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Dormagen erlebt Dürresommer: Dormagen erlebt Dürresommer

Дата публикации: 05-08-2026 04:00:00




Im Juli fielen in Zons nur 12,2 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Vorjahr waren es fast fünfmal so viel. Landwirte kämpfen um ihre Ernte. Und der Rhein – sonst Lebensader der Stadt – ist nur noch ein trauriges Rinnsaal. Die Auswirkungen der Trockenheit in Dormagen.



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Dormagen erlebt Dürresommer Dormagen erlebt Dürresommer

Dormagen · Im Juli fielen in Zons nur 12,2 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Vorjahr waren es fast fünfmal so viel. Landwirte kämpfen um ihre Ernte. Und der Rhein – sonst Lebensader der Stadt – ist nur noch ein trauriges Rinnsaal. Die Auswirkungen der Trockenheit in Dormagen.

05.08.2026 , 06:00 Uhr

Die Trockenheit der vergangenen Wochen zeigt sich in Dormagen sehr deutlich auch am Rhein.

Foto: Friederike Hilgers

Das bisschen Regen am Montagabend konnte dann auch nichts mehr wettmachen: Dormagen ist zu trocken, die ganze Stadt hat Durst. Der Sommer meint es insbesondere mit der Natur in diesem Jahr nicht gut – immer wieder klettert das Thermometer auf deutlich über 30 Grad, Regen bleibt eine Seltenheit. Konkret macht es die Wetterstation Dormagen-Zons, eine der wenigen lokalen Messstellen des deutschen Wetterdienstes im Rhein-Kreis Neuss. Im Juli waren es gerade einmal 12,2 Liter Regen pro Quadratmeter, die in Zons runtergekommen sind. Im Vorjahr waren es 59,4 Liter, in 2024 sogar 65,3 Liter pro Quadratmeter.

Das beschäftigt natürlich auch die Landwirte. Überall stehen in diesen Tagen große Bewässerungsanlagen auf Dormagens Feldern. Das kostet die Landwirte Geld – und vor allem auch Zeit, wie Willi Feiser verdeutlicht: „Bei uns im Betrieb sind zwei Leute seit Wochen nur mit dem beregnen beschäftigt.“ Die Geräte müssten umgestellt werden, immer wieder gehe ein Schlauch oder ein Ventil kaputt. Das alles bedeutet zusätzliche Arbeit für die Landwirte. Aber anders sei es nicht mehr zu stemmen, sagt Feiser. Er erinnere sich an keinen Sommer seines Berufslebens, in dem es so schlimm war. Bei Kartoffeln und Zuckerrüben, prognostiziert Feiser, seien Einbußen zu erwarten. Auch beim Gemüse werde es langsam eng. Den Salat könne man vergessen. „Wir sind in der neunten Woche ohne Regen“, meint der Landwirt, da mache so ein Schauer wie am Freitagabend den Kohl nicht fett. Mindestens zwei bis drei Tage richtigen Landregen brauche es jetzt, um wenigstens den Flachwurzlern etwas Gutes zu tun. „Das hilft kurzfristig auf jeden Fall. Wir können jetzt aber nur abwarten.“

Aktuell ist trotzdem noch Schifffahrt auf dem Rhein. Allerdings haben die Schiffe, die unter anderem auch den Chempark beliefern, nur eine sehr schmale Fahrrinne, in der sie noch genug Wasser unterm Kiel haben.

Aktuell ist trotzdem noch Schifffahrt auf dem Rhein. Allerdings haben die Schiffe, die unter anderem auch den Chempark beliefern, nur eine sehr schmale Fahrrinne, in der sie noch genug Wasser unterm Kiel haben.

Foto: Friederike Hilgers

Aber nicht nur auf den Feldern fehlt das Wasser – auch der Rhein sieht in diesen Tagen eher nach einem traurigen Rinnsal aus. An der Kläranlage in Rheinfeld muss man schon ungewöhnlich nah an den Fluss ran, um ihn überhaupt zu sehen. Am frühen Dienstagmorgen lag der Rheinpegel Köln, der auch für Dormagen maßgeblich ist, bei 68 Zentimetern. Für die kommenden Tage fallen die Prognosen noch dramatischer aus: Am Samstagabend ist demnach mit einem Pegel von nur noch 60 Zentimetern zu rechnen. Die Schiffe fuhren am Dienstag trotzdem noch. In Zons waren insbesondere Familien mit kleinen Kindern unterwegs, die die wenn auch nur wenig beladenen Frachtschiffe bestaunten. Da wo diese Schiffe sonst Wellen schlagen, knirscht aktuell aber der Kies unter den Füßen – so weit hat sich der Rhein zurückgezogen.

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