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Ruppertshofens Ex-Schultes Thomas Dörr feiert den 70. Geburtstag

Дата публикации: 06-09-2026 09:00:00

24 Jahre hat er als einer der jüngsten Bürgermeister einst die Geschicke der Gemeinde gelenkt. Wie er sein zweites Leben als "Pensionär" gestaltet hat.

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Stand: 06.09.2026, 11:01 Uhr

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1983 kam Thomas Dörr nach Ruppertshofen und ist der Gemeinde nach 24 Bürgermeisterjahren treu geblieben.

1983 kam Thomas Dörr nach Ruppertshofen und ist der Gemeinde nach 24 Bürgermeisterjahren treu geblieben. © Anke Schwörer-Haag

24 Jahre hat er als einer der jüngsten Bürgermeister einst die Geschicke der Gemeinde gelenkt. Wie er sein zweites Leben als "Pensionär" gestaltet hat.

Ruppertshofen. Fast ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Thomas Dörr nach Ruppertshofen kam. 27 Jahre war er damals alt und wurde – als einer der jüngsten im Land – zum Bürgermeister gewählt. Von 1983 bis 2007 hatte er dieses Amt inne. Den Chefsessel im Rathaus hat er nach diesen 24 Jahren weitergegeben, der Gemeinde ist er treu geblieben. Bei bester Gesundheit feiert der zweifache Vater und doppelte Opa an diesem Sonntag, 6. September, im Kreis der Familie seinen 70. Geburtstag.

Einer, der weitermacht

„Mir geht es gut“, blickt der Jubilar nicht nur auf seine Zeit als Schultes, sondern auch auf die inzwischen fast 20 folgenden Jahre zurück. Anfangs sei es schon eine Umstellung gewesen, vom Bürgermeisterbüro zurück auf die Schulbank. Denn als Pensionär hat der damals 51-Jährige sich nach seinem freiwilligen Rücktritt nie gesehen. Eher als einer der weitermacht mit dem, was ihm schon immer den größten Spaß gemacht habe: Mit Menschen umgehen, Verhandlungen führen, Bauplätze verkaufen. Also absolviert Thomas Dörr die Kurzausbildung zum Versicherungskaufmann und kann dabei zurückgreifen auf sein Business-Studium an der BHBW Heidenheim, das er von 1996 bis 1999 während seiner Bürgermeisterzeit berufsbegleitend abgeschlossen hatte. Zunächst arbeitet er dann bei einem der Branchenriesen; 2011 macht er sich selbstständig als Immobilienmakler und unabhängiger Versicherungsberater. Mund-zu-Mundpropaganda beschert ihm ausreichend Kundschaft. Erst in den letzten Jahren seien die Rahmenbedingungen schwieriger geworden, bilanziert er.

Nah an der Lebenswirklichkeit

Zeit für sein wichtigstes Ehrenamt hat sich Thomas Dörr trotzdem immer genommen. 1989 beerbt er seinen Bürgermeister-Vorgänger Walter Zepf als Vorsitzender des Rot-Kreuz-Ortsvereins Schwäbischer Wald. Seine „Sach-, Führungs- und Sozialkompetenz“ loben die Laudatoren, als er nach fast 30 Jahren dieses Amt an die nächste Generation weitergibt. Als „Impulsgeber nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen“ hatte Thomas Dörr gemeinsam mit den Kollegen Dieter Gerstlauer und Ulrich Baum das DRK-Bürgermobil ins Leben gerufen – eines der ersten des später viel kopierten Konzepts. Noch immer engagiert Thomas Dörr sich im Pool der Fahrer und wirbt diesbezüglich gerne neue Mitstreiter.

Langeweile nie ein Thema

Nicht nur die Enkelkinder halten ihn jung. Auch für das Studium der Bibel nimmt er sich Zeit. Obendrein viel Sport – Walken und Radfahren – und besonders seine Leidenschaft für den Wald und die Jagd lassen Langeweile im Leben des Jubilars kein Thema sein. Eine Alpenüberquerung steht ebenso auf der Wunschliste wie Kurzreisen innerhalb Europas. „Es waren schöne Zeiten“, beschreibt er seine Bürgermeisterjahre besonders mit dem Blick auf die Kontakte zu Bürgern oder die kreativen Möglichkeiten, Projekte anzupacken, umzusetzen und so Ruppertshofen zur netten Landgemeinde mit rund 2000 Einwohnern umzugestalten. Heute wieder Bürgermeister sein? Das kann und will sich Thomas Dörr nicht vorstellen. „Die Aufgaben sind anders, die Finanzmasse kleiner, die Ansprüche höher“, beobachtet er. Und dass das individuelle Interesse leider oft vor dem Gemeinschaftsinteresse rangiere. Da werde sich in den nächsten zehn Jahren vieles ändern, glaubt er und hofft, dass Not weiterhin erfinderisch macht und die Bürger zusammenschweiße.

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