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China überholt Deutschland als Polens wichtigster Importpartner

Дата публикации: 18-09-2026 16:38:00

Zum ersten Mal ist China Polens größer Warenzulieferer. Das betrifft auch Deutschland. Deutsche Exporte nach China schwächeln.

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China ist erstmals Polens größter Warenlieferant. Für Deutschland ist das relevant: Polen wird als Absatzmarkt wichtiger, während deutsche Exporte nach China schwächeln.

Die Entwicklung ist zunächst nur auf einen einzelnen Monat begrenzt, denn auf Sicht der ersten sieben Monate des Jahres lag Deutschland noch vorn: Polen importierte in diesem Zeitraum Waren im Wert von 43,1 Milliarden Euro aus Deutschland und für 36,7 Milliarden Euro aus China. Doch die Verschiebung zeigt, wie stark chinesische Anbieter auf dem europäischen Markt an Bedeutung gewinnen.

Entwicklung Januar bis Juli 2026:

  • Deutschland: 43,1 Mrd. Euro, Anteil an Polens Importen: 18,6 Prozent
  • China: 36,7 Mrd. Euro, Anteil an Polens Importen: 15,9 Prozent
  • USA: 12,7 Mrd. Euro, Anteil an Polens Importen: 5,5 Prozent
Deutschlands Exporte stagnieren seit dem Rekordjahr

Langfristig ist Deutschland keineswegs zum unbedeutenden Exportland geworden. Die deutschen Warenexporte stiegen von rund 952 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf knapp 1,57 Billionen Euro im Jahr 2025.

Allerdings ist die Dynamik seit dem Rekordjahr 2022 weitgehend verloren gegangen: Seither bewegen sich die Ausfuhren nominal auf einem ähnlichen Niveau. 2025 legten sie lediglich um rund ein Prozent zu.

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Polen wird für deutsche Exporteure wichtiger

Für Deutschland ist die Entwicklung relevant, weil Polen ein bedeutender Absatzmarkt ist. Im ersten Halbjahr 2025 exportierten deutsche Unternehmen Waren im Wert von 49,4 Milliarden Euro nach Polen – 5,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Polen war damit das viertwichtigste Zielland deutscher Warenexporte.

Auch im Zeitraum Januar bis September 2025 legten die deutschen Ausfuhren nach Polen zu: Sie stiegen um 5,8 Prozent auf 74,2 Milliarden Euro. Damit entwickelte sich der polnische Markt deutlich besser als China, wohin die deutschen Exporte im selben Zeitraum um 12,3 Prozent zurückgingen.

Die deutschen Lieferungen nach Polen sind stark industriell geprägt. Zu den wichtigsten Warengruppen gehören Maschinen, Kraftfahrzeuge sowie elektrische und elektronische Ausrüstung. Hinzu kommen unter anderem Kunststoffe, pharmazeutische Erzeugnisse und Stahl.

Deutsche Exporte nach Polen in 2025:

  1. Maschinen, Apparate und mechanische Geräte: 16,24 Milliarden US-Dollar
  2. Kraftfahrzeuge (ohne Schienenfahrzeuge): 15,51 Milliarden US-Dollar
  3. Elektrische und elektronische Ausrüstung: 10,83 Milliarden US-Dollar
  4. Kunststoffe und Waren daraus: 5,66 Milliarden US-Dollar
  5. Mineralische Brennstoffe und Mineralöle: 4,49 Milliarden US-Dollar
  6. Eisen und Stahl: 3,16 Milliarden US-Dollar
  7. Pharmazeutische Erzeugnisse: 3,15 Milliarden US-Dollar
Europa gleicht die Schwäche wichtiger Märkte teilweise aus

Die deutsche Exportwirtschaft ist nicht nur von China abhängig. Auch die USA, Frankreich, die Niederlande und weitere europäische Länder gehören zu den wichtigsten Absatzmärkten.

Die USA blieben 2025 das wichtigste Empfängerland deutscher Waren. Allerdings gingen die Exporte dorthin um 9,4 Prozent auf 146,2 Milliarden Euro zurück. Besonders stark sanken die Ausfuhren von Kraftwagen und Kraftwagenteilen. Sie lagen bei 28,5 Milliarden Euro, ein Minus von 17,8 Prozent.

Pharmazeutische Erzeugnisse entwickelten sich dagegen stabiler. Deutschland exportierte davon Waren im Wert von 28,0 Milliarden Euro in die USA – 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Insgesamt stiegen die deutschen Warenexporte 2025 um 0,9 Prozent auf 1.563 Milliarden Euro. Das Wachstum fiel damit moderat aus. Die Entwicklung war allerdings je nach Region sehr unterschiedlich.

Das Institut der deutschen Wirtschaft sieht Europa dabei als wichtigen Stabilitätsanker. In den ersten neun Monaten 2025 stiegen die deutschen Exporte in die EU-27 um durchschnittlich 2,8 Prozent. Besonders Polen und Spanien trugen zum positiven Ergebnis bei.

China hat Deutschland in Polen im Juli erstmals bei den Warenimporten überholt. Das ist noch keine Ablösung auf Jahresbasis. Es ist aber ein Hinweis darauf, dass sich die Handelsstrukturen in Europa verändern.

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