Egal ob Sparkasse, DHL oder PayPal: Kriminelle missbrauchen bekannte Namen für Phishing. Eine Analyse von Milliarden Betrugsversuchen zeigt, dass gefälschte Mails und Webseiten weiterhin die größte Gefahr sind.
Phishing bleibt die häufigste Betrugsmasche: Fast jeder vierte Betrugsfall entfällt darauf.
Foto: filo Creative/GettyImages, COMPUTER BILD (KI generiert)
Egal ob Sparkasse, DHL oder PayPal: Kriminelle missbrauchen bekannte Namen für Phishing. Eine Analyse von Milliarden Betrugsversuchen zeigt, dass gefälschte Mails und Webseiten weiterhin die größte Gefahr sind.
Für den Report analysierte Bitdefender Milliarden von Betrugsversuchen aus dem Jahr 2025. Das Ergebnis: Phishing macht 24,5 Prozent aller erfassten Scam-Kategorien aus und liegt damit deutlich vor Finanz- und Investmentbetrug (10,7 Prozent),
Fake-Shopsund betrügerischer Werbung (9,3 Prozent) sowie Social-Media-Betrug (7 Prozent).
"Phishing bleibt der universelle Zustellmechanismus der Betrugsindustrie, weil es über nahezu jeden Kommunikationskanal funktioniert: E-Mail, Messenger-Dienste, gefälschte Webseiten, Online-Werbung oder SMS. Die Methode ist kostengünstig, leicht an lokale Gegebenheiten anpassbar und vor allem deshalb erfolgreich, weil sie zunächst die Aufmerksamkeit des Menschen angreift – nicht sein Gerät", sagt Bogdan Botezatu, Senior Director Threat Research bei Bitdefender.
Trotz des Booms von KI-Betrug,
Fake-Anrufenund
WhatsApp-Fallenbleibt klassisches Phishing somit die wichtigste Waffe der Cyberkriminellen.
Bei Phishing versuchen Betrüger, ihre Opfer über gefälschte Nachrichten, Webseiten oder E-Mails zur Preisgabe sensibler Daten zu bewegen. Besonders häufig werden dabei bekannte Marken, Paketdienste,
Banken,
Bezahldiensteoder Online-Händler wie
Amazonimitiert.
Laut Bitdefender ist Phishing nicht nur in bestimmten Ländern verbreitet. Während einzelne Scam-Arten regional stark schwanken, bleibt Phishing weltweit konstant auf einem hohen Niveau. Die Betrugsmasche dominiert weltweit und gehört in nahezu allen untersuchten Regionen zu den größten Bedrohungen. Der Report spricht von einer
globalen Betrugsindustrie, die grenzüberschreitend agiert und dabei zunehmend professionell organisiert ist.
Die Studie zeigt außerdem, dass viele Betrugsmodelle inzwischen kanalübergreifend funktionieren. Kriminelle kombinieren E-Mails, SMS, Messenger-Nachrichten und Webseiten, um potenzielle Opfer zu erreichen. Mithilfe von KI lassen sich gefälschte Inhalte heute schneller und überzeugender erstellen als noch vor wenigen Jahren.
Experten raten dazu, Links in E-Mails, SMS oder Messenger-Nachrichten grundsätzlich kritisch zu prüfen. Besonders vorsichtig sollten Nutzer sein, wenn angeblich dringender Handlungsbedarf besteht oder Zugangsdaten, TANs und Kreditkarteninformationen abgefragt werden.
Wer unsicher ist, sollte Webseiten nicht über Links in Nachrichten öffnen, sondern die Adresse selbst in den Browser eingeben. Zudem empfiehlt sich die Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Online-Konten.
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