Der Mariä Geburtsmarkt in Lebach zählt zu den größten und ältesten Märkten in der Region. Doch Lebachs kulturelles Aushängeschild hat seit Jahren mit Problemen, wie einer sinkenden Zahl an Händlern zu kämpfen. Die Organisatoren planen für dieses Jahr daher zahlreiche Neuerungen.
Lebach · Der Mariä Geburtsmarkt in Lebach zählt zu den größten und ältesten Märkten in der Region. Doch Lebachs kulturelles Aushängeschild hat seit Jahren mit Problemen, wie einer sinkenden Zahl an Händlern zu kämpfen. Die Organisatoren planen für dieses Jahr daher zahlreiche Neuerungen.
Aushängeschild der Stadt: Lebachs Mariä Geburtsmarkt lockt seit vielen Jahren immer wieder zahlreiche Besucher in die Stadt. Doch die Traditionsveranstaltung hat schon seit Längerem mit einer sinkenden Zahl an Händlern und einer dadurch sinkenden Vielfalt zu kämpfen. Für dieses Jahr haben die Organisatoren daher zahlreiche Neuerungen geplant.
Foto: Tom PetersonSeit vielen Jahrzehnten schon lockt der Mariä Geburtsmarkt die Menschen jedes Jahr nach Lebach. Der „höchste Feiertag“, wie er von den Lebachern genannt wird, zählt zu den ältesten Märkten in der Region. Urkundlich wurde die Veranstaltung – die einst als Viehmarkt begann, mittlerweile sich aber zu einem großen Krammarkt gewandelt hat – erstmals 1550 erwähnt. Seitdem ist der Mariä Geburtsmarkt fester Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in Lebach. So zog es auch im Vorjahr wieder Tausende Besucher aus dem gesamten Saarland im September in die Theelstadt. Doch seit einigen Jahren hat das kulturelle Aushängeschild von Lebach mit Problemen zu kämpfen.
Die größte Herausforderung: Zuletzt blieben immer mehr Standplätze unbesetzt. Selbst langjährige Marktteilnehmer zogen sich nach und nach zurück. Häufig lag dies zwar nicht am Markt selber, sondern eher in den Folgen der Coronapandemie und mangelndem Nachwuchs begründet. Doch unter Besuchern des Marktes mehrten sich zuletzt immer mehr Stimmen, die daraus sinkende Vielfalt an Händlerständen kritisierten. Eine Entwicklung, die auch im Lebacher Rathaus mit zunehmender Sorge betrachtet wird – und der sich die Verantwortlichen nun entgegenstellen wollen.
Demnach arbeite das Team der Stadtverwaltung „bereits seit Monaten intensiv an einer Neuausrichtung des Marktes“, wie es jetzt in einer Mitteilung der Stadt heißt. Ziel sei es gewesen, den Mariä Geburtsmarkt „wieder breiter aufzustellen, neue Händler zu gewinnen und die Attraktivität für Besucherinnen und Besucher nachhaltig zu steigern“.
Offenbar mit Erfolg: Laut der Stadtverwaltung habe man sämtliche Lücken bei den Standplätzen wieder schließen können. Darüber hinaus habe man mehr als 50 neue Händlerinnen und Händler für den diesjährigen Mariä Geburtsmarkt gewinnen können, sodass sich laut Stadt in diesem Jahr wieder über 200 Stände in der Innenstadt tummeln werden.
Neben vielen bekannten und beliebten Standbetreibern aus der Region soll es zusätzlich jetzt auch Händler aus anderen Regionen, wie etwa Holland, dem Raum Nürnberg, aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen geben – darunter Handwerkskunst, Honigspezialitäten, italienische Salami- und Käsespezialitäten sowie eine Likörmanufaktur. „Die neuen Stände sind über das gesamte Marktgelände von der Tholeyer Straße, durch die Pfarrgasse und die Marktstraße, die Fußgängerzone und den Rathausplatz sowie über die Theelbrücke bis zum Bitcher Platz und in der Pickardstraße verteilt. Gäste sollten sich also ausreichend Zeit nehmen, um die Vielfalt des Angebots zu entdecken“, heißt es in der Mitteilung der Lebacher Verwaltung.
Eine weitere Neuerung ist laut Stadt der neue Gastronomiebereich in der Mitte der Tholeyer Straße im Bereich des Kinos. Dort sollen Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen. Mit dem gastronomischen Angebot wollen die Verantwortlichen nach eigenen Aussagen einen zusätzlichen Treffpunkt innerhalb des Marktgeschehens schaffen und die Möglichkeit bieten, „den Marktbesuch in entspannter Atmosphäre zu genießen“. Erstmals wird dafür auch der „Ebbes von Hei!“-Genussmarkt in den Mariä Geburtsmarkt integriert. Die in der Regionalinitiative organisierten Mitgliedsbetriebe werden konzentriert auf dem Bitcher Platz zu finden sein, wie es heißt.
Zusätzlich wird es in diesem Jahr auch gezielt für Familien ein neues Angebot laut den Organisatoren geben. Erstmals werde es demnach beim Mariä Geburtsmarkt von 14 bis 17 Uhr ein eigenes Kinderprogramm geben. So ist etwa eine Zauber- und Zirkusshow mit Lukas Hefner geplant.
„Wir sind überzeugt, dass die Besucherinnen und Besucher die vielen Neuerungen schätzen werden und freuen uns auf einen lebendigen, abwechslungsreichen und gut besuchten Markt“, sagt der Beigeordnete der Stadt, Fred Metschberger in Vertretung von Bürgermeister Klauspeter Brill. Die positive Resonanz der Händler und die große Zahl an Neuanmeldungen würden zeigen, dass der Mariä Geburtsmarkt weiterhin eine hohe Strahlkraft in der Region besitze. (leis)
Der traditionsreiche Mariä Geburtsmarkt in Lebach startet in diesem Jahr am Dienstag, 15. September.