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Neue Sitze und mehr: Wie Händler und Kunden den Wochenmarkt beurteilen

Дата публикации: 03-08-2026 03:00:00

Neue Sitze, neue Hecke und mehr: Die Veränderungen sollen den Wochenmarkt in Bremen-Huchting attraktiver machen. Zwischen Obststand und Käsehuus erzählen Kunden und Händler, wie sie den Markt beurteilen.

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Veränderung in Bremen-Huchting Neue Sitze und mehr: Wie Händler und Kunden den Wochenmarkt beurteilen

Neue Sitze, neue Hecke und mehr: Die Veränderungen sollen den Wochenmarkt in Bremen-Huchting attraktiver machen. Zwischen Obststand und Käsehuus erzählen Kunden und Händler, wie sie den Markt beurteilen.

Sylvia Rothe (links) kauft am liebsten auf dem Wochenmarkt Huchting ein – diesmal bei Gaby Sterbies, mit ihrem Gemüsestand seit 50 Jahren dort verkauft.

Sylvia Rothe (links) kauft am liebsten auf dem Wochenmarkt Huchting ein – diesmal bei Gaby Sterbies, mit ihrem Gemüsestand seit 50 Jahren dort verkauft. Roland Scheitz

„Der Markt ist spitzenmäßig! Wehe, der wird hier weggenommen!“ Sylvia Rothe verteidigt den Huchtinger Wochenmarkt mit Vehemenz. Sie ist nach der Wende 1990 nach Bremen, nach Huchting, gezogen und ganz in diesem Stadtteil aufgegangen. Vor einigen Jahren ist sie in eine Wohnung direkt gegenüber des Wochenmarktes gezogen, und seither ist der Wochenmarkt an der Straßenecke Am Sodenmatt und Heinrich-Plett-Allee ihre bevorzugte Quelle für frische Ware.

Gespräche am Obststand

Gerade steht sie am Obst- und Gemüsestand von Gaby Sterbies, die seit etwa 50 Jahren auf dem Wochenmarkt mittwochs, freitags und samstags Obst, Gemüse und frische Kräuter verkauft. Hier bekommt Rothe nicht nur das leckere Obst aus deutschen Landen, sondern auch ein Update darüber, was in Huchting so los ist. „Es ist hier vielleicht etwas teurer, aber die Qualität, die hier geboten wird, ist sehr gut. Jetzt sind ja auch noch ein paar Stände dazugekommen – leider hat heute aber der Fisch Urlaub.“ Sylvia Rothe und Gaby Sterbies lachen vergnügt.

Bernd Feldhaus kommt mit seinem Geflügelstand aus Goldenstedt.

Bernd Feldhaus kommt mit seinem Geflügelstand aus Goldenstedt.

Foto: Roland Scheitz

Freitags kommt nämlich immer Inge Flach mit ihrem Fisch- und Fischfeinkoststand nach Huchting, jetzt aber müssen die Kunden auf Bückling, Makrele und Co. ein wenig warten oder aber zu Al‘s Fisch, der immer mittwochs auf dem Markt ist, ausweichen. „Er hat immer leckeren Kibbeling, der kann dann hier an einem Tisch genossen werden“, weiß Gaby Sterbies. Kibbeling ist ein traditionelles niederländisches Fischgericht, bei dem Fischfilets in mundgerechte Stücke geschnitten, in Backteig getaucht und frittiert werden.

Netter als hier kann man gar nicht sein.

Gaby Sterbies, Wochenmarkt-Huchting-Händlerin

Die Einkaufstasche von Sylvia Rothe ist bereits gut gefüllt. Mit ihrem Besuch am Obst- und Gemüsestand ist ihr Wocheneinkauf erledigt. Beim Käsehuus hat sie ihren Lieblingskäse erstanden und bei Bernd Feldhaus Geflügelwurst gekauft. Brot und Gebäck bezieht sie von der Bäckerei Orlamünde. Und zu jeder Kauftransaktion gibt es ein freundliches Gespräch. „Netter als hier kann man gar nicht sein“, lacht Gaby Sterbies, und Sylvia Rothe stimmt ihr zu.

Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Heinrich-Plett-Allee ist endlich auch der Wochenmarkt Huchting wieder ohne große Umwege zu erreichen. Das Thema Straßenbahnausbau ist trotzdem noch immer Gegenstand der Gespräche auf dem Markt. Und manchem Huchtinger geht beim Einkauf an den Marktständen über die lange Bauzeit und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten der Hut hoch.

Im Stadtentwicklungsausschuss hatte der Beirat Maßnahmen beschlossen, den Wochenmarkt für die Huchtinger Bürgerinnen und Bürger attraktiver zu gestalten. Dazu gehörte auch, die Altglascontainer von fünf auf drei zu reduzieren und den Elektroschrottcontainer ganz zu entfernen. Auch die Altkleidercontainer mussten weichen. Für die Händler auf dem Wochenmarkt eine Verbesserung, denn übervolle Container luden immer wieder zur Vermüllung ein.

Tisch, Bänke und Hecke sollen Wochenmarkt aufwerten

Die Hecke, die den Wochenmarkt zu den dahinterliegenden Einfamilienhäusern abgrenzt, wurde ebenfalls beschnitten, sodass nunmehr auch erweiterte Parkflächen genutzt werden können. Zur Heinrich-Plett-Allee hin hatte das Consult Team Bremen (CTB) eine Einfassung des Marktes mit Betonklötzen, die auch als Sitzgelegenheiten genutzt werden können, installiert. Hier ist angedacht, diese Betonklötze mit Holzauflagen zu versehen, um so die Aufenthaltsqualität noch weiter zu verbessern.

Tjark Beckmann steht mit seinem Fleischstand erst seit Kurzem in Huchting und will dauerhaft bleiben.

Tjark Beckmann steht mit seinem Fleischstand erst seit Kurzem in Huchting und will dauerhaft bleiben.

Foto: Roland Scheitz

Jetzt fehlt noch die barrierefreie Zuwegung zum Sitzbereich, die es auch den Bewohnern des nahe gelegenen Awo-Integra-Wohnheimes möglich machen soll, den Sitzbereich zu erreichen. An Biergartengarnituren sollen künftig Marktbesucher einen kleinen Imbiss verzehren können, der zuvor bei den Händlern erworben wurde. Vorsorglich wurde bereits ein neuer Mülleimer aufgestellt, und im Sommer soll ein Trinkwasserbrunnen am Sodenmattmarkt entstehen – der zweite in Huchting.

Seit Juni ist Tjark Beckmann aus Schwanewede mit Fleisch, Wurst, Feinkost und Käse dazugestoßen. Er sei zunächst einmal ein paar Wochen zum Schnuppern auf den Wochenmarkt gekommen, erzählt er freundlich. Die nette Gemeinschaft der anderen Händler und die interessierte Kundschaft habe ihn überzeugt: „Ich bin jetzt dauerhaft hier anzutreffen.“

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