirkt mit Verzögerung – meist erst nach sechs bis zwölf Monaten voll in der Wirtschaft. Dann sediert die EZB einen Patienten, der gerade mühsam wieder auf die Beine kommt. Bauzinsen bleiben hoch, Kredite teuer, Investitionen fallen aus. Die Konjunktur bekommt den Tritt genau dann, wenn sie ihn am wenigsten braucht. Das ist dann kein Sieg, sondern ein vermeidbarer Kunstfehler.

Glaubwürdigkeit entsteht, wenn man im richtigen Moment handelt

Die Erhöhung am 10. September lässt sich als kurzfristige Prophylaxe gegen eine Preisspirale rechtfertigen. Als Dauertherapie nicht. Verschwindet der Auslöser, muss die Dosis runter – zügig, und nicht erst, wenn die Wirtschaft schon auf der Intensivstation liegt. Das wäre keine wankelmütige Geldpolitik, sondern schlicht wirtschaftlicher Sachverstand: Zinsen rauf, solange Ansteckungsgefahr besteht. Zinsen runter, sobald sie verfliegt.

Ob im Dezember ein weiterer Schritt folgt, ist deshalb offener, als es gerade klingt. Bleiben die Energiepreise hoch, mag das Sinn ergeben. Beruhigt sich die Lage, bekämpft die EZB im Dezember gar keine Inflation mehr, sondern schwächt eine Wirtschaft, die diesen zusätzlichen Dämpfer nicht verkraftet.

Glaubwürdigkeit entsteht nicht dadurch, dass man möglichst lange die stärksten Pillen verschreibt. Sie entsteht dadurch, dass man im richtigen Moment behandelt – und im richtigen Moment wieder absetzt. Alles andere ist keine Geldpolitik mehr. Es ist Sturheit mit Mandat.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Deutsche Bank warnt: Der Markt „unterschätzt das Ausmaß der bevorstehenden Straffung“ – Fed und EZB könnten noch stärker an der Zinsschraube drehen07.6225-09-2026
2Sparchancen bis zu 3,20%: Erstmals seit 2022 schlägt Festgeld plötzlich wieder den EZB-Zins020.0603-09-2026
3Marc Friedrich: Der Anleihenmarkt schlägt Alarm – jetzt wird es gefährlich01013-09-2026
4Vier Banken bieten bis zu 4,25 Prozent, 11 mit über 3,5 Prozent: Sparer haben die Qual der Wahl015.9510-09-2026
5Erstmals seit mehr als 3 Jahren: Historischer Zinsschritt in den USA trifft Aktien, Dollar und ETFs016.6818-09-2026
6USA kämpfen gegen steigende Zinsen – doch der Markt gewinnt08.0425-09-2026
7Inflation ist der gefährlichste Wohlstandsvernichter09.2206-09-2026
8Ist die Rallye noch zu retten? Am Freitag droht der nächste Goldpreis-Hammer011.8207-09-2026
9DIW passt Wachstumsprognose an – Wirtschaft im Aufschwung012.7403-09-2026
10Wirtschaftsprognose: Preise, Beiträge, Steuern steigen weiter – für Verbraucher bleibt es teuer011.124-09-2026

Классификация: Мнения. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 11.67. Источник: rss.focus.de.