Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Rekord-Tief der Gasspeicher sorgt für „hohe Nervosität“

Дата публикации: 21-08-2026 04:32:00

Die deutschen Gasspeicher sind so leer wie lange nicht um diese Jahreszeit. Offiziell ist das kein Problem. Hinter den Kulissen soll es brodeln.

Основное содержимое страницы с новостью.

Die deutschen Gasspeicher sind so leer wie lange nicht um diese Jahreszeit. Offiziell ist das kein Problem. Hinter den Kulissen soll es brodeln.

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) soll eine „hohe Nervosität“ grassieren. Die Gashändler seien dazu aufgefordert worden, mehr Gas einzuspeichern. Laut dem „Tagesspiegel“ zehren die Energiekrise vom Persischen Golf und die niedrigen Füllstände an den Nerven der politischen Verantwortlichen. Auf der anderen Seite warnen die Verbraucherschützer vor steigenden Gaspreisen. Dabei gibt die Bundesnetzagentur eigentlich seit Wochen Entwarnung. Was steckt hinter dem Gas-Chaos?

Die Gasspeicher-Füllstände in Zahlen:

  • Zum 1. Februar müssen die meisten Gasspeicher zu 30 Prozent gefüllt sein
  • Ausnahmen davon sind die Speicher in Bierwang, Breitbrunn, Inzenham-West und Wolfersberg, die zu 40 Prozent gefüllt sein müssen
  • Zum 1. November müssen die Gasspeicher zu 80 Prozent gefüllt sein
  • Ausnahmen davon sind die Anlagen in Bad Lauchstädt, Frankenthal, Hähnlein, Rehden, Stockstadt und Uelsen, die zu 45 Prozent gefüllt sein müssen
  • Aktueller Füllstand (18. August): Knapp über 50 Prozent
Massive Teuerung bei Großhandel-Gas

Für viele der aktuell durch die Medien gehenden Warnungen sind die hohen EU-Gaspreise an der niederländischen TTF-Börse verantwortlich. Die Frontmonatskontrakte stehen bei um die 64 Euro pro Megawattstunde und sind damit so teuer wie seit Januar 2023 nicht mehr. Händler gehen zunehmend davon aus, dass die Straße von Hormus den ganzen Winter über blockiert sein könnte.

ANZEIGE

ANZEIGE

„Der Markt steht vor der Möglichkeit volatiler Preise über die kommenden Monate“, sagt die Gasmarkt-Expertin Natasha Fielding von Argus Media dazu, die schon im Februar vor genau dieser Entwicklung gewarnt hatte. „Neue Kommentare von US-Präsident Donald Trump haben weitere Sorgen angefacht, dass Europa die herausforderndste Winter-Gas-Saison seit 2022 erleben könnte.“

Trump hatte sich über die vergangenen Monate gewohnt wankelmütig gezeigt, zuletzt aber gesagt, dass derzeit keine neuen Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA stattfänden. Die gewaltigen Mengen an Öl und Gas, die üblicherweise durch die Straße von Hormus kommen, bleiben also gesperrt.

Hormus-Krise schlägt auf Verbraucher durch

Wichtig bei der ganzen Problematik: Es stand von vornherein fest, dass die Krise an der Straße von Hormus irgendwann genau diese Auswirkungen haben würde. Den Januar 2023 erwähnt Fielding darum, weil damals die extremen Preisspitzen vom Ukraine-Krieg zurückgegangen waren.

Energieunternehmen hatten über die Frühlings- und Sommermonate des Öfteren mitgeteilt, dass sie noch von den niedrigen Gaspreisen aus Zeiten der niedrigen Preise von 2024 und 2025 zehren konnten. Hinzu kommt, dass viele Industrieländer ihre eisernen Reserven angezapft haben, darunter die USA und Deutschland. Die Freigabe von vielen Millionen Barrel (1 Barrel entspricht 159 Litern) Öl hat erheblichen Druck vom Markt genommen. All das trägt dazu bei, dass die Hormus-Krise erst jetzt anfängt, voll durchzuschlagen.

Deutschlands Gasspeicher werden nicht voll

Zusätzlich zur Hormus-Krise gibt es aber noch ein zweites Problem, das die deutschen Gasspeicher leerer hält als sie sein sollten: die Füllstandsvorgaben. Weil die Gasspeicher bis zum November zu 80 Prozent (mit regionalen Unterschieden) gefüllt sein müssen, wissen die Verkäufer, dass sie die Preise hochhalten können. Vor den Füllstandsvorgaben war das anders: Gas wurde auf natürliche Weise im Sommer billiger, weil der Bedarf gefehlt hat, und die Händler konnten billig einkaufen. Im Winter verteuerte sich das Gas, aber da die Speicher schon voll waren, entstand kein Problem.

Die Bundesnetzagentur hat daher wiederholt dazu aufgerufen, dass die Füllstandsvorgaben fallen müssen. Sie hätten ihren Zweck erfüllt, der Gasmarkt sich deutlich gewandelt. Deutschland bezieht viel Gas aus Norwegen, den USA und von europäischen Nachbarn. Außerdem ist es „eng in das europäische Gasverbundsystem eingebunden“, sodass Gas jederzeit flexibel dorthin transportiert werden kann, wo es gebraucht wird.

Laut dem BMWE stehen die Füllstandsvorgaben auf dem Prüfstand. „Wir arbeiten an der künftigen Weiterentwicklung der derzeit bestehenden Füllstandsvorgaben in Deutschland“, erklärt eine Sprecherin. Wie das genau aussieht, steht aber noch nicht fest. Nach aktuellem Stand müssten pro Monat 140 mit flüssigem Erdgas (LNG) geladene Tankschiffe Deutschland erreichen, damit die Speicherfüllstände bis November ihre 80 Prozent erreichen.

„Entscheidend für die Versorgungssicherheit ist das Zusammenspiel von Speichern, laufenden Importen, verfügbarer Infrastruktur und Nachfrage.“ – BMWE

Allerdings warnte die Ministeriumssprecherin davor, dass ein längerer Konflikt an der Straße von Hormus die hiesigen Energiepreise beeinflussen kann. Der Wettbewerb um verfügbare Mengen könnte sich verschärfen. Eine ressortübergreifende Taskforce Naher Osten behält das aktuelle Lagebild um die Straße von Hormus im Auge.

„Mit der Zeit werden Preise für Bestandskunden erhöht“

Was das alles für Verbraucher bedeutet, zeigen aktuelle Zahlen des Vergleichsportals Verivox. Haushalten drohen höhere Heizkosten von bis zu 20 Prozent, wenn die Preise im Großhandel auf ihrem jetzigen Niveau bleiben.

Preise des Erdgas-TTF-Frontkontrakts im Zeitverlauf:

  • Vor Ausbruch des Iran-Kriegs: drei Cent pro Kilowattstunde
  • März: bis zu sechs Cent pro Kwh
  • Frühling: Schwankungen zwischen vier und fünf Cent pro Kwh
  • Sommerbeginn: über sechs Cent pro Kwh

„Am schnellsten steigen die Preise für Neukunden“, warnt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. „Mit der Zeit werden aber auch die Preise für Bestandskunden erhöht.“ Seit Anfang März sind die Preise für Neukundenverträge von etwa acht auf zehn Cent pro Kwh geklettert. Ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kwh steigen die Kosten um rund 400 Euro.

„Früher oder später“ erwartet Storck, dass auch Bestandskunden zwischen zehn und 20 Prozent mehr für ihre Verträge bezahlen.

Aber: Gaspreise bei günstigen Neuverträgen sind immer noch niedriger als bei vielen Bestandskunden. Das Vergleichsportal rät darum immer wieder dazu, dass Verbraucher ihren Tarif prüfen und mit anderen Tarifen vergleichen sollten. Je nach Preisgestaltung kann ein Wechsel bares Geld sparen. Tarife mit Preisgarantie können das Preisniveau für den kommenden Winter fixieren – soll heißen, wer schnell ist und sich einen günstigen Neuvertrag mit Garantie schnappt, umgeht weitere Teuerungen.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Deutscher Staatskonzern riskiert Gasversorgung für Winter01018-09-2026
2Gasspeicher nur halb voll: Jetzt soll Aserbaidschan helfen08.4617-09-2026
3Europa steht vor einem Wettlauf beim Auffüllen der Gasspeicher, da LNG-Ladungen nach Asien fließen013.9922-08-2026
4Sorge in der LNG-Branche: „Ich weiß nicht, wie Europa durch den Winter kommen wird“012.3922-09-2026
5Erst Putin, jetzt Trump: Experten warnen vor Deutschlands neuer Gas-Abhängigkeit unter Trump - über 90 Prozent US-LNGG020.2105-09-2026
6Rentnerin verzweifelt: „Eine Tankfüllung kann ich mir nicht mehr leisten“09.5117-09-2026
7Neue Speicherkraftwerke sollen deutsches Stromnetz stärken016.4522-09-2026
8Weniger als 290 Millionen Barrel übrig: Technische Grenzen bedrohen die amerikanische strategische Erdölreserve010.828-08-2026
9Labor Day Gas Prices Hit a Record High08.1209-09-2026

Классификация: Общество. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 12.57. Источник: rss.focus.de.