Wie Autozulieferer Hella um seine Zukunft kämpft, warum Volkswagen in den USA Partner für ein Prestigeprojekt sucht und wie die Spartengewerkschaften UFO und Vereinigung Cockpit ihren Niedergang erstreiken – das und mehr erfahren Sie in der neuen Ausgabe von „manage:mobility“.
Die deutsche Wirtschaft scheint in ihrer Amtszeit (noch?) nicht so recht in Gang zu kommen. Insbesondere die Unternehmen in der Autoindustrie darben weiter. Statt Absatz- und Umsatzrekorde meldeten Zulieferer wie Hersteller Gewinneinbrüche, setzten immer neue Sparpläne auf. Manch einem stellt sich die Frage: Ist die deutsche Autoindustrie noch zu retten?
Unser Gast im Digitaltalk: Die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner glaubt an die Zukunft der deutschen Autoindustrie – und stellt sich den Fragen der Abonnentinnen und Abonnenten
Foto: [M] manager magazin, Lando Hass / IG MetallÜber diese Frage diskutiert die Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner (58), mit meinem Kollegen Michael Freitag am Mittwoch, dem 29. April, um 18.15 Uhr in einer neuen Ausgabe von „manage:mobility live“. Abonnentinnen und Abonnenten des manager magazins können online daran teilnehmen und schon im Vorfeld ihre Fragen an Deutschlands mächtigste Gewerkschafterin schicken. Seien Sie dabei, hier geht es zur Anmeldung.
Und nun zu unseren Themen der Woche:
Warum beim Zulieferer Hella das Licht flackert
Warum Volkswagen in Amerika Angst vor dem Alleingang hat
Wie die Spartengewerkschaften UFO und Vereinigung Cockpit ihren Niedergang erstreiken
Düsteres Bild: Autozulieferer Hella steht in der Lichtsparte unter Druck
Foto:teamwork / IMAGO
Hell, heller, Hella? Von wegen! Beim westfälischen Autozulieferer Hella strahlen die Leuchten, für die das Unternehmen weltbekannt ist, nicht mehr stark genug. Die Lichtsparte steht unter Druck, Umsatz und Marge brachen zuletzt ein. Seit Februar soll CEO Peter Laier (57) die Traditionsfirma wieder auf Vordermann bringen – und hofft auf Rückendeckung durch die französische Konzernmutter Forvia. Das Problem ist nur: Auch bei Forvia flackert es an allen Enden und Ecken, den Konzern plagen Verluste und Schulden in Milliardenhöhe. Wie Mutter und Tochter um ihre Zukunft kämpfen, hat mein Kollege Christoph Seyerlein aufgeschrieben .
Ein Auto nach amerikanischem Geschmack: Der Volkswagen-Pick-up Scout
Foto: Andrew Trahan Photography Llc / Scout MotorsWährend Volkswagen in Deutschland eine Sparrunde nach der anderen einläutet, verfolgt der Konzern in Amerika ein ehrgeiziges, milliardenschweres Projekt: Mit dem Pick-up Scout will man dort im profitabelsten Segment des amerikanischen Automarkts angreifen – in direkter Konkurrenz zum legendären Ford F-150 – und den Konzern aus seiner US-Krise hieven. Wie VW-Chef Oliver Blume (57) diese Herausforderung meistern will und warum er dafür externe Partner sucht, weiß mein Kollege Michael Freitag .
Bei den Auslieferungen legte Elektropionier Tesla zuletzt wieder zu – auch wenn der Konzern von Elon Musk (54) nicht an seine Hochzeiten anknüpfen konnte. Jetzt hat Tesla auch seine Finanzkennzahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Wie der E-Autobauer abschnitt, lesen Sie hier.
Zoff bei ZF Friedrichshafen: Der kriselnde Autozulieferer will sein österreichisches Werk in Lebring schließen, da ein „Fortbestand nur durch erhebliche Quersubventionen anderer europäischer Werke möglich“ wäre. Den 300 Arbeitnehmern in Lebring passt das natürlich gar nicht, sie haben den Betriebsrat eingeschaltet. Der wirft ZF „rechtliche Fehler und Verfahrensverstöße“ vor und will für das Werk kämpfen.
BlaBlaCar hat mit seiner Mitfahrplattform die Anhalterkultur ins digitale Zeitalter gebracht und so Millionen Menschen günstige Mitfahrgelegenheiten ermöglicht. Seit 2019 wollte das französische Unternehmen als BlaBlaBus auch im Fernbusgeschäft Fuß fassen – dieses Projekt ist nun gescheitert. Schuld daran soll ausgerechnet die Bahn haben, die sich zuletzt als knallharter Konkurrent für das Unternehmen entpuppte.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Newsletter haben, schreiben Sie uns gern an manage.mobility@manager-magazin.de . Ebenso natürlich, wenn Sie Hinweise oder Anregungen zu Recherchen haben. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.
Will sich nicht auf der Nase herumtanzen lassen: Lufthansa-CEO Carsten Spohr plant eine Zukunft ohne VC und UFO
Foto: Kirill Kudryavtsev / AFPDie Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) und die Vereinigung Cockpit (VC) killten vergangene Woche mit ihren Streiks die gute Stimmung bei den 100-Jahr-Feierlichkeiten der Lufthansa. CEO Carsten Spohr (59) wollten sie ihre Macht spüren lassen. Der zeigte sich wenig beeindruckt, stellte prompt eine ganze Airline ein und plant eine Zukunft ohne die Spartengewerkschaften, dafür aber mit Verdi. Warum die Lufthansa-Streiks für UFO und VC zum Bumerang werden könnten, hat mein Kollege Michael Machatschke aufgeschrieben .
Volkswagen und Volumenplanung – was einst zusammengehörte wie das V und das W, ist heute Vergangenheit für Deutschlands größten Autobauer. Volkswagen-Chef Blume sprach im Interview mit meinem Kollegen Michael Freitag über seine Pläne, die Produktionskapazitäten des Konzerns weltweit um eine Million Autos zu senken, was dies für die Werke in Deutschland bedeutet und wie der Konzern sich in der Rüstungsindustrie engagieren will.
Anstatt neuer Chef beim Sportwagenhersteller und Nachfolger von Blume zu werden, hat der langjährige Finanzvorstand von Porsche, Lutz Meschke (60), den Konzern Anfang vergangenen Jahres im Streit verlassen – nicht ohne eine fette Abfindung von 11,6 Millionen Euro herauszuschlagen. Jetzt hat Meschke wieder einen Job: Beim schwäbischen Vermögensverwalter Wealthgate soll er unter anderem neue Geschäftsfelder entwickeln.
„Nur“ 6,5 Millionen Euro: Von den Bossen der drei großen Autohersteller verdient BMW-Chef Oliver Zipse am wenigsten
Foto: Sven Hoppe / dpaWährend die Wirtschaft in Deutschland kriselt, darf eine Gruppe sich über ein kräftiges Plus auf dem Konto freuen: die Dax-CEOs. Die haben 2025 deutlich mehr verdient als im Vorjahr und konnten ihre Vergütung zusammen um 12,9 Prozent auf 261,3 Millionen Euro steigern. Zwar beruht der Zuwachs primär auf Sonderzahlungen, trotzdem monieren Kritiker, dass das Ungleichgewicht zwischen der Vergütung von Topmanagern und der übrigen Belegschaft immer weiter wachse. An der Spitze reiht sich wie im Vorjahr SAP-Chef Christian Klein (45) ein, der mit 16,24 Millionen Euro allerdings fast 3 Millionen Euro weniger bekam als 2024. Die Automanager Ola Källenius (56; 8,8 Millionen Euro) und Oliver Blume (7,4 Millionen Euro) mussten infolge der Krise der deutschen Automobilindustrie Gehaltseinbußen von etwa 30 Prozent hinnehmen. Dennoch lagen ihre Bezüge weiterhin über denen von BMW-Chef Oliver Zipse (62; 6,5 Millionen Euro), dessen Vergütung um 15 Prozent anstieg.
Trumps Irankrieg und die damit einhergehende Blockade der Straße von Hormus haben nicht nur Auswirkungen auf den Schiffsverkehr – auch Fluglinien leiden wegen der hohen Kerosinpreise zunehmend unter dem Nahostkonflikt. Zuletzt gab die Lufthansa bekannt, mit 20.000 gestrichenen Flügen knapp 40.000 Tonnen des teuren Treibstoffs einzusparen. Meine Kollegin Anna Driftschröer hat sich den Kerosinmarkt angeschaut und schildert, welche Länder zuerst von einer Knappheit betroffen sind, wie Raffinerien versuchen gegenzusteuern und was das für die Beschäftigten und Kunden von Fluggesellschaften bedeutet.
Nichts geht mehr auf den letzten Metern: Messegäste in Hannover mussten Anfang der Woche auf alternative Verkehrsmittel umsteigen - Verdi hatte die Öffentlichen lahmgelegt
Foto: Julian Stratenschulte / dpaVielleicht sollte Carsten Spohr mal wieder nach Hannover reisen. Dort hätte er Montag und Dienstag sehen können, wozu Verdi andernorts fähig ist. Die Gewerkschaft legte Busse und Bahnen lahm – zur Hannover Messe. Aus dem Messeschnellweg wurde der Messeschleichweg, das Rad war für all die Anzugträger keine Alternative. In der „Hannoverschen Allgemeinen“ brachte ein Taxifahrer die Lage ganz gut auf den Punkt: „Da kommen die Menschen den weiten Weg aus Amerika und China zu uns, und auf den letzten Metern vom Hauptbahnhof zur Messe geht es nicht voran.“ Wohl dem, der den Rückflug nicht mit Lufthansa gebucht hatte.
Ich hoffe, Sie kommen gut durch die Woche!
Ihr Theodor Harzer
Haben Sie Wünsche, Anregungen, Informationen, um die wir uns journalistisch kümmern sollten? Sie erreichen meine Kolleginnen und Kollegen im Team Mobility und mich unter manage.mobility@manager-magazin.de .
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| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
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| 1 | Volkswagen, Mercedes, Bosch, Tesla: Der Newsletter „manage:mobility“ | 0 | 8.59 | 16-07-2026 |
| 2 | Volkswagen, ZF Friedrichshafen, Porsche, Ionity: Der Newsletter „manage:mobility“ | 0 | 7.54 | 25-06-2026 |
| 3 | BMW, ZF Friedrichshafen, Volkswagen, Porsche, Polestar: Der Newsletter „manage:mobility“ | 0 | 7.56 | 30-07-2026 |
| 4 | ZF Friedrichshafen, Renault, Volkswagen, Tesla: Der Newsletter „manage:mobility“ | 0 | 10 | 02-04-2026 |
| 5 | Elektroautos, Volkswagen, BYD, Tesla, BMW, Sixt: Der Newsletter „manage:mobility“ | 0 | 7.35 | 09-04-2026 |
| 6 | Audi, Tesla, Sixt, Fahrräder – der Newsletter „manage:mobility“ | 0 | 7.94 | 05-03-2026 |
| 7 | BMW, Porsche, Volkswagen, BYD, Tui, Christian Lindner und Joe Kaeser: Der Newsletter „manage:mobility“ | 0 | 7.64 | 30-04-2026 |
| 8 | BMW, Porsche, VW, Nextbike, Aumovio: Der Newsletter „manage:mobility“ | 0 | 6.48 | 14-05-2026 |
| 9 | Audi, BMW, Volkswagen, Continental, Europcar: Der Newsletter „manage:mobility“ | 0 | 10 | 21-05-2026 |
| 10 | Volkswagen, Xpeng, VW, Swapfiets: Der Newsletter „manage:mobility“ | 0 | 9.23 | 11-06-2026 |