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Sport in Dormagen: Neue Halle in Dormagen bekommt 21 Fechtbahnen

Дата публикации: 28-07-2026 04:00:00




Die Planungen stehen vor dem Abschluss. Sie sehen auch ein neues Schwimmbad mit Umkleidebereich sowie eine Einfeldsporthalle vor, die vor allem dem Schul- und Vereinssport zugutekommen sollen.



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Sport in Dormagen Neue Halle in Dormagen bekommt 21 Fechtbahnen

Dormagen · Die Planungen stehen vor dem Abschluss. Sie sehen auch ein neues Schwimmbad mit Umkleidebereich sowie eine Einfeldsporthalle vor, die vor allem dem Schul- und Vereinssport zugutekommen sollen.

28.07.2026 , 06:00 Uhr

Die erfolgreichen Dormagener Fechter bekommen eine moderne Trainingsstätte. Sie soll in Knechtsteden entstehen.

Foto: Heinz J. Zaunbrecher

Für Dormagen ist das geplante Fechtzentrum in Knechtsteden eines der größten Sportprojekte der kommenden Jahre. Mit dem Neubau sollen nicht nur die Zukunft des Bundesstützpunkts im Säbelfechten gesichert, sondern zugleich auch ein neues Schwimmbad und eine Einfeldsporthalle für Schule und Vereinssport entstehen. „Es folgen nun spannende nächste Schritte, der bestehende Kooperationsvertrag mit dem Rhein-Kreis Neuss läuft aus und ein neuer muss verhandelt werden. Dieses Projekt ist uns sehr wichtig, daher werden wir uns dahinter klemmen“, sagt Torsten Spillmann, Kämmerer der Stadt Dormagen.

Inzwischen befindet sich die Entwurfsplanung in ihrer Abschlussphase. Die Pläne sehen einen Gebäudekomplex vor, der mehrere Nutzungen miteinander verbindet. Herzstück ist die neue Säbelfechthalle mit insgesamt 21 Fechtbahnen, von denen 14 dauerhaft installiert und sieben flexibel nutzbar sind. Hinzu kommen ein Kraft- und Multifunktionsraum sowie ein Seminarbereich. Im selben Gebäudekomplex entstehen außerdem ein neues Schwimmbad mit Umkleidebereich sowie eine Einfeldsporthalle, die vor allem dem Schul- und Vereinssport zugutekommen sollen. Beide Nutzungsbereiche bleiben baulich voneinander getrennt, teilen sich aber einzelne Erschließungsflächen und erfüllen die Anforderungen an Barrierefreiheit.

Nach den Entwürfen soll sich das Gebäude harmonisch in den Campus des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden einfügen. Geplant sind ein großzügiger Eingangsbereich, begrünte Aufenthaltsflächen sowie neue Fahrradstellplätze und Stellplätze entlang des Pletschbachs. Auch der Zugang für Schülerinnen und Schüler sowie Sportlerinnen und Sportler wurde in den Planungen berücksichtigt.

Die Finanzierung des Projekts stützt sich auf mehrere Säulen. Für die Fechthalle sollen Fördermittel des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen eingeworben werden. Nachdem der Bund seine Förderquote für Spitzensportstätten auf 45 Prozent angehoben hat, soll das Land weitere 40 Prozent der Kosten übernehmen. Der verbleibende Eigenanteil wird zwischen Rhein-Kreis Neuss und Stadt Dormagen aufgeteilt. Nach aktuellem Stand würde sich der Anteil der Stadt auf rund 2,3 Millionen Euro belaufen. Schwimmbad und Einfeldsporthalle werden dagegen vollständig vom Rhein-Kreis Neuss finanziert.

Der eigentliche Bau soll allerdings erst beginnen, wenn über die Förderanträge entschieden ist. Während dieser Bearbeitungszeit wollen Kreis und Stadt bereits die nächsten organisatorischen Schritte vorbereiten. Geplant sind eine neue Kooperationsvereinbarung für die weiteren Planungsphasen, eine Vereinbarung über die gegenseitigen Verpflichtungen sowie ein Betreibermodell für das künftige Fechtzentrum.

Der Zeitplan sieht zunächst vorbereitende Arbeiten im Jahr 2027 vor. Dazu gehören unter anderem Leitungsarbeiten, Anpassungen am Sportinternat und der Rückbau der bestehenden Sporthalle. Der eigentliche Hochbau für Fechthalle, Schwimmbad und Einfeldsporthalle soll nach derzeitiger Planung zwischen Anfang 2028 und Herbst 2030 erfolgen.

Der Bundesstützpunkt im Säbelfechten in Dormagen gehört seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Trainingsstandorten Deutschlands. Zahlreiche Spitzenathletinnen und -athleten haben ihre Laufbahn in der Chemiestadt begonnen oder trainieren bis heute am Standort. Bereits 2018 hatte der Deutsche Olympische Sportbund deutlich gemacht, dass der Erhalt des Bundesstützpunkts langfristig nur mit einer modernen Trainingsstätte gesichert werden kann. Da das bisherige Vereinsgelände keine Erweiterungsmöglichkeiten bietet, fiel die Entscheidung bereits vor einigen Jahren zugunsten eines Neubaus auf dem Campus Knechtsteden. Stadt Dormagen und Rhein-Kreis Neuss hatten dafür 2020 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.

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