Wohlhabende Menschen achten laut Finanzexpertin Vivian Tu besonders darauf, im Alltag nicht zu viel zu zahlen. Ihr wichtigster Rat: Angebote vergleichen, selbstbewusst auftreten und konsequent verhandeln.
Wohlhabende Menschen achten laut Finanzexpertin Vivian Tu besonders darauf, im Alltag nicht zu viel zu zahlen. Ihr wichtigster Rat: Angebote vergleichen, selbstbewusst auftreten und konsequent verhandeln.
Wer im Alltag weniger ausgeben will, sollte nach Ansicht der Finanzexpertin Vivian Tu konsequenter verhandeln. „Ihr müsst die Anbieter gegeneinander ausspielen, denn ihr seid als Kunden etwas wert. Wer hart verhandelt, kann den besten Preis bekommen“, wird Tu im Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ zitiert.
Vor allem bei standardisierten Produkten und Dienstleistungen, wie beim Autokauf oder beim Abschluss einer Kfz-Versicherung sei es sinnvoll, sich mehrere Angebote einzuholen und diese gegeneinander konkurrieren zu lassen. Allerdings würde das nicht heißen, unfreundlich gegenüber Mitarbeitenden zu sein.
„Seid also freundlich – aber traut euch, bestimmt aufzutreten“, äußerte sie sich im „Business Insider“. Reiche Menschen würden das andauernd tun und zum Beispiel ohne Weiteres damit drohen, ihren Internetanbieter oder Streamingdienste zu kündigen. „Niemand liebt kostenlose Sachen mehr als reiche Menschen“, so Tu.
Vivian Tu ist Unternehmerin aus den USA und arbeitete früher als Börsenhändlerin bei der Bank JPMorgan Chase. Bekannt wurde sie auch als Social-Media-Creatorin unter dem Namen „Your Rich BFF“. Mit 27 Jahren wurde sie bereits Millionärin.
Zumindest im Berufsleben ist dieser Tipp nicht immer leicht umzusetzen, denn nicht alle Menschen gehen mit den gleichen Voraussetzungen in Verhandlungen. Laut einer Studie, die dieses Jahr im Fachmagazin „PNAS“ veröffentlicht wurde, verhandeln Personen seltener über ihr Gehalt, wenn sie aus einem Elternhaus stammen, in dem kein Elternteil einen Studienabschluss hat.
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Die Untersuchung weist außerdem darauf hin, dass Beschäftigte aus bildungsferneren Familien bei Gehaltsverhandlungen schneller als unkooperativ wahrgenommen werden können als Kollegen mit akademischem Hintergrund.
„Zusammengenommen offenbaren diese Ergebnisse ein schädliches Dilemma für Personen aus unteren sozialen Schichten: Schweigen zementiert wirtschaftliche Benachteiligung, doch das Einleiten von Verhandlungen setzt sie größeren sozialen Sanktionen aus“, heißt es in der Studie.