Die Leitlinien sind das Fundament der Open Source Business Alliance. Sie sind die inhaltliche Klammer, die alle Mitglieder unter einem einheitlichen Rahmen verbindet. Sie sind Arbeitsgrundlage und -auftrag für unsere Working Groups, Taskforces und natürlich auch für den Vorstand. Seit 2022 die letzte Version veröffentlicht wurde, haben sich die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen deutlich verändert, sodass eine Neufassung dringend notwendig wurde. Der Entwurf dazu wurde von der Grundsatzkommission 2025 vorbereitet, durch die tatkräftige Mithilfe engagierter Mitglieder ergänzt und verbessert, und dann verdient auf der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen.
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Die Leitlinien sind das Fundament der Open Source Business Alliance. Sie sind die inhaltliche Klammer, die alle Mitglieder unter einem einheitlichen Rahmen verbindet. Sie sind Arbeitsgrundlage und -auftrag für unsere Working Groups, Taskforces und natürlich auch für den Vorstand. Seit 2022 die letzte Version veröffentlicht wurde, haben sich die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen deutlich verändert, sodass eine Neufassung dringend notwendig wurde. Der Entwurf dazu wurde von der Grundsatzkommission 2025 vorbereitet, durch die tatkräftige Mithilfe engagierter Mitglieder ergänzt und verbessert, und dann verdient auf der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen.
Die OSBA hat ihr Mission-Statement in den Leitlinien präzisiert: Gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Anwenderorganisationen setzen wir uns dafür ein, die zentrale Bedeutung von Open Source Software (OSS) und offenen Standards für eine digital souveräne Gesellschaft und einen erfolgreichen digitalen Wandel im öffentlichen Bewusstsein nachhaltig zu verankern und ihren umfassenden Einsatz für alle Beteiligten erfolgreich zu gestalten.
Digitale Souveränität, also die selbstbestimmte Nutzung und Gestaltung von IT durch den Staat, Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Einzelpersonen und die Gesellschaft als Ganzes, bildet das Fundament unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung im Zeitalter der Digitalisierung. Sie kann wiederum nur durch Software erreicht werden, deren Programmcode öffentlich zugänglich und anpassbar ist. Deshalb ist Open Source Software, aber auch der bisher vernachlässigte Kompetenzaufbau zu deren Nutzung, grundlegende Voraussetzung für digitale Souveränität. Wir möchten sie operationalisieren und messbar machen, um Fortschritte objektiv zu verfolgen und Sovereign-Washing aktiv verhindern zu können. Ab 2035 soll ausschließlich Open Source Software in der öffentlichen Verwaltung beschafft werden. Dafür muss umgehend ein Umsetzungsplan entworfen werden.
Dass wir digitale Souveränität in keiner Weise als Strategie zur Abschottung betrachten, bringen wir im überarbeiteten Kapitel zu „Toleranz und Vielfalt” zum Ausdruck. Ob sexualisierte Gewalt durch Grok auf X, Tech-Milliardäre die durch Palantir noch mehr Macht erlangen wollen, oder Autokraten, die politische Gefügigkeit durch den Ausschluss von Menschen vom digitalen Leben erzwingen wollen: Software wird immer häufiger dazu verwendet, Machtinteressen Einzelner durchzusetzen. Wir als OSBA möchten einen positiven Gegenpol setzen. Unser Herz schlägt für eine Welt, in der Vielfalt als Stärke und nicht als Bedrohung gesehen wird. Für uns ist offensichtlich: Die Innovationskraft und -geschwindigkeit des Open-Source-Ökosystems gründet sich insbesondere auf internationaler Zusammenarbeit von Entwickler:innen und Anwender:innen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Sexualität oder anderen Identitätsmerkmalen. Wir arbeiten für eine Zukunft, in der Software nicht zum Nutzen einiger weniger, sondern zum Vorteil aller entwickelt wird.
Unsere Leitlinien machen deutlich, dass Offenheit und Transparenz für uns keine technischen Detailfragen, sondern gesellschaftliche und politische Notwendigkeiten sind. Gerade weil mit Künstlicher Intelligenz erheblicher Einfluss auf die Arbeit und Meinungsbildung von Menschen ausgeübt werden kann, braucht es offene und nachvollziehbare Algorithmen, transparente Trainingsdaten und überprüfbare Modelle. Gleichzeitig lehnen wir alle Versuche ab, vertrauliche Kommunikation durch Maßnahmen wie Chat-Kontrolle oder die gezielte Schwächung von Verschlüsselung zu untergraben. Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit entstehen nur durch offene, verifizierbare Systeme. Vor diesem Hintergrund sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und setzen uns dafür ein, dass digitale Schlüsseltechnologien für unsere Demokratie, egal ob KI oder Wahlsoftware, auf Open Source Software und offenen Standards basieren, um Vertrauen in Gesellschaft und Staat nachhaltig zu stärken.
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