In Dormagen, Krefeld und Leverkusen erschwert Niedrigwasser den Güterumschlag der Chemparks. Eine Investition von Covestro aus dem Jahr 2023 könnte sich nun auszahlen.
Dormagen · In Dormagen, Krefeld und Leverkusen erschwert Niedrigwasser den Güterumschlag der Chemparks. Eine Investition von Covestro aus dem Jahr 2023 könnte sich nun auszahlen.
31.07.2026 , 06:00 Uhr
Der Rhein spielt als Transportweg eine herausragende Rolle für die Chemparks.
Foto: CurrentaDas Niedrigwasser des Rheins aufgrund der anhaltenden Trockenheit macht nicht nur den Fährbetreibern zu schaffen. Auch die Chempark-Betriebe in Dormagen, Krefeld und Leverkusen, die Waren über den Rhein verschiffen oder Rohstoffe angeliefert bekommen, müssen flexibel reagieren. Für den Kunststoffhersteller Covestro dürfte sich eine Investition von vor ein paar Jahren jetzt auszahlen. Der Konzern hatte nämlich 2023 zwei Flachbodenschiffe angeschafft, die bis zu einem Pegelstand von 40 Zentimetern auf dem Rhein unterwegs sein können. Auch bei Spezialchemiekonzern Lanxess liegt die Aufmerksamkeit derzeit verstärkt auf dem Pegelstand des Flusses.
Von Chempark-Betreiber Currenta heißt es: „Der aktuelle Niedrigwasserstand des Rheins führt dazu, dass Schiffe nur mit geringerem Tiefgang fahren und daher weniger Ladung führen können. Deshalb ist es notwendig, entsprechend mehr Schiffe abzufertigen, um dieselbe Menge Ladung wie bei Normalpegel umschlagen zu können.“ Die Be- und Entladevorgänge an den Häfen nehme deshalb zu. Das sei eine Herausforderung für die zuständigen Logistiker.
Grundsätzlich könnten auch Lieferungen auf Schiene und Straße umgelagert werden. „Die Unternehmen im Chempark kennen diese Situation und sind entsprechend darauf vorbereitet“, sagt Currenta-Sprecher Max Laufer. Und er ergänzt: „Die Entscheidung, wie viel Ladung sie führen und mit welchem Tiefgang sie fahren, treffen die Rheinschiffer im Einzelfall selbst. Die Kapitäne kennen ihre Schiffe und den Rhein am besten, um Beladung und Fahrlinie an den jeweiligen Pegelstand anzupassen.“
2019 wurden an den Häfen in Dormagen, Leverkusen und Krefeld insgesamt rund 7,5 Millionen Tonnen Güter über den Wasserweg umgeschlagen – Beleg für die große Bedeutung des Rheins und anderer Flüsse für die Chemparks. Zur Verdeutlichung: Pro Lkw kann man etwa 20 Tonnen Zuladung rechnen, während gängige Schiffstypen auf dem Rhein je nach Ausführung durchaus 2000 Tonnen Fracht bewegen können.
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