Drittligist 1. FC Saarbrücken verstärkt sich mit einem Innenverteidiger. Der kann auf eine interessante fußballerische Vita zurückblicken.
Saarbrücken · Drittligist 1. FC Saarbrücken verstärkt sich mit einem Innenverteidiger. Der kann auf eine interessante fußballerische Vita zurückblicken.
Der Belgier Siemen Voet soll die Abwehr des 1. FC Saarbrücken in der kommenden Saison stabilisieren.
Foto: IMAGO/Ulrich WagnerNach und nach nimmt die Mannschaft des 1. FC Saarbrücken für die kommende Saison in der 3. Fußball-Liga Konturen an. Wobei: Nach den letzten Neuverpflichtungen für die Offensive schrieben nicht wenige Fans in den Kommentaren der Sozialen Medien, dass der Verein noch einen starken Innenverteidiger bräuchte. Am Freitag nun meldete der FCS eine Verpflichtung für diese Position, die etwas zur Hängepartie wurde.
Der belgische Innenverteidiger Siemen Voet wechselt „für die kommende Saison 2026/2027“ zum FCS, der keine genaue Vertragsdauer mitteilte. Wobei die Formulierung nach einem Einjahresvertrag klingt. Voet, der mit 1,90 Meter Gardemaß hat, kommt vom insolventen Drittliga-Absteiger TSV 1860 München ins Saarland. Vergangene Saison gehörte der 26-Jährige zu den festen Größen in der Defensive der Löwen.
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In der abgelaufenen Spielzeit absolvierte der ehemalige belgische Jugendnationalspieler 37 Drittligaspiele (drei Torvorlagen) für den TSV und war damit Stammspieler. Der Neuzugang bringt auch internationale Erfahrung mit. Für Slovan Bratislava kam Voet bereits in der Champions League zum Einsatz. Vom slowakischen Rekordmeister war Voet auch vor einem Jahr in die bayerische Landeshauptstadt gewechselt. „Mit seiner Präsenz, seiner Robustheit und seiner Spielpraxis soll Voet, der in der Jugend des belgischen Traditionsvereins FC Brügge ausgebildet wurde, der FCS-Defensive zusätzliche Stabilität verleihen“, schreibt der Verein.
FCS-Sportvorstand Markus Thiele sagt: „Bei Siemen haben wir vom Schicksal von 1860 profitiert, sonst wäre er gar nicht zu haben gewesen. Er bringt Drittliga-Erfahrung mit, ist ein stabiler Innenverteidiger, hat eine gute Größe und muss sich auch spielerisch nicht verstecken.“
Siemen Voet selbst wird wie folgt zitiert: „Der Wechsel nach Saarbrücken fühlt sich für mich absolut richtig an. Vom ersten Gespräch an hatte ich das Gefühl, dass hier etwas Besonderes entstehen kann. Die Verantwortlichen haben mir eine klare sportliche Idee vermittelt und ich habe gespürt, mit welcher Überzeugung und Ambition an diesem Projekt gearbeitet wird. Genau dieses Vertrauen und diese Perspektive waren mir nach den vergangenen Monaten besonders wichtig. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam erfolgreich sein können und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass der FCS seine Ziele erreicht.“
Das Portal transfermarkt.de schätzt den aus Lochristi stammenden Belgier auf 400.000 Euro Marktwert ein und sieht auch einen Einjahresvertrag beim FCS. Voet spielte in seiner Karriere auch schon in den Niederlanden bei PEC Zwolle und Fortuna Sittard.
Interessant: Laut Gerüchteküche und dem Löwen-Fanportal „dieblaue24“ war auch Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf ins Rennen um den Abwehrspieler eingestiegen. Nach Informationen der Rheinischen Post soll dies aber nicht stimmen, der Drittligist soll kein Interesse gehabt haben. „Nun scheint der Transfer aber zu stocken“, schrieb die RP in der Freitagsausgabe zu Saarbrücken und Voet, denn Ende der vergangenen Woche hieß es schon, der FCS und der 1,90 Meter große Profi könnten zeitnah zueinanderfinden. Ob der Wechsel wirklich zustandekomme, sei ein Rätsel, so die Zeitung weiter. Das Rätsel ist jetzt seit Freitag gelöst. Voet hatte sich am Donnerstag vor einer Woche auch schon öffentlich an die Anhänger von 1860 gewandt, um seinen Abschied zu verkünden.
Der FCS startet indes offiziell an diesem Montag in die neue Saison 2026/2027. Trainer Argirios Giannikis bittet seine Mannschaft um 11 Uhr im Ludwigspark zum öffentlichen Trainingsauftakt vor den eigenen Fans. Es ist das erste Mal, dass die Veranstaltung im „Park“ steigt, in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten war der Trainingsauftakt für gewöhnlich im FC-Sportfeld.