Diesel wird immer noch teurer. Das Problem ist zu beiden Seiten des Atlantiks gleich. Trump könnte Ausfuhren in die EU beschränken.
Diesel wird immer noch teurer. Das Problem ist zu beiden Seiten des Atlantiks gleich. Trump könnte Ausfuhren in die EU beschränken.
Es ist so weit: Weil Diesel in den USA so teuer wird, prüft die US-Regierung einen Exportstopp des Kraftstoffs. Das berichtete unter anderem „DPA“. Vorher war dieser Schritt lediglich eine Idee im Senat, jetzt nimmt sie bereits konkrete Züge an. Eine Unterbrechung der Ausfuhren könnte einen Effekt auf die Spritpreise im Land haben – die Hoffnung von Präsident Donald Trump ist, das Tanken für die Bürger wieder billiger zu machen.
Dabei ist entweder ein vollständiger oder ein teilweiser Stopp der Ausfuhren möglich. Problematisch für Europa: Die USA sind einer der wichtigsten Diesel-Lieferanten für den Kontinent, erst recht nach Ausbruch der Hormus-Krise.
Das Diesel-Problem in den USA schaukelt sich seit Monaten weiter hoch. Laut der American Automobile Association (AAA) lag der Durchschnittspreis für die Gallone Dieselkraftstoff am 22. September bei umgerechnet etwa 5,70 Euro. Noch eine Woche zuvor hatte er bei 5,48 Euro gelegen. In fast allen Bundesstaaten bricht der Dieselpreis Rekorde. Solange die Straße von Hormus blockiert ist, wird sich diese Entwicklung kaum beruhigen. Diesel ist aus mehreren Gründen stärker davon betroffen als Benzin.
Das Wichtigste in Kürze:
Historisch betrachtet ist Dieselkraftstoff der günstigere der beiden Kraftstoffe – da sind sich Europa und die USA ähnlich. Abgesehen von außergewöhnlich kalten Wintern, in denen die Nachfrage nach Diesel und anderen Heizölen stieg, war herkömmliches Benzin stets teurer. Wie gravierend diese Entwicklung ist, zeigen aktuelle Zahlen vom US-Treibstoffmarkt. Patrick De Haan, Kraftstoffmarktanalyst bei GasBuddy, berichtete auf X, dass sämtliche US-Bundesstaaten 2026 Dieselpreis-Rekorde geknackt haben – nur drei von ihnen fehlen angeblich noch.
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Die U.S. Energy Information Administration hält das für eine längerfristige Entwicklung, die schon seit einigen Jahren läuft. Laut „USA Today“ führt sie das auf drei Faktoren zurück:
Speziell beim Diesel fehlt außerdem Russland als Lieferant. Die von ukrainischen Drohnenangriffen ausgelöste Treibstoffkrise im Land hat dafür gesorgt, dass der Kreml erstens Ausfuhrbeschränkungen aufsetzen als auch Diesel von außerhalb zukaufen musste. Der russischen Regierung fehlen damit erhebliche Einnahmen.
Die Entwicklung beim Dieselpreis trifft sowohl Autofahrer als auch Verbraucher im Einkauf schwer. Viele Transportunternehmen beliefern die Geschäfte in dieselgetriebenen Lkw. Höhere Transportkosten landen unweigerlich durch Preiserhöhungen bei den Kunden, weil die Einkaufsketten die Preissteigerungen nicht aufsaugen.
In Deutschland ist eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Am 17. September kostete der Liter Super E10 um die 2,3 Euro, der Liter Diesel lag bei 2,47 Euro. Beide Kraftstoffsorten haben einen neuen Allzeit-Höchststand erreicht – der vorige Rekord für Diesel wurde laut ADAC am 7. April 2026 gebrochen.
Diese drei Monate können Autofahrern allerdings bereits eine Ersparnis zwischen acht und 125 Euro bringen. Die exakte Summe hängt von der Fahrleistung und dem Verbrauch des Wagens ab.
Mit diesen fünf Tipps sparen Sie jetzt an der Zapfsäule.
1. Vormittags tanken. Idealerweise zwischen 10 und 11 Uhr. Der günstigste Zeitpunkt ist direkt vor der 12-Uhr-Erhöhung. Die Preise sind dann am niedrigsten, weil sie seit dem Vorabend nur noch gefallen sein können.
2. Abends ab 20 Uhr als Alternative. Wer nicht bis zum nächsten Tag warten will, kann stattdessen ab 20 Uhr tanken. Die Ersparnis gegenüber dem Mittagspreis beträgt dann durchschnittlich 4,8 Cent pro Liter.
3. Preisvergleich nutzen. Da alle Tankstellen gleichzeitig um 12 Uhr erhöhen, aber unterschiedlich schnell danach senken, gibt es nachmittags größere Preisunterschiede als früher.
4. Nicht in Panik geraten. Der 12-Uhr-Sprung sieht dramatisch aus, ist aber kein Zeichen für eine Preisexplosion. Es ist die gebündelte Tageserhöhung, die früher über den ganzen Tag verteilt war.
5. Autobahntankstellen meiden. Der Autobahn-Aufschlag liegt im Schnitt bei 20 bis 30 Cent über dem Preis abseits der Autobahn. Bei 50 Litern sind das 10 bis 15 Euro Unterschied.