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BMW, Porsche, Volkswagen, BYD, Tui, Christian Lindner und Joe Kaeser: Der Newsletter „manage:mobility“

Дата публикации: 30-04-2026 05:19:00

Wie BMW mit neuen Luxusmodellen Mercedes angreift, wie Joe Kaeser es der deutschen Wirtschaft zeigt und wie Tui-Chef Sebastian Ebel sich zum Alleinherrscher im Reisereich aufschwingt – das und mehr erfahren Sie in der neuen Ausgabe von „manage:mobility“.

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Tesla ist in der Gunst der Deutschen schon länger abgerutscht. Bestverkauftes Elektroauto war 2025 VWs ID.7, Tesla schaffte es nicht mehr unter die Top 10. Und, das ist neu, Tesla hat einen weiteren Spitzenplatz verloren. Seit Ende 2025 ist der VW ID.3 das meist gezählte E-Auto auf deutschen Straßen, nicht mehr das Model Y des US-Herstellers.

Vielleicht hat Tesla-Chef Elon Musk (54) die Lust am Auto verloren? Erst kümmerte er sich jedenfalls bevorzugt um Teslas humanoide Roboter, um den Börsenhype am Leben zu halten. Und jetzt steckt Musk seine Energie in ein ganz anderes Projekt: die Weltraumfirma SpaceX. Mein Kollege Hannes Breustedt hat sich angeschaut, wie Musk auch die Bewertung von SpaceX mit allen Kniffen hochjazzt  – und warum Anleger mit Index-ETFs womöglich für den größten Pump-and-Dump-Trick der Finanzgeschichte herhalten werden.

Nun aber aus dem Weltraum schnell zurück auf die Straße: das sind unsere Themen der Woche:

  • Wie BMW mit neuen Luxusmodellen Mercedes angreift

  • Wie Joe Kaeser es der deutschen Wirtschaft zeigt

  • Wie sich der Tui-Chef zum Sonnenkönig krönt

Thema der Woche: BMW Alpina
Die Marke neu erfunden: Bisher standen Alpina-BMWs für getunte Liebhaberstücke

Die Marke neu erfunden: Bisher standen Alpina-BMWs für getunte Liebhaberstücke

Foto:

Christoph Börries / Auto Bild / ullstein bild

Mercedes hat Maybach, Volkswagen hat Bentley und BMW hat … nun auch eine neue Edelmarke: BMW Alpina. Auf Basis von BMWs 7er-Limousine und dem Spitzen-SUV X7 hat das Team um den scheidenden Chefdesigner Adrian van Hooydonk (61) ein Konzeptfahrzeug entworfen, das im Mai auf dem ehrwürdigen Oldtimer-Event „Concorso d’Eleganza“ der Öffentlichkeit präsentiert wird. Wie BMW-Chef Oliver Zipse (62) mit Achtzylindermotor, Spitzengeschwindigkeiten von über 300 Kilometern pro Stunde und „Quiet Luxury“ Mercedes angreifen will, hat mein Kollege Franz Anko-Hubik aufgeschrieben .

Unternehmen: Porsche ++ Mercedes-Benz ++ Volkswagen ++ BYD ++ Airbus
Weniger Profit: Porsche-Mitarbeiter in Zuffenhausen am 911er

Weniger Profit: Porsche-Mitarbeiter in Zuffenhausen am 911er

Foto: Marijan Murat / dpa
  • Keine guten Nachrichten für Fans von Stuttgarter Autobauern: Absatzschwund, Gewinneinbruch, Umsatzminderung: Es fällt schwer, bei den Quartalszahlen von Mercedes-Benz und Porsche etwas Positives zu finden. Mercedes-Finanzchef Harald Wilhelm (60) macht es trotzdem und setzt auf eine erfolgreiche Modelloffensive – vom Einstiegsmodell CLA bis zur erneuerten S-Klasse bringt Mercedes bis 2027 mehr als 40 neue Modelle auf den Markt. Beim Nachbar Porsche will der neue Chef Michael Leiters (54) radikal verschlanken. „Zudem richten wir unser Produktportfolio noch konsequenter an den Wünschen ‌unserer Kunden aus“, kommentierte er die Quartalszahlen am Mittwoch.

  • Statt „Schwerter zu Pflugscharen“ heißt es bei Volkswagen bald „Auto- zu Rüstungsproduktion“. VW-Chef Oliver Blume (57) nannte das dem manager magazin im Interview als ein Beispiel dafür, wie der Konzern intelligent die Jahreskapazität  um eine Million Autos senken könnte. Jetzt bestätigte er, im T-Roc-Werk Osnabrück könnten künftig vielleicht „Fahrzeuge für den militärischen Transport“, nicht aber Waffen gebaut werden. Die mögliche Öffnung Richtung Rüstungsindustrie könnte Teil der neuen Strategie sein, mit der Volkswagen noch stärker sparen und sich neu aufstellen will: Intern formulierte etwa Audi-Chef Gernot Döllner (57) den Druck sehr klar: Es gehe „um die Zukunft der ganzen deutschen Autoindustrie“.

  • Dass diese leidet, liegt nicht zuletzt an der starken Konkurrenz aus China, zum Beispiel am VW-Rivalen BYD. Bei dem Elektroautoriesen läuft aber auch nicht alles rosig: BYD hat zum Jahresauftakt so wenig Gewinn gemacht wie seit drei Jahren nicht mehr. Der Hersteller verkauft seine Modelle auf dem heiß umkämpften Heimatmarkt zu Schnäppchenpreisen. Und dann hat die chinesische Regierung auch noch die Förderung für Elektroautos zusammengestrichen …

  • Auch beim Flugzeugbauer Airbus herrscht schlechte Stimmung. Der operative Gewinn des französisch-deutschen Unternehmens brach im ersten Quartal um mehr als die Hälfte ein. Der Grund? Mal wieder stockende Jet-Auslieferungen. Airbus-Chef Guillaume Faury (58) hat dafür schon einen Schuldigen ausgemacht: US-Hersteller Pratt & Whitney, der dem Konzern noch eine Ladung nicht gelieferter Triebwerke schuldet.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Newsletter haben, schreiben Sie uns gern an manage.mobility@manager-magazin.de . Ebenso natürlich, wenn Sie Hinweise oder Anregungen zu Recherchen haben. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Köpfe: Joe Kaeser ++ Sebastian Ebel ++ Christian Lindner ++ Peter Gerber
Zeigt es allen: Daimler-Truck-Aufsichtsratschef Joe Kaeser

Zeigt es allen: Daimler-Truck-Aufsichtsratschef Joe Kaeser

Foto: Thomas Kienzle / AFP
  • Als Joe Kaeser (68) das CEO-Büro bei der Siemens AG Anfang 2021 räumte, wurde er von der Wirtschaftselite mit Aufsichtsratsjobs unterhalb des von ihm beanspruchten Champions-League-Niveaus bestraft. Statt das Ruder bei Mercedes-Benz oder Siemens zu übernehmen, musste er bei den etwas bescheideneren Töchtern Daimler Truck und Siemens Energy ran. Jetzt schlägt Kaeser zurück und zeigt, wer in Deutschland den Masterplan für die großen Konzerne hat. Meine Kollegen Margret Hucko und Michael Freitag haben Kaeser dabei begleitet, wie er sein eigenes Denkmal baut. Ihr Report gibt einen Blick  weit in die Zukunft der beiden Unternehmen.

  • Beim Reisekonzern Tui war CEO Sebastian Ebel (63) zuletzt nicht mehr unumstritten. Teile des Aufsichtsrats zweifelten daran, dass der Oberreiseleiter seinen bis 2028 laufenden Vertrag erfüllen sollte – und hatten schon zwei mögliche Nachfolger im Blick: Ferienfliegerchef David Schelp (51) und Kreuzfahrtboss Peter Krüger (49). Beiden haben jetzt keinen Job mehr, jedenfalls keinen bei Tui. Mein Kollege Michael Machatschke hat aufgeschrieben, wie Ebel seine Macht beim Reisekonzern gefestigt und sich zu Tuis Sonnenkönig aufgeschwungen hat .

  • Bundesfinanzminister, Vertriebsvorstand, Aufsichtsrat: Dem Lebenslauf vom ehemaligen FDP-Chef Christian Lindner (47) wird im kommenden Jahr eine weitere, nicht unbedeutende, Position hinzugefügt: die des CEOs. Beim Automobilhandelskonzern Autoland AG soll er künftig die Fäden ziehen, laut Unternehmensgründer Wilfried Wilhelm Anclam sei man „schon mitten in der Übergabe“. Ob Lindner einen Vorstand wohl besser zusammenhalten kann als eine Regierungskoalition?

  • Der Chef ​des deutschen Ferienfliegers Condor, Peter Gerber (62), hat eine Idee, wie die Deutschen trotz Irankriegs billig nach Mallorca oder Mykonos kommen: Er schlägt das Aussetzen des Emissionshandels für ein halbes Jahr vor. Und dann? „Dann wäre es womöglich ​für alle ein ganz entspannter Sommer“, so Gerber.

Zahl der Woche: 54
Jahresgehalt 403 Millionen: Rivian-Chef RJ Scaringe

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Foto: Joel Angel Juarez / REUTERS
Deepdrive: Die verflixte 12-Uhr-Regel

Seit dem 1. April dürfen Tankstellen in Deutschland die Preise nur noch einmal am Tag erhöhen, und zwar um 12 Uhr mittags. Das soll für weniger kurzfristige Preissprünge an den Tankstellen sorgen und letztlich günstigeren Sprit für die Autofahrer und -fahrerinnen sichern. Eine Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und des Instituts für Wettbewerbsökonomie (Dice) hat nun festgestellt: In erster Linie steigert die Regelung die Gewinnmargen der Mineralölkonzerne. Wieso das eigentliche Ziel der Regelung verfehlt wurde, Kunden aber trotzdem einen Vorteil haben, lesen Sie hier.

Geisterfahrer der Woche
Die Eurobike-Macher gehen auf Angriff: Der Konflikt zwischen den Messeverantwortlichen und den Verbänden ZIV und Zukunft Fahrrad eskaliert

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Foto: Peter Hartenfelser / IMAGO

Ihr Theodor Harzer

­Haben Sie Wünsche, Anregungen, Informationen, um die wir uns journalistisch kümmern sollten? Sie erreichen meine Kolleginnen und Kollegen im Team Mobility und mich unter manage.mobility@manager-magazin.de .

Unseren Newsletter „manage:mobility“ finden Sie auch hier auf unserer Website.

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