Die Stadt prüft, welche Massnahmen aus dem bisherigen Konzept umgesetzt wurden und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht. Über das weitere Vorgehen entscheiden Stadtrat und Parlament.

Symbolbild: Andrea Zahler
Die Stadt Weinfelden nimmt ihr Alterskonzept unter die Lupe. Gemeinsam mit Fachpersonen aus dem Altersbereich wird das bestehende Konzept überprüft und an die gesellschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre angepasst. Eine zentrale Rolle spielt dabei eine Befragung der Bevölkerung ab 50 Jahren, wie die Stadt Weinfelden schreibt.
Laut Roger Stalder, Leiter der Fachstelle Gesellschaft und Gesundheit in Weinfelden, wurden rund 3650 Haushalte beziehungsweise alle Einwohnerinnen und Einwohner über 50 Jahre persönlich angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. Die Umfrage soll aufzeigen, wie die Menschen dieser Altersgruppe heute wohnen und leben und welche Bedürfnisse sie mit Blick auf das Älterwerden haben. Die Erkenntnisse fliessen in die Überarbeitung des Alterskonzepts sowie in einen neuen Massnahmenplan ein.
Bis Anfang Juli gingen bereits über 900 ausgefüllte Fragebögen bei der Stadt ein, wie Stalder schreibt.
Bereits im April regte Alexandra Beck, damals noch Stadtparlamentarierin, in einer einfachen Anfrage an, das bestehende Alterskonzept zu überarbeiten. Die Mitte-Politikerin hob hervor, dass das Alterskonzept aus dem Jahr 2007 stammt und der dazugehörige Massnahmenplan zuletzt 2015 aktualisiert wurde.
Unabhängig vom Vorstoss nahm sich die Stadt der Überarbeitung an, die laut Stalder ohnehin für dieses Jahr vorgesehen gewesen sei. In dem Rahmen will die Stadt überprüfen, welche der damals definierten Massnahmen umgesetzt wurden und in welchen Bereichen weiterhin Handlungsbedarf besteht.
Konkrete inhaltliche Schwerpunkte des neuen Konzepts stehen laut Stalder derzeit noch nicht fest. Zunächst würden die Ergebnisse der Umfrage ausgewertet. Darin wurde die Weinfelder Bevölkerung über 50 unter anderem gefragt, wie zufrieden sie mit ihrer Wohnsituation ist, welche Veränderungen sie sich im Wohnumfeld – etwa beim öffentlichen Verkehr oder der Nahversorgung – wünscht und welche Unterstützungsangebote im Alter sie als besonders wichtig erachtet.
Anfang September findet dazu noch eine Expertenkonferenz statt. Daran nehmen laut Stalder verschiedene Fachpersonen teil. Die gesammelten Erkenntnisse sollen anschliessend in das überarbeitete Alterskonzept einfliessen.
Mit dem Abschluss der Arbeiten rechnet die Stadt bis Ende 2026. Die Verabschiedung durch den Stadtrat ist für die erste Hälfte des Jahres 2027 vorgesehen.
Über die Umsetzung und die dafür notwendigen finanziellen Mittel würden Stadtrat und Stadtparlament zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.
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