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Paris im Sommer: Mit Eiffelturm-Blick – diese vier kostenlosen Badestellen in der Seine lohnen sich

Дата публикации: 07-07-2026 06:00:00




Mit dem Zug ab Saarbrücken zu einem besonderen Badetrip an die Seine: Paris öffnet im Sommer wieder kühle Badestellen. Wir haben die vier besten herausgesucht. Was sie bieten, wie man hinkommt und was es drumherum zu sehen gibt.



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Paris im Sommer Mit Eiffelturm-Blick – diese vier kostenlosen Badestellen in der Seine lohnen sich

Paris/Saarbrücken · Mit dem Zug ab Saarbrücken zu einem besonderen Badetrip an die Seine: Paris öffnet im Sommer wieder kühle Badestellen. Wir haben die vier besten herausgesucht. Was sie bieten, wie man hinkommt und was es drumherum zu sehen gibt.

Das etwas andere Besichtigungsprogramm ohne Schwitzen: Der Eiffelturm lässt sich beim Bad in der Seine bestaunen. Möglich ist das bis Ende August. Foto: Aurelien Morissard /AP Photo

Foto: AP Photo/Aurelien Morissard/Aurelien Morissard

Zu heiß für Crémant und Café au Lait im Lieblings-Montmartre-Café? Dann können Paris-Touristen jetzt etwas ausprobieren, was nicht zum Standard-Programm in Frankreichs Metropole gehört, aber den Sommer-Tages-Trip nach Paris perfekt machen kann: Baden in der Seine. Im zweiten Jahr in Folge baut Paris wieder Holzstege und Holzpontons auf und öffnet elf überwachte und natürliche Badestellen. Mit spektakulärer Aussicht auf den Eiffelturm oder mitten in sympathischen Vierteln. Wir haben vier kostenlose Badestellen ausgewählt, die sich besonders lohnen – weil sie Stadtstrand, Schließfächer und Duschen bieten und man nach dem Bad zu Fuß noch Sehenswürdigkeiten besuchen kann. Oder einkaufen geht und im Park entspannt. Dazu gibt es Tipps zu Öffnungszeiten, Ausstattung und Besonderheiten der Badestellen sowie zur Anfahrt vom Ostbahnhof, der Saarbrücken in unter zwei Stunden direkt mit Paris verbindet.

1. Baden mit Blick auf den Eiffelturm – am „Bras de Grenelle“

Wo: Strand am Grenelle-Arm, im 15. Arrondissement (6, Port de Grenelle)

Zeitraum: Bis 30. August geöffnet. Vom 4. bis 8. August während der Europameisterschaften im Wildwasserschwimmen und Turmspringen­ geschlossen.

Wann: Montags bis freitags von 10 bis 17.30 Uhr; samstags bis 16.45 Uhr; sonntags 10 bis 12 Uhr, 12.30 bis 14.15 Uhr und 14.45 bis 17.30 Uhr.

Besonderheiten: Der Strand am Bras de Grenelle bietet den Postkarten-Ausblick schlechthin: Gegenüber befindet sich die Schwaneninsel Île aux Cygnes und daneben der Eiffelturm. Die Badestelle hat die Größe eines olympischen Schwimmbeckens und bietet Platz für maximal 200 Personen, davon 150 im Schwimmbereich. Mit Aufsicht: Mindestens vier Bademeister sind im Einsatz.

Drumherum: Zum Eiffelturm läuft man rund 15 Minuten, zu den Trocadéro-Gärten am anderen Ufer ebenfalls. Einkaufen lässt es sich im Beaugrenelle-Einkaufszentrum mit Galeries Lafayette und Konsorten nach rund zehn Minuten Fußweg.

Hinkommen: Ab Ostbahnhof Gare de l’Est mit der Metro 4 (ab Terre-plein, Richtung Bagneux – Lucie Aubrac) bis zum Halt Odéon; dort Umstieg in die Metro 10 (Richtung Boulogne Pont de Saint-Cloud) bis zum Halt Charles Michels. Dann rund 500 Meter Fußweg. Ein Weg kostet 2,55 Euro und dauert knapp 40 Minuten.

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Historische Bilder: Hitze in Paris

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Foto: AFP

2. An der größten Seine-Badestelle – am „Quai de Bercy“

Wo: Quai de Bercy, im zwölften Arrondissement (Port de Bercy)

Zeitraum: Bis 30. August geöffnet.

Wann: Täglich von 11 bis 21 Uhr.

Besonderheiten: Größte Seine-Badestelle in Paris mit zwei gesicherten Badebereichen, die durch seitliche Absperrungen abgegrenzt sind. Es gibt Platz für bis zu 600 Personen, davon 300 im Wasser. Zur Anlage gehört ein ausgestatteter und barrierefreier Liegebereich. Mit Aufsicht: Bis zu fünf Bademeister überwachen das Treiben.

Drumherum: Nebenan liegt der 14 Hektar große Bercy-Park, gegenüber die Nationalbibliothek und die Simone-de-Beauvoir-Fußgängerbrücke überspannt hier die Seine.

Hinkommen: Ab Ostbahnhof Gare de l’Est mit der Metro 4 (ab Terre-plein, Richtung Bagneux-Lucie Aubrac) bis zum Halt Châtelet. Dort Umstieg in die Metro 14 (Richtung Aéroport d’Orly) bis zum Halt Cour Saint-Émilion. Dann noch knapp 400 Meter Fußweg. Ein Weg kostet 2,55 Euro und dauert 25 Minuten.

Am und im Kanal Saint-Martin entspannen Pariser und Pariserinnen auch gerne selbst.

Am und im Kanal Saint-Martin entspannen Pariser und Pariserinnen auch gerne selbst.

Foto: Corinne Simon/KNA/Corinne Simon

3. Baden mit Esmeralda – Badestelle „Bras Marie“

Wo: Brücke Louis-Philippe, im vierten Arrondissement (14, Parc Rives de Seine – Georges Pompidou)

Zeitraum: Bis 30. August.

Wann: Täglich von 8 bis 18 Uhr.

Besonderheiten: Hier wird im Seine-Arm Marie gebadet. Zwischen der Louis-Philippe-Brücke und der Marie-Brücke ist ein Bereich des Flusses abgesichert, der Blick geht auf die Île Saint-Louis und ihre eleganten Häuserfronten. Bis zu 150 Personen können sich hier abkühlen. Mit Aufsicht: Mindestens drei Bademeister sind im Einsatz. Umkleiden gibt es am Bras Marie nicht, aber sonst die gleiche Ausstattung wie an den Badestellen Grenelle und Bercy (siehe Ausstattung „Dreimal Baden unter Aufsicht und mit Ausstattung“).

Drumherum: Die Kathedrale Notre-Dame ist zu Fuß nur zehn Minuten entfernt. Der Stadtstrand „Paris Plage“ um die keine zehn Minuten entfernte Sully-Brücke lädt zum Faulenzen ein, Liegestühle, Pétanque, Sonnenschirme und Sand gibt es auch.

Hinkommen: Ab Ostbahnhof Gare de l’Est mit der Metro 4 (ab Terre-plein, Richtung Bagneux-Lucie Aubrac) bis zum Halt Cité. Dann noch knapp 700 Meter Fußweg. Ein Weg kostet 2,55 Euro und dauert 23 Minuten.

Dreimal Baden unter Aufsicht und mit Ausstattung

Für die drei Badestellen „Bras de Grenelle“, „Quai de Bercy“ und „Bras Marie“ gilt: Hinein dürfen Schwimmer ab 1,20 Meter Körpergröße, Kinder unter 14 Jahren müssen von einem Erwachsenen begleitet werden. Die Stellen werden geöffnet, wenn es Wetter, Strömung und Wasserqualität zulassen. Die Gesundheitsbehörde prüft die Wasserqualität täglich (auf Escherichia coli, Enterokokken). Zudem überwacht die Stadt die Stellen mit „ColiMinder“, das Gerät weist Bakterien innerhalb von rund 15 Minuten nach.

Das Tragen einer aufblasbaren Schwimmboje, die vor Ort ausgeliehen wird, ist Pflicht. Es gibt Umkleiden (außer am Bras Marie), Toiletten, Erste-Hilfe-Station, Möglichkeiten zum Sitzen, Schließfächer (an eine Münze denken) und Duschen, deren Benutzung vor dem Baden Pflicht ist. 30 Minuten vor Schließung muss man aus dem Wasser.

4. Baden im Kanal – Sonntagsbad in „Saint-Martin“

Wo: Kanal Saint-Martin, im zehnten Arrondissement (116, Quai de Jemmapes)

Zeitraum: Bis 30. August geöffnet.

Wann: Sonntags von 13 bis 17 Uhr, mittwochs 12 bis 15.30 Uhr. Während offizieller Hitzeperioden kann ausgeweitet werden – auf täglich 15 bis 21 Uhr.

Besonderheiten: Im Kanal baden dürfen Wasserratten aus Sicherheitsgründen, hier gibt es mehrere Schleusen, nur zwischen der Nummer 116 und 126 des Quai de Jemmapes. Sprünge sind aufgrund der geringen Wassertiefe nicht erlaubt, schon gar nicht von Stegen und Fußgängerbrücken. Schwimmringe und Luftmatratzen müssen beim Badetag am Kanal daheim bleiben. Eigentlich. Mit Aufsicht von Bademeistern.

Tipp: Aus Hygienegründen empfiehlt das Pariser Tourismusbüro nach dem Bad im Kanal eine Dusche mit Seife – im nahen Sportzentrum Jemmapes gibt es Umkleiden und Duschen (116, Quai de Jemmapes, keine Schließfächer).

Drumherum: Der Kanal Saint-Martin durchzieht ein sympathisches Viertel von Paris mit Boutiquen, Läden und Cafés, in dem die Pariser und Pariserinnen auch noch selbst entspannen. Mit seiner Nähe zum Ostbahnhof ist der Kanalabschnitt für Tagesgäste aus dem Saarland die nächstgelegene Badestelle von Paris. Zum schönen, weitläufigen Landschaftspark, dem Parc des Buttes-Chaumont, ist es zu Fuß eine Viertelstunde.

Hinkommen: Ab Ostbahnhof Gare de l’Est sind es zu Fuß zehn Minuten, am besten durch den kleinen Park „Jardin Villemin – Mahsa Jîna Amini“ abkürzen. (hem)

Weitere Informationen mit Karte und tagesaktuellen Öffnungszeiten (wegen Strömung und Wasserqualität vorher prüfen) unter www.paris.fr/paris-en-seine-2026

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