Zehn Jahre nach Ende seiner Amtszeit als Frankreichs Vertreter im Saarland geben sich Frédéric Joureau und seine langjährige saarländische Partnerin am Wochenende das Ja-Wort. Das Paar erwartet Gäste aus der ganzen Welt.
Saarlouis · Zehn Jahre nach Ende seiner Amtszeit als Frankreichs Vertreter im Saarland geben sich Frédéric Joureau und seine langjährige saarländische Partnerin am Wochenende das Ja-Wort. Das Paar erwartet Gäste aus der ganzen Welt.
Zwischen 2012 und 2016 war Frédéric Joureau französischer Generalkonsul im Saarland. Dieses Bild zeigt ihn 2013.
Foto: Oliver DietzeZu sagen, dass ihm das Saarland wirklich ans Herz gewachsen ist, ist in seinem Fall nicht übertrieben. Zwischen 2012 und 2016 war Frédéric Joureau französischer Generalkonsul im Saarland. In dieser Zeit lernte er Angelique Steffeck, eine gebürtige St. Wendelerin, kennen. Nach knapp zwölf Jahren Beziehung geben sich die beiden nun am Wochenende das Ja-Wort.
Nach seiner vierjährigen Amtszeit im Saarland war Joureau unter anderem bei der französischen Atomaufsichtsbehörde tätig, anschließend wieder als Diplomat in Madagaskar, Hamburg und Madrid im Einsatz. Seit drei Jahren ist er Erster Botschaftsrat bei der französischen Botschaft in Wien. Steffeck war mit ihm nach Madagaskar gezogen und gründete dort eine Schule, die junge Menschen auf eine Ausbildung in Deutschland vorbereitet.
Mittlerweile zählt die Schule rund 1000 Absolventen, viele von ihnen haben Ausbildungen in saarländischen Betrieben absolviert, zum Beispiel in Pflegeeinrichtungen und Hotel- und Gastgewerbe (wir berichteten). Deshalb lebt Steffeck aus beruflichen Gründen nach wie vor auf Madagaskar. „Eine Fernbeziehung mit dieser Distanz ist natürlich herausfordernd, aber wir besuchen uns gegenseitig, so gut es geht, und jetzt freuen wir uns, am Wochenende im Kreis von Familie und Freunden zu feiern“, sagte Joureau der SZ.
2016 wurde Joureau von der damaligen Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) mit dem Saarländischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Foto: BeckerBredel
Zu der Party in Saarlouis kommen unter anderem Joureaus zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe sowie Gäste aus der ganzen Welt – unter anderem aus Finnland, wo Joureau als Diplomat vor seiner Zeit in Saarbrücken gearbeitet hatte, aus Madagaskar und aus Sri Lanka.
Einer der kürzesten Anreisewege wird wohl der saarländische Innenminister Reinhold Jost (SPD) haben, der auch auf der Gästeliste steht. Für die Gäste soll es auch kulinarisch ein grenzüberschreitendes Angebot geben. Beim Essen setzt das Brautpaar auf „eine Mischung von Speisen aus Deutschland und Frankreich, serviert als Büfett“, so der Bräutigam.
Während seiner Zeit an der Saar galt Joureau, der ursprünglich aus der Nähe von Lyon kommt, aber fließend Deutsch spricht, als großer Unterstützer der Frankreich-Strategie. Außerdem engagierte er sich für eine bessere grenzüberschreitende Ausbildung und die Verstärkung wirtschaftlicher Kooperationen zwischen beiden Ländern. Seit 2016 ist er auch ehrenamtlicher Saarland-Botschafter der Landesregierung und der SHS-Foundation. (jos)