Viele denken bei Frankreich vor allem ans Meer oder Paris. Aber auch in der Großregion gibt es wahre „Perlen“, wie das Magazin Reisereporter schreibt. Eine davon liegt gerade mal eine gute Stunde von Saarbrücken entfernt.
Viele denken bei Frankreich vor allem ans Meer oder Paris. Aber auch in der Großregion gibt es wahre „Perlen“, wie das Magazin Reisereporter schreibt. Eine davon liegt gerade mal eine gute Stunde von Saarbrücken entfernt.
Wer von Saarbrücken aus in Richtung Frankreich aufbricht, denkt meist an entfernte Mittelmeer- oder Atlantikstrände oder eben die Hauptstadt Paris. Dabei liegt ein echtes Juwel viel näher: Nancy, die Hauptstadt des Départements Meurthe-et-Moselle im Nordosten Frankreichs, ist von Saarbrücken aus in etwas weniger als 90 Minuten erreichbar. Das Magazin Reisereporter hat sich jüngst als Fan der Stadt geoutet und schwärmt in höchsten Tönen: „unterschätzte Schönheit“ und „Perle“ sind die Attribute mit denen Nancy geadelt wird. Warum ist das so?
Natur und Kultur erleben entlang französischer Wasserstraßen
39 Bilder
Nancy gilt als „Stadt der Herzöge“. Das absolute Herzstück ist die Place Stanislas – und rechtfertigt allein schon eine Reise. Der weitläufige Barockplatz zählt seit 1983 zum Unesco-Weltkulturerbe und beeindruckt mit Rathaus, Oper, dem Grand Hôtel de la Reine und dem Musée des Beaux-Arts. Letzteres beherbergt Werke von Caravaggio, Rubens und Delacroix. Der Platz wurde im 18. Jahrhundert von Herzog Stanislas zu Ehren seines Schwiegersohnes Ludwig XV. angelegt – und ist bis heute der pulsierende Mittelpunkt der Stadt.
Rund um die Place Stanislas erstreckt sich die Altstadt von Nancy, die ebenfalls Teil des Welterbe-Ensembles ist. Die Place de la Carrière, die Place d‘Alliance, das Stadttor Porte de la Craffe und der Herzogspalast machen deutlich: Nancy hat eine Geschichte, die sich sehen lassen kann.
Neben dem barocken Glanz hat Nancy noch eine zweite, ganz eigene Identität: den Jugendstil. Die sogenannte École de Nancy war eine der bedeutendsten Kunstbewegungen der Belle Époque (ca. 1870 bis 1890), und ihre Spuren sind überall in der Stadt zu finden.
Auf jeden Fall lohnt sich der Besuch der Villa Majorelle: Das erste Jugendstil-Haus der Stadt, entstanden 1901 und 1902 unter Federführung von Louis Majorelle, ist ein denkmalgeschütztes Gesamtkunstwerk. Tickets sollten allerdings im Vorfeld online gebucht werden.
Mit einem kurzen Anfahrtsweg bietet sich die Stadt als prächtiges Ausflugsziel vom Saarland aus an, wenn man eine kleine, stilvolle Zeitreise ins vorvergangene Jahrhundert unternehmen möchte.