Betrüger geben sich per SMS als Banken aus und setzen ihre Opfer unter Druck. Eine neue Studie zeigt, wie verbreitet die Masche ist.
Gefälschte Bank-SMS können erheblichen Schaden anrichten.
Foto: Sparkasse, COMPUTER BILD (KI generiert)
Betrüger geben sich per SMS als Banken aus und setzen ihre Opfer unter Druck. Eine neue Studie zeigt, wie verbreitet die Masche ist.
Eine angeblich gesperrte Kreditkarte, verdächtige Kontobewegungen oder eine dringende Sicherheitsprüfung: Betrüger nutzen SMS immer häufiger, um an sensible Bankdaten ihrer Opfer zu gelangen. Eine neue Studie von Bitdefender zeigt, dass Finanzbetrug weltweit zu den häufigsten Betrugsmaschen gehört.
Für den "
Global Scam Intelligence Report 2026" analysierte Bitdefender Milliarden von Betrugsversuchen aus dem Jahr 2025. Dabei machten Finanz- und Investmentbetrügereien 10,7 Prozent aller erfassten Scam-Kategorien aus. Damit gehört die Masche weltweit zu den größten Betrugsfeldern.
Besonders gefährlich sind
Betrugsversucheper SMS. Die Nachrichten erscheinen direkt auf dem Smartphone und wirken oft deutlich vertrauenswürdiger als klassische
Spam-Mails.
"Finanzbetrug per SMS ist besonders gefährlich, weil er einen der vertrauenswürdigsten und unmittelbarsten Kommunikationskanäle nutzt. Eine kurze Nachricht, die scheinbar von einer Bank stammt, kann Menschen dazu verleiten, sofort zu handeln – noch bevor sie den Absender, den enthaltenen Link oder die Legitimität der Anfrage überprüft haben", sagt Bogdan Botezatu, Senior Director Threat Research bei Bitdefender.
Die Täter geben sich häufig als Banken, Kreditkartenanbieter oder Bezahldienste aus. Durch
Spoofingerscheinen die falschen Nachrichten teilweise sogar im selben Chat wie die echten. Mit angeblichen Sicherheitswarnungen oder Kontoproblemen versuchen sie, ihre Opfer unter Druck zu setzen.
Typischerweise enthält die SMS einen Link zu einer vermeintlichen Bank-Webseite. Dort sollen Nutzer ihre Zugangsdaten bestätigen, eine Kreditkarte entsperren oder eine verdächtige Transaktion überprüfen. Tatsächlich landen die Opfer jedoch auf gefälschten Webseiten, die den Originalen oft täuschend ähnlich sehen. Geben Nutzer dort ihre Daten ein, gelangen diese direkt in die Hände der Betrüger. Besonders gefährlich wird es, wenn Kriminelle zusätzlich TANs oder Einmalcodes abgreifen. Manche Angreifer lösen auch im Hintergrund direkt Überweisungen aus und fordern die Besitzer der Konten dazu auf, die kommende Abfrage zu bestätigen – angeblich zur Verifizierung.
Experten raten dazu, Links in SMS grundsätzlich kritisch zu prüfen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn:
Wer unsicher ist, sollte seine Bank niemals über einen Link in einer SMS kontaktieren, sondern die offizielle Banking-App oder die bekannte Internetadresse nutzen. Die wichtigste Regel: Banken fordern sensible Zugangsdaten oder TANs grundsätzlich nicht per SMS an.
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