Deepfakes im Internet können täuschend echt und ein ernstzunehmendes Problem sein. Doch wie erkennen Sie diese Fakes und was können Sie tun, wenn sie selbst betroffen sind?
Deepfakes im Internet können täuschend echt und ein ernstzunehmendes Problem sein. Doch wie erkennen Sie diese Fakes und was können Sie tun, wenn sie selbst betroffen sind?
Vor der
Bundestagswahl
steigt die Sorge vor
sogenannten Deepfakes
. Das sind Fake-Videos, die mithilfe von künstlicher Intelligenz Personen inklusive ihrer Stimmen fälschen. Mit diesen Videos haben viele Menschen zu kämpfen, von Galileo-Moderator Stefan Gödde bis
CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz
.
Der Galileo-Moderator Stefan Gödde hat am eigenen Leib miterlebt, was es bedeutet, wenn gefälschte KI-Videos im Internet kursieren. Ein Video von ihm bewirbt ein Produkt mit seinem Gesicht und seiner Stimme. Er sieht darin ein großes Problem: „Menschen vertrauen auch mir als Person. Und wenn ich irgendwas bewerbe und Menschen vertrauen dieser Empfehlung und dieses Produkt ist Quatsch. Das fällt auf mich zurück und nicht auf die anderen.“ Würden solche Videos politisiert und zugunsten von radikalen Parteien genutzt, sei das „der absolute Albtraum“.
Vor einigen Monaten sorgte ein gefälschtes Deepfake-Video von Friedrich Merz für Aufsehen. Zu sehen ist wie der CDU-Chef einem CDU-gebrandeten Format täuschend echt sagt: „Wir verachten Sie. Und wir verachten die Demokratie.“ Aufgrund des CDU-Brandings und der gefälschten Lippenbewegungen war dieses Video rein optisch auf den ersten Blick nicht allzu einfach als Fake zu enttarnen.
Medienrechtsanwalt Christian Solmecke meint: „Das Erste, was man tun sollte ist Screenshots machen, um Beweise zu sichern. Denn wenn man den Täter nachher findet, braucht man die.“ Das ist besonders wichtig, wenn Sie ein Deepfake von sich selbst entdecken. Zusätzlich sei es wichtig, über welche Plattform das entsprechende Video verbreitet wird, denn „die Plattformen sind verpflichtet, innerhalb von 48 Stunden sowas zu löschen.“ Wenn dann ermittelt werden kann, wer hinter diesen Videos steckt, können Sie laut Solmecke Klage auf Unterlassung, Schadenersatz und Löschung einreichen.
Seit 2024 gilt der EU Digital Services Act, der Bürger vor illegalen Videos schützen soll. Die Plattformen müssen bei Fake-Videos eine Beschwerdemöglichkeit bieten, damit diese in kurzer Zeit gesperrt werden können. Die EU-Staaten können auch direkt gegen die Plattformen vorgehen – in Deutschland übernimmt dies die Bundesnetzagentur.
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