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Analyst warnt: Dieselpreis könnte wegen Donald Trump in Australien 4 Dollar übersteigen und Rationierung auslösen

Дата публикации: 25-09-2026 15:48:00

Die USA denken über Diesel-Exportstopps nach. In Australien löst das Sorgen aus. Auch Deutschland wäre betroffen.

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Die USA denken über Diesel-Exportstopps nach. In Australien löst das Sorgen aus. Auch Deutschland wäre betroffen.

Ein führender Energieanalyst hat davor gewarnt, dass ein US-Exportstopp für Diesel in kürzester Zeit Rationierungen und deutlich teurere Tankladungen in Australien bedeuten würde. Laut „ABC News“ könnten vier australische Dollar pro Liter drohen (umgerechnet 2,46 Euro), falls US-Präsident Donald Trump diese neue Überlegung durchsetzt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Globale Krisen entziehen dem Markt derzeit enorme Mengen an Diesel.
  • Unter anderem haben Russland und China die Ausfuhren gedrosselt.
  • Diesel wird immer teurer.
  • Das bewegt die USA nun dazu, ebenfalls über verringerte Exporte nachzudenken.
  • In Australien geht nun die Angst vor Rationierung um.
Australien fürchtet Diesel-Rationierung

Saul Kavonic, Leiter Energieforschung bei MST Marquee, spricht in diesem Rahmen von der „wohl besorgniserregendsten Entwicklung auf den globalen Kraftstoffmärkten seit Beginn des Nahost-Konflikts, was die Anfälligkeit Australiens betrifft“. Der Analyst geht neben einer möglichen Rationierung von einem Preisanstieg um 50 Prozent aus – das wären eben mehr als vier Dollar pro Liter.

Das soll schon innerhalb weniger Wochen eintreten, falls die USA ihren Diesel zurückhalten. Australien ist von Dieselimporten abhängig; gerade die beiden wichtigen Industrien Bergbau und Landwirtschaft kommen nicht ohne aus.

„Australien ist tatsächlich der weltweit größte Importeur von Diesel; das gilt nicht pro Kopf, sondern im absoluten Sinne.“ – Saul Kavonic

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„Reuters“ berichtete, dass Australien im Jahr 2025 um die 25 Millionen Tonnen Diesel importiert hat. Seit Beginn des Irankriegs leidet „Down-Under“ auch darunter, dass Russland und China immer weniger raffinierten Treibstoff exportieren. In Russland herrscht auch noch eine eigene Treibstoffkrise. Die USA einen Teil der weltweit fehlenden Exporte übernommen.

Australiens Notfallplan für Treibstoff

Um auf Treibstoff-Engpässe zu reagieren, hat Australien den sogenannten National-Fuel-Security-Plan. Dieser ist in vier Stufen unterteilt, die je nach aktueller Lage aktiv werden. Im Detail sieht das so aus:

  • Stufe 1: Die Kraftstoffversorgung läuft normal, während die Regierungen der australischen Regionen die globalen Entwicklungen beobachten. Australier können Sprit normal kaufen.
  • Stufe 2: Die Kraftstoffversorgung funktioniert weiterhin reibungslos, doch es kommt zu lokalen Versorgungsunterbrechungen. Australier sind dazu angehalten, nur wirklich notwendigen Treibstoff zu kaufen (diese Stufe ist zum Stand 25. September aktiv)
  • Stufe 3: Die Versorgungsengpässe halten an und die Regierung konzentriert sich darauf, den Kraftstoff dort zu liefern, wo er dringend benötigt wird. Es kann zu freiwilligen und praktischen „Maßnahmen zur Begrenzung des Kraftstoffverbrauchs“ kommen. Hier könnte die Regierung es Truckern erlauben, länger zu fahren, um die Treibstoffversorgung zu gewährleisten.
  • Stufe 4: Es herrschen anhaltende Versorgungsstörungen. Die Regierung sieht staatliches Handeln dringend erforderlich und will den Schutz vulnerabler Nutzer gewährleisten – dabei muss Treibstoff vor allem bei lebenswichtigen Diensten, Versorgungsunternehmen oder Rettungs- und Notfalldiensten ankommen. Die einzelnen Regierungen der australischen Regionen arbeiten dabei zusammen.
Trump unter Druck wegen Diesel-Verteuerung

Der mögliche Export-Stopp für Diesel wird derzeit immer konkreter. Bevor Trump ihn öffentlich gemacht hat, war er lediglich als Idee durch den Senat gegeistert. Allerdings leiden die USA genau wie Europa unter massiv gestiegenen Dieselpreisen, ausgelöst von der Blockade an der Straße von Hormus.

Außerdem stehen in den USA die Midterm-Wahlen bevor – ein Diesel-Exportstopp könnte die Menge innerhalb des Langes vergrößern und darum für billigeren Diesel sorgen. Soweit jedenfalls der Gedankengang im Weißen Haus.

US-Exportstopp hätte Folgen für Europa

Die Folgen für Europa wären ebenfalls schmerzhaft. Zwar produziert Deutschland viel Treibstoff, importiert aber etwa ein Drittel seines Bedarfs. Auf EU-Ebene ist die Lage noch härter: US-Diesellieferungen haben bis August 2026 etwa die Hälfte aller Dieselimporte in die EU ausgemacht. Ökonomen gehen davon aus, dass ein Exportstopp aus den USA die Preise weiter hochtreiben wird.

Diesel wird in Deutschland stetig teurer und hat zuletzt den normalen Benzinpreis überholt. Ab Oktober soll ein neuer Tankrabatt gelten, der für Entlastung sorgt. Im Januar plant die Regierung einen Spritpreisdeckel.

„Selbst ein teilweises Verbot würde die europäische Versorgung erheblich beeinträchtigen“, sagt der Experte Josh Michalowski von Argus Media.

Ein solches teilweises Verbot gilt bei den europäischen Dieselhändlern als die wahrscheinlichste Option – zumindest ist das aktuell noch der Fall. Ein vollständiges Ausfuhrverbot würde bedeuten, dass kein Öl mehr die USA verlässt. Die Lager würden sich viel schneller füllen als gewöhnlich. Die Raffinerien müssten ihre Produktion umstellen oder herunterfahren.

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