In den USA gibt es Pläne für ein früheres Rentenalter. Bestimmte Angestellte in körperlich schweren Berufen sollen bereits ab 60 Jahren abschlagsfreie Bezüge erhalten.
In den USA gibt es Pläne für ein früheres Rentenalter. Bestimmte Angestellte in körperlich schweren Berufen sollen bereits ab 60 Jahren abschlagsfreie Bezüge erhalten.
In den USA könnte das reguläre Rentenalter für Menschen in körperlich fordernden Berufen herabgesetzt werden. Die demokratische Abgeordnete Haley Stevens hat dazu einen Gesetzesentwurf namens „Blue Collar Social Security Fairness Act“ eingebracht, wie der US-Sender CNBC berichtet. Bislang liegt das reguläre Rentenalter in den Vereinigten Staaten für die meisten Jahrgänge bei 67 Jahren. Wer früher in den Ruhestand geht, muss wie in Deutschland dauerhafte Abschläge bei den monatlichen Zahlungen hinnehmen.
Die Neuregelung soll für Angestellte in Branchen wie dem Bauwesen, der Pflege, der Dachdeckerei und der Fertigung gelten, wenn derjenige 20 Arbeitsjahre in physisch belastenden Berufen vorweisen kann. CNBC zitiert Stevens mit den Worten: „Menschen in Michigan, die mit ihren Händen arbeiten, sollten nicht gezwungen sein, bis zum Zusammenbruch ihres Körpers auf die Rente zu warten. Wenn wir die Würde der Arbeit in diesem Land ehren wollen, müssen wir das Rentenalter für körperliche Arbeiter senken.“ Welche Jobs genau qualifiziert sind, soll die Sozialversicherungsbehörde alle drei Jahre neu bewerten.
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In Deutschland liegt die Regelaltersgrenze für den Jahrgang 1964 und jünger bei 67 Jahren; bis 2031 wird sie schrittweise erreicht. Die Bundesregierung plant, das Renteneintrittsalter ab 2031 an die Entwicklung der Lebenserwartung zu koppeln. Steigt diese wie derzeit erwartet, würde die Regelaltersgrenze bis 2041 schrittweise auf 67,5 Jahre steigen.
Dabei sollen zusätzliche Lebensjahre im Verhältnis zwei zu eins auf Erwerbs- und Ruhestandsphase verteilt werden: Nimmt die Lebenserwartung um zwölf Monate zu, würde das reguläre Rentenalter um acht Monate steigen.
Eine pauschale Absenkung des Rentenalters für besonders belastende Berufe, wie sie in den USA diskutiert wird, sieht der Vorschlag der Rentenkommission nicht vor. Sie schlägt jedoch eine neue Schutzrente für langjährig Versicherte vor: Wer mindestens 35 Versicherungsjahre hat und kurz vor der Rente aus gesundheitlichen Gründen seinen langjährig ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann, soll erleichtert früher in Rente gehen können – ohne auf eine andere Tätigkeit verwiesen zu werden. Parallel empfiehlt die Kommission, die abschlagsfreie „Rente mit 63“ für besonders langjährig Versicherte abzuschaffen.
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