Eine polnische Erntehelferin rechnet vor, wie viel sie beim Erdbeerpflücken in Deutschland verdient. Nicht alle finden diesen Verdienst angemessen.
Eine polnische Erntehelferin rechnet vor, wie viel sie beim Erdbeerpflücken in Deutschland verdient. Nicht alle finden diesen Verdienst angemessen.
Die Polin Agata Witoń hat 33 Tage lang ohne freie Wochenenden bei der Erdbeerernte in Deutschland gearbeitet. Nach ihrer Rückkehr rechnete sie aus, wie viel sie verdient hatte. Insgesamt leistete sie 310 Arbeitsstunden, meist neun bis zehn Stunden pro Tag. Bei einem Stundenlohn von 13,90 Euro brutto erhielt sie 4309 Euro, wie die polnische Zeitung „Reczpospolita“ berichtet.
Von diesem Betrag zog sie demnach die Kosten für Unterkunft, Vorschuss und Fahrt ab. Die Unterkunft kostete 330 Euro, der erhaltene Vorschuss für laufende Ausgaben betrug 200 Euro. Nach Abzug von insgesamt 676 Euro für Aufenthalt und Transport blieben ihr schließlich 3633 Euro.
Ihre Abrechnung löste in den sozialen Medien eine kontroverse Diskussion aus. „Für einen längeren Zeitraum kann man so nicht leben, aber einen Monat lang 15.000 (polnische Zloty) zu verdienen, ist eine coole Sache“, schrieb etwa einer.
„Ich finde, es ist das Geld wert, aber ich schätze, es hat dich viel gekostet, nämlich Wohnverhältnisse, Wetter usw., aber Respekt“, kommentierte ein anderer. „Meiner Meinung nach ist das für die Menge an Arbeit unzureichend“, lautete ein weiterer Kommentar.
Die Erdbeersaison in Deutschland dauert in der Regel von Mitte/Ende Mai bis Juli - ist also schon vorbei. Viele Höfe bieten jedes Jahr Erdbeeren zum Selberpflücken an. Ein Kilogramm kostete 2026 je nach Region und Hof zwischen 5,90 und 8,50 Euro. Lokale Betriebe und regionale Angebote lassen sich beispielsweise über Übersichtsportale wie „Landsichten“ finden.
Auch Blaubeerpflücken lohnt sich: Paveena Takkula aus Tuusula in Finnland verbringt im Sommer fast jeden sonnigen Tag im Wald, wo sie seit rund 20 Jahren regelmäßig Beeren und Pilze sammelt. Sie füllt immer mindestens 16 Eimer pro Tag, manchmal sogar bis zu 24.
Über die Jahre hat sich Paveena einen festen Kundenstamm von etwa 500 Personen aufgebaut, darunter auch bekannte finnische Persönlichkeiten. Fast alle gepflückten Blaubeeren gehen in den Verkauf. „Das werden Zehntausende Euro pro Jahr. Wir haben ein Haus in Thailand gekauft und renoviert. In Finnland haben wir das Haus erweitert und ein Auto gekauft.“