Ein Innenverteidiger kommt – und einer geht. Der 1. FC Saarbrücken hat am Freitag in Sachen Abwehr wichtige Weichen für die kommende Saison in der 3. Fußball-Liga gestellt.
Saarbrücken · Ein Innenverteidiger kommt – und einer geht. Der 1. FC Saarbrücken hat am Freitag in Sachen Abwehr wichtige Weichen für die kommende Saison in der 3. Fußball-Liga gestellt.
Abwehrspieler Robin Bormuth und Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken gehen künftig getrennte Wege.
Foto: IMAGO/Andy Bünning/IMAGO/Andy BuenningEin wenig überraschend kam dies dann schon. Am Freitag teilte Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken den Zugang von Abwehrspieler Siemen Voet mit. Der Belgier kommt von Drittliga-Absteiger TSV 1860 München und unterschrieb wohl einen Einjahresvertrag. Nur kurz nach der Pressemitteilung zum 26-jährigen Innenverteidiger Voet stellte der Verein eine andere Personalie auf die Homepage, ohne gleichzeitig eine PM zu versenden: Mit Robin Bormuth verlässt ein anderer Innenverteidiger die Malstatter.
Der Verein und Bormuth hätten „sich einvernehmlich auf eine Auflösung seines noch bis 30. Juni 2027 gültigen Vertrags geeinigt“, teilte der Traditionsclub mit. Der 30 Jahre alte Innenverteidiger kam im Sommer 2025 vom Zweitligisten Karlsruher SC an die Saar und absolvierte in der vergangenen Saison 27 Drittliga-Spiele für die Blau-Schwarzen. Der Verein bedankte sich bei Bormuth für seinen Einsatz und wünschte „ihm für seinen weiteren sportlichen und privaten Weg alles erdenklich Gute sowie viel Erfolg“.
Bormuth war mit großen Vorschusslorbeeren und vielen Erwartungen zum FCS gewechselt. Er hatte aber Startprobleme und stand bis Anfang November in den ersten 14 Saisonspielen neun Mal gar nicht im Kader. Danach absolvierte er bis auf zwei Partien Mitte März alle Partien von Anfang an, stand ständig in der Startelf. Wobei Bormuth als Stammspieler auch viel Kritik abbekam, schließlich fing sich der FCS etliche Gegentore, trat gerade in Auswärtsspielen schlecht bis desolat auf und hatte viel Mühe, bis der Ligaverbleib feststand.
Die sportliche Leitung mit Trainer Argirios Giannikis und Sportvorstand Markus Thiele sah seine Leistungen offenbar auch kritisch – sonst wäre die Trennung nach nur einem Jahr nicht gekommen. Wobei es in der Branche Profi-Fußball nicht unüblich wäre, wenn Bormuth schon einen neuen Verein in der Hinterhand hätte. Bis zum Freitagnachmittag war diesbezüglich aber vorerst noch nichts kommuniziert.