Tankrabatt, höhere Löhne, PFAS-Grenzwerte und Zeitumstellung: Das ändert sich für Verbraucher und Beschäftigte im Oktober 2026.
Höhere Löhne, Tankrabatt, strengere PFAS-Grenzwerte und das Support-Ende für Microsoft-Produkte: Im Oktober kommen zahlreiche Änderungen auf Verbraucher und Beschäftigte zu.
Der Herbst ist da – und bringt nicht nur kühlere Tage, sondern auch zahlreiche Änderungen. Für Verbraucher, Arbeitnehmer und Unternehmen stehen in den kommenden Wochen wichtige Termine und Fristen an.
Die Entlastung ist zunächst bis Ende 2026 befristet. Gleichzeitig will die Bundesregierung ab Januar über einen vorübergehenden Spritpreisdeckel verhandeln.
Für Beschäftigte in einigen Handwerksberufen steigen im Oktober die Tariflöhne. Im Dachdeckerhandwerk erhöhen sich die Löhne und Gehälter zum 1. Oktober 2026 um 3,4 Prozent. Der Ecklohn eines Dachdeckergesellen steigt damit auf 23,28 Euro pro Stunde.
Auch Auszubildende bekommen mehr Geld. Die Ausbildungsvergütung steigt im ersten Lehrjahr auf 1050 Euro, im zweiten auf 1200 Euro und im dritten auf 1460 Euro im Monat. Im Gerüstbauer-Handwerk steigen die Ecklöhne. Zum 1. Oktober erhöht sich der Ecklohn um 4,4 Prozent von 19,25 auf 20,10 Euro pro Stunde.
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Ab dem 1. Oktober 2026 können elektronische Abschriften von Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und Betreuungsverfügungen im Zentralen Vorsorgeregister (ZVR) der Bundesnotarkammer hinterlegt werden. Ärzte und Betreuungsgerichte können die Dokumente im Ernstfall direkt im Volltext einsehen.
Wichtig: Nutzer können die Dokumente nicht selbst hochladen. Der Upload erfolgt ausschließlich über verifizierte institutionelle Nutzer, etwa Notare, Rechtsanwälte oder Betreuungsbehörden.
Bislang sind im ZVR vor allem Angaben zu den registrierten Vorsorgeverfügungen hinterlegt. Die Dokumente selbst waren dort nicht einsehbar. Mit der neuen Funktion sollen behandelnde Ärzte und Betreuungsgerichte schneller auf den vollständigen Inhalt zugreifen können.
Mit dem Herbst beginnt für die klassische Heizperiode. Eine gesetzlich festgelegte Heizsaison vom 1. Oktober bis zum 30. April gibt es allerdings nicht. Dieser Zeitraum gilt vielmehr als übliche Orientierung und findet sich häufig auch in Mietverträgen.
Während der Heizperiode muss der Vermieter grundsätzlich dafür sorgen, dass die Wohnung ausreichend beheizt werden kann. Als Richtwert gelten tagsüber etwa 20 bis 22 Grad. Auch außerhalb der klassischen Heizperiode kann eine Heizpflicht bestehen, wenn es über längere Zeit ungewöhnlich kalt ist.
Auch für Microsoft-Nutzer bringt der Oktober wichtige Änderungen. Zum 1. Oktober stellt Microsoft den Support für mehrere Azure-Dienste ein, darunter Azure Anomaly Detector, Metrics Advisor und Personalizer. Betroffen sind vor allem Unternehmen und Entwickler, die die Dienste einsetzen.
Noch wichtiger für viele Privatanwender: Am 13. Oktober 2026 endet der Support für Office 2021. Word, Excel, PowerPoint und Outlook können danach zwar weiter funktionieren, Microsoft stellt jedoch keine technischen Supportleistungen, Fehlerbehebungen oder Sicherheitsupdates mehr bereit.
Am selben Tag endet außerdem der Support für Windows 11 Version 24H2 in den Editionen Home und Pro. Für diese Version gibt es dann keine weiteren monatlichen Sicherheits- und Qualitätsupdates mehr. Microsoft empfiehlt betroffenen Nutzern den Wechsel auf eine weiterhin unterstützte Version.
Ab dem 10. Oktober gelten neue Beschränkungen für PFHxA und verwandte PFAS-Stoffe. Die Chemikalien werden unter anderem eingesetzt, um Materialien wasser-, fett- oder schmutzabweisend zu machen. Gleichzeitig sind viele PFAS äußerst langlebig und bauen sich in der Umwelt nur langsam ab.
Die EU-Verordnung sieht deshalb für bestimmte Produkte strengere Grenzwerte vor. Für die Summe aus PFHxA und seinen Salzen gilt ab dem 10. Oktober ein Grenzwert von 25 Teilen pro Milliarde (ppb), für PFHxA-verwandte Stoffe liegt er bei 1000 ppb. Die Vorgaben betreffen unter anderem bestimmte Textilien, Lederwaren und Schuhe für Verbraucher.
Ende Oktober stellt Deutschland seine Uhren auf die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) um. In der Nacht von Samstag, 24. Oktober auf Sonntag, 25. Oktober werden die Uhren um eine Stunde von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt.
Die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) galt vom 29. März bis zum 25. Oktober 2026. Am 28. März 2027 werden die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt.
Ende Oktober steht außerdem die nächste geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Der EZB-Rat tagt am 28. und 29. Oktober in Frankfurt, am 29. Oktober folgt die Pressekonferenz.
Dabei entscheidet der EZB-Rat über die weitere Entwicklung der Leitzinsen. Welche Auswirkungen eine Änderung hätte, hängt unter anderem von der Entwicklung der Inflation und der wirtschaftlichen Lage ab.
Für Sparer und Kreditnehmer können Änderungen des EZB-Leitzinses relevant sein. Sie wirken sich unter anderem auf die Bedingungen am Geld- und Kreditmarkt aus. Die derzeitigen EZB-Leitzinsen liegen seit dem 16. September 2026 bei 2,50 Prozent für die Einlagefazilität, 2,65 Prozent für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und 2,90 Prozent für die Spitzenrefinanzierungsfazilität.
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