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Prime Day 2026: So schützen Sie sich vor Fake-Shops, Phishing und KI-Betrug

Дата публикации: 21-06-2026 08:30:00

Online-Betrüger nutzen Rabattaktionen wie den Prime Day gezielt aus. Eine aktuelle McAfee-Studie zeigt: Viele Verbraucher lassen bei vermeintlichen Schnäppchen ihre Vorsicht sinken – mit teuren Folgen.

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Internetbetrüger nutzen Prime Day für Abzockmaschen

Auch Betrüger sind rund um den Prime Day unterwegs. COMPUTER BILD erklärt, wie Sie sich schützen.

Foto: Amazon, Richard Drury / Getty Images

Online-Betrüger nutzen Rabattaktionen wie den Prime Day gezielt aus. Eine aktuelle McAfee-Studie zeigt: Viele Verbraucher lassen bei vermeintlichen Schnäppchen ihre Vorsicht sinken – mit teuren Folgen.

Wenn Amazon, MediaMarkt oder andere Händler mit großen Rabattaktionen locken, freuen sich Schnäppchenjäger über günstige Preise. Doch nicht nur Verbraucher fiebern solchen Aktionen entgegen. Auch Cyberkriminelle nutzen Shopping-Events wie den bevorstehenden

Prime Day

gezielt für ihre

Betrugsmaschen

. Eine aktuelle Untersuchung des Sicherheitsanbieters

McAfee

zeigt, wie gravierend das Problem inzwischen ist. Demnach hat bereits jeder dritte Verbraucher in Deutschland beim Onlineshopping Geld durch Betrug verloren.

Millionenverluste durch Onlineshopping-Betrug

Laut der im Mai 2026 durchgeführten Umfrage unter 1000 deutschen Verbrauchern und Verbraucherinnen haben bereits 33 Prozent Erfahrungen mit Onlineshopping-Betrug gemacht. Besonders bitter: 62 Prozent der Betroffenen verloren dabei mehr als 100 Euro. Mehr als die Hälfte der Opfer (55 Prozent) erhielt keinen Cent des verlorenen Geldes zurück.

Sparzwang macht Verbraucher anfälliger

Steigende Lebenshaltungskosten sorgen offenbar dafür, dass viele Menschen bei der Schnäppchenjagd größere Risiken eingehen. Für 69 Prozent der Befragten steht inzwischen der günstigste Preis an erster Stelle. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) investieren deutlich mehr Zeit in die Suche nach Angeboten als in den vergangenen Jahren. Gleichzeitig sinkt bei manchen die Vorsicht:

  • 32 Prozent würden einem besonders günstigen Angebot vertrauen, ohne es vorher zu überprüfen.
  • 37 Prozent kaufen eher bei unbekannten Onlineshops ein, wenn der Preise niedriger ist.
  • 18 Prozent fühlen sich durch die Angst vor steigenden Preisen unter Druck gesetzt, schnell zuzuschlagen.
  • 17 Prozent verzichten auf eine Überprüfung des Händlers, wenn das Angebot besonders attraktiv erscheint.

Diese Betrugsmaschen treten besonders häufig auf

Kriminelle setzen vor allem auf bekannte Methoden, die rund um große Rabattaktionen verstärkt auftreten. Besonders verbreitet sind laut McAfee:

  1. gefälschte Paket- und Zustellbenachrichtigungen (24 Prozent),
  2. Aufforderungen zur Preisgabe von Zahlungs- oder Kontodaten (23 Prozent),
  3. verdächtige Sicherheitswarnungen oder angebliche Kontoverifizierungen (22 Prozent),
  4. künstlicher Zeitdruck durch angeblich auslaufende Angebote (22 Prozent),
  5. dubiose Rabattcodes und Blitzangebote (20 Prozent),
  6. Nachrichten im Namen bekannter Händler wegen angeblicher Konto- oder Bestellprobleme (18 Prozent) und
  7. gefälschte Versand-Updates oder Bestellbestätigungen (13 Prozent).

Die Nachrichten erreichen potenzielle Opfer meist per E-Mail, SMS, Messenger, Social Media oder über täuschend echt gestaltete Fake-Websites.

KI macht Betrugsversuche immer überzeugender

Besonders problematisch: Moderne KI-Werkzeuge erleichtern es Betrügern, professionelle Phishing-Mails, gefälschte Websites und manipulierte Bewertungen in großer Zahl zu erstellen. Dadurch sind Betrugsversuche immer schwerer zu erkennen. Selbst erfahrene Nutzer und Nutzerinnen können auf professionell gestaltete Fälschungen hereinfallen, wenn sie unter Zeitdruck stehen oder ein besonders attraktives Angebot entdecken.

So schützen Sie sich beim Online-Shopping

Wer bei Rabattaktionen sicher einkaufen möchte, sollte einige Grundregeln beachten:

  • Prüfen Sie die Internetadresse eines Shops genau.
  • Kaufen Sie möglichst direkt bei bekannten Händlern und Marken.
  • Klicken Sie nicht auf Links in unerwarteten E-Mails oder SMS.
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Konten.
  • Nutzen Sie starke, einzigartige Passwörter und einen Passwort-Manager.
  • Achten Sie auf verschlüsselte Verbindungen (https://).
  • Prüfen Sie unbekannte Shops mit dem Fakeshop-Finder.
  • Hinterfragen Sie extreme Rabatte und künstlichen Zeitdruck.

Ein besonders wichtiger Grundsatz: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch.

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