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ZF Friedrichshafen, Renault, Volkswagen, Tesla: Der Newsletter „manage:mobility“

Дата публикации: 02-04-2026 05:07:00

Warum den neuen Renault-Chef das Aus vom „Verbrenner-Aus“ alarmiert, wie ein Streit um die Eigentümerin von ZF Friedrichshafen auf seinen Höhepunkt zusteuert und welche Folgen der Irankrieg für Airlines hat – das und mehr erfahren Sie in der neuen Ausgabe von „manage:mobility“.

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Liebe Leserin, lieber Leser,

während andere zuletzt unsanft aus ihren Luxusträumen erwacht sind, setzt Luca de Meo (58) seit wenigen Monaten voll auf die Bling-Bling-Karte. Nach über 30 Jahren in der Autoindustrie gibt der viel herumgekommene Italiener nun für Gucci Gummi. De Meo soll den Luxuskonzern Kering sanieren – und mein Kollege Martin Mehringer hat sich angesehen, wie er diese Aufgabe angeht .

Statt für Tüll und Täschchen bleibt dieser Newsletter aber natürlich ein Hort für alles was fährt und fliegt. Wir werfen deshalb einen Blick in de Meos Vergangenheit. Vor seinem Autoausstieg hatte der Manager Renault geführt. Inzwischen hat dort François Provost (57) das Sagen. Unter de Meo hatte sich der schwer angeschlagene französische Autobauer berappelt, seit seinem Abgang stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll. Was nun, Monsieur Provost? Wir haben den neuen Renault-Regenten bei seinem ersten Deutschlandbesuch als CEO zum Interview getroffen. Unsere Themen der Woche:

  • Warum den neuen Renault-Chef das Aus vom „Verbrenner-Aus“ alarmiert

  • Wie ein Streit um die Eigentümerin von ZF Friedrichshafen zu eskalieren droht

  • Welche Folgen der Irankrieg für Airlines hat

Thema der Woche: Renault-Chef François Provost im Interview
Wirklich zukunftsfest? Renault-Chef François Provost verpasste seiner Strategie den Titel „futuREady“

Wirklich zukunftsfest? Renault-Chef François Provost verpasste seiner Strategie den Titel „futuREady“

Foto:

Christian Hartmann / REUTERS

Mit Luca de Meo (58) lenkte einer der profiliertesten europäischen Automobilmanager Renault in den vergangenen Jahren durch viele Krisen. Nach de Meos abruptem Abschied im Sommer übernahm François Provost (57) – ein Franzose, der bis dahin vor allem Renault-Kennern ein Begriff gewesen sein dürfte. Zum Einstand erbte er direkt eine Gewinnwarnung. Im Anschluss ließ sich Provost einige Monate Zeit, um seine Strategie zu formen. Im exklusiven Interview spricht er darüber, wie Renault sich in Europa aus eigener Kraft chinesischen Attacken erwehren will, auf welche Partnerschaften er in anderen Regionen setzt und warum die EU ohne eine klare Kursänderung aus seiner Sicht auf eine gigantische Autokatastrophe zusteuert .

Köpfe: Albrecht von Brandenstein-Zeppelin ++ Evelyn Palla ++ Achim Puchert
Trägt schwer an der Gegenwart: Urenkel und Familienoberhaupt Albrecht von Brandenstein-Zeppelin in der Bibliothek von Schloss Mittelbiberach

Trägt schwer an der Gegenwart: Urenkel und Familienoberhaupt Albrecht von Brandenstein-Zeppelin in der Bibliothek von Schloss Mittelbiberach

Foto:

Ilkay Karakurt / manager magazin

  • Die Zeppelin-Stiftung ist bis heute nach ihrem Gründer benannt, dem Luftfahrtpionier Ferdinand Graf von Zeppelin. Seinen Nachfahren gehört sie allerdings seit 1947 nicht mehr; damals wurde die ursprüngliche Stiftung aufgelöst, die Vermögenswerte, im Kern die Aktienmehrheit am Zulieferergiganten ZF Friedrichshafen, gingen an die Stadt Friedrichshafen. Ein solches Bonbon hätte wohl jeder gern, ganz besonders aber: Albrecht von Brandenstein-Zeppelin (75). Zehnmal klagte sich der Grafen-Urenkel seit 2015 durch die Instanzen, um die Stiftung wieder in die Familienhand zurückzuholen, bis dato immer vergeblich. Trotzdem macht der Mann, der als Laienprediger auf Onlinekanälen polarisiert, weiter. Ob im Rathaus oder bei ZF, in Friedrichshafen sind viele vom Zeppelin-Urenkel genervt. Jetzt nimmt das bizarre Bodenseedrama weiter an Fahrt auf .

  • Konkurrenz durch Zeppeline muss die Deutsche Bahn zwar nicht fürchten, die Geschäfte des Staatskonzerns laufen aber auch so mies genug. 2,3 Milliarden Euro Verlust für das Jahr 2025 musste Evelyn Palla (53) bei ihrer ersten Bilanzvorlage als Chefin verkünden. Ehemalige wie aktuelle Vorstände können sich trotzdem über Millionengehälter freuen.

  • Keine ganz leichte Kost hatte Achim Puchert (47) am Dienstag in der Kantine des Daimler-Truck-Werks in Wörth für die Beschäftigten bereitet. Der Vorstand kündigte an, dass der Lkw-Hersteller ein neues Montagewerk im tschechischen Cheb hochziehen und Teile der Wörther Produktion dorthin verlagern werde. Größeres Drama blieb ob der Nachricht aber offenbar aus: Der Betriebsrat trägt die Pläne mit und sieht sie als Teil einer Wachstumsstrategie des Konzerns.

Unternehmen: Lufthansa ++ Tesla ++ Volkswagen ++ Uber
Keine Startfreigabe: Wegen hoher Kerosinkosten und sinkender Passagiernachfrage könnten einige Lufthansa-Flieger länger am Boden bleiben

Keine Startfreigabe: Wegen hoher Kerosinkosten und sinkender Passagiernachfrage könnten einige Lufthansa-Flieger länger am Boden bleiben

Foto: Boris Roessler / dpa

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Newsletter haben, schreiben Sie uns gern an manage.mobility@manager-magazin.de . Ebenso natürlich, wenn Sie Hinweise oder Anregungen zu Recherchen haben. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Zahl der Woche: 8
Aufschlag zum Mittag: Die Spritpreise erreichten am Mittwoch ein neues Jahreshoch

Aufschlag zum Mittag: Die Spritpreise erreichten am Mittwoch ein neues Jahreshoch

Foto: Marijan Murat / dpa

Tankstellen dürfen in Deutschland ab sofort nur noch einmal am Tag um 12 Uhr die Preise für Benzin und Diesel erhöhen. Und das tun die Betreiber allem Anschein nach direkt kräftig. Laut einer Auswertung des ADAC stiegen die Spritpreise am Mittwoch um kurz nach 12 Uhr im Schnitt um knapp 8 Cent pro Liter und erreichten damit einen neuen Höchststand in diesem Jahr. Zapfige Zeiten an der Säule.

Deepdrive: E-Gebrauchtwagen plötzlich gefragt

Heiße Ware waren gebrauchte Elektroautos bis dato eher nicht. Von Fragen zu ihrer Wertstabilität gepeinigt und von der Politik bei Subventionen verschmäht, machten viele Kundinnen und Kunden bislang einen Bogen um die Second-Hand-Stromer. Zynisch ausgedrückt könnten solche Modelle jetzt allerdings zu „Kriegsgewinnern“ werden. Die Spritpreise steigen wie erwähnt immer weiter und siehe da: Plötzlich werden E-Gebrauchtwagen interessant. Laut AutoScout24 ist die Nachfrage auf der Plattform hierzulande im März um 39 Prozent  gestiegen, während Benziner und Diesel in der Kundengunst verlieren.

Geisterfahrer der Woche
Französischkurs verpasst: Air-Canada-Chef Michael Rousseau tritt zurück

Französischkurs verpasst: Air-Canada-Chef Michael Rousseau tritt zurück

Foto: Bloomberg / Getty Images

Selbst wenn man eigentlich nichts Falsches sagt, kann das manchmal verheerend sein. Das musste dieser Tage Michael Rousseau (68) feststellen. Der Air-Canada-Chef war wegen seiner Beileidsbekundung nach dem tödlichen Unfall auf dem LaGuardia-Flughafen in New York voll in den Wind geraten. Nicht, weil er unpassende Worte wählte, sondern die falsche Sprache. Rousseau kondolierte ausschließlich auf Englisch. Kanadas größte Fluggesellschaft hat ihren Sitz aber im französischsprachigen Québec. Klingt nach einer Lappalie, ist in Kanada aber so gewichtig, dass sich selbst die höchsten Politiker des Landes einschalteten. Rousseau geht nun vorzeitig in Rente. Au Backe, oder auch: Au revoir!

Ihnen wünsche ich nun eine ansprechende Woche.

Ihr Christoph Seyerlein

­Haben Sie Wünsche, Anregungen, Informationen, um die wir uns journalistisch kümmern sollten? Sie erreichen meine Kolleginnen und Kollegen im Team Mobility und mich unter manage.mobility@manager-magazin.de .

Unseren Newsletter „manage:mobility“ finden Sie auch hier auf unserer Website.

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