Manchmal scheitert das Auswandern aus Gründen, die man gar nicht auf dem Plan hatte. So verlässt etwa eine Niederländerin Ibiza wegen ihrer Nussallergie.
Manchmal scheitert das Auswandern aus Gründen, die man gar nicht auf dem Plan hatte. So verlässt etwa eine Niederländerin Ibiza wegen ihrer Nussallergie.
Die niederländische Influencerin Elise Boers (40) lebte mit ihrem Partner und ihren drei Kindern seit 2023 auf der spanischen Insel Ibiza. Nun kehrt sie in ihre Heimat zurück, da sie unter einer schweren Nussallergie leidet.
Sie habe immer häufiger allergische Reaktionen gehabt, „weil es oft in das Essen eingebaut wird, selbst wenn ich es im Restaurant melde“, wird die Niederländerin vom niederländischen „Telegraaf“ zitiert. Besonders gefährlich sei für sie, dass viele Orte auf Ibiza nur schwer erreichbar sind.
„Ein paar Mal musste ich 112 rufen und es hat jedes Mal mindestens eine halbe Stunde gedauert, bis der Krankenwagen kam. Dann kann es für mich einfach vorbei sein“, so Elise.
Nachdem bei ihr zusätzlich eine Pfirsichallergie festgestellt worden war, verlor sie das Vertrauen in das Essen und „lebte jeden Tag in Angst“. Schließlich beschloss die Familie, die Reißleine zu ziehen und die Koffer zu packen. Der Umzug zurück in die Niederlande sei für alle eine schwierige Entscheidung gewesen. „Wir verlassen ein Leben, in dem wir so glücklich waren, für ein Leben, in dem ich mich sicherer fühle“, gestand die Niederländerin laut „Telegraaf“.
Elise Boers ist nicht allein mit ihrem Problem, etwa 3,7 Prozent der Erwachsenen und 4,2 Prozent der Kinder auch in Deutschland haben eine bestätigte Nahrungsmittelallergie. Haselnuss- und Erdnussallergien machen davon einen großen Teil aus. Laut der „Apotheken Umschau“ leiden etwa 1,4 Prozent der Menschen daran. Da viele Betroffene zudem durch Kreuzreaktionen (zum Beispiel gekoppelt an eine Pollenallergie) reagieren, liegt der Anteil aller Personen mit Beschwerden beim Verzehr von Schalenfrüchten oder Erdnüssen in der Bevölkerung noch höher.