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Keine Einigung: VW-Aktionäre sollen über Sparplan abstimmen

Дата публикации: 02-09-2026 10:01:00

Im Streit über den Sparplan beim VW ist ein Kompromissversuch gescheitert. Nun droht eine außerordentliche Hauptversammlung. Darüber berichtet das „Handelsblatt”.

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Im Streit über den Sparplan beim VW ist ein Kompromissversuch gescheitert. Nun droht eine außerordentliche Hauptversammlung. Darüber berichtet das „Handelsblatt”.

Noch vor der Aufsichtsratssitzung am Freitag wollten die Beteiligten eine Lösung finden. Diese ist aber nun in weite Ferne gerückt. Deshalb bereitet sich das Team um Konzernchef Oliver Blume auf eine außerordentliche Hauptversammlung vor. Dann sollen die Aktionäre über das geplante Sparpaket abstimmen. Einem Insider zufolge stehen die Zeichen auf Eskalation: „Die Züge fahren jetzt aufeinander zu.“

Im Video: VW-Vorstand will Produktion in vier Werken beenden

Außerordentliches Aktionärstreffen könnte im Herbst stattfinden

Volkswagen hat sich dazu auf eine „Handelsblatt“-Anfrage nicht geäußert. Bis zur Aufsichtsratssitzung sind zudem aus zeitlichen Gründen keine weiteren Gespräche mehr geplant. Eine Abstimmung von Aktionären über ein Sparpaket hat es so in der Form in Deutschland noch nie gegeben.

Ein außerordentliches Aktionärstreffen könnte im Herbst stattfinden und sei laut dem Blume-Lager „juristisch gedeckt“. Dazu muss das Unternehmer allerdings 30 Tage im Voraus eine rechtssichere Einladung verschicken.

VW-Vorstand hat über Ende von Produktion in vier Werken beschlossen

Die VW-Führung betonte, dass der laufende Arbeitsplatzabbau - 50.000 Stellen bis 2030 - und die bisher erreichten Kostenreduzierungen in den Fabriken aus ihrer Sicht nicht ausreichen. Das Management um Konzernchef Oliver Blume arbeite daher an einem neuen „Zielbild 2030“. „Die Lage ist mehr als kritisch“, sagte Blume zum Auftakt in die Betriebsversammlungen. Das Unternehmen mache zwar Gewinn, verdiene aber zu wenig, um damit die Zukunft finanzieren zu können. 

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Diese Werke haben schlechte Karten

Vier Werke stehen derzeit auf der Kippe, pikanterweise auch viele, in denen die derzeit sehr erfolgreichen Elektroautos vom Band laufen:

  • Hannover (VW Multivan, VW ID.Buzz)
  • Emden (VW ID.4, ID.7, ID.7 Tourer)
  • Zwickau (u.a. WW ID.3, Cupra Born, Audi Q4)
  • Neckarsulm: Audi A5, A6, A8 (aktuell ohne Nachfolger)

Nach Informationen der „Automobilwoche“ müssen sich besonders die Angestellten im Audi-Werk Neckarsulm Sorgen machen. „Nach dem Auslaufen der aktuellen Verbrenner A5 und A6 gibt es keine Pläne für eine weitere Belegung mit Elektromodellen. Der örtliche Betriebsrat hatte den Q4 etron ins Spiel gebracht, der aktuell in Zwickau gefertigt wird. Eine Verlagerung scheint jedoch unwahrscheinlich“, so die Fachzeitschrift. Zwickau hingegen solle, was die Kosten angeht, von den vier bedrohten Werken am besten dastehen. „Für den sächsischen Standort wird die Produktion in China entwickelter VW-Modelle geprüft“, berichtet die „Automobilwoche“.

Bei Audi kommt hinzu, dass neue Investitionen eher in den USA Sinn machen, wo nur Volkswagen ein Werk hat und damit die Zölle umgehen kann. Eine Audi-Produktion vor Ort wird damit immer wichtiger. In den USA haben auch Verbrenner-Audis Zukunft, denn das Land hat keinen Elektro-Fokus und kein Verbrenner-Verbot wie die EU.

Rüstungsgüter statt Nutzfahrzeuge?

Für den Nutzfahrzeugstandort Hannover wiederum könnte es weitergehen, allerdings mit der Produktion von Rüstungsgütern. Denkbar wären Militärfahrzeuge. VW kooperiert bei seinen Nutzfahrzeugen (u.a. Caddy, Amarok) mit dem Ford-Konzern, so dass diese Modelle auch an anderen Standorten vom Band laufen können.

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„Ganz klar, der deutsche Standort ist zu teuer geworden”

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