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Zwischen Glanz, Krisen und Neuanfang: Maurizio Gaudino spricht Klartext in Aalen

Дата публикации: 07-07-2026 17:00:00

Ex-Nationalspieler Maurizio Gaudino spricht am Mittwoch (18 Uhr) im Konrad Café und Bar über das WM-Drama von 1994, aktuelle DFB-Probleme und seine Pläne mit dem VfR. Jetzt noch anmelden.

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Stand: 07.07.2026, 19:00 Uhr

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Überraschender Besuch am Trainingsgelände: Ex-Nationalspieler Maurizio Gaudino erscheint auf dem 1860-Gelände. Der 47-Jährige betreibt eine eigene Berater-Agentur.

Der 47-Jährige betreibt eine eigene Berater-Agentur. © sampics / Stefan Matzke

Ex-Nationalspieler Maurizio Gaudino spricht am Mittwoch (18 Uhr) im Konrad Café und Bar über das WM-Drama von 1994, aktuelle DFB-Probleme und seine Pläne mit dem VfR. Jetzt noch anmelden.

Aalen. 1994 – ein Jahr, das deutschen Fußballfans bis heute in bitterer Erinnerung geblieben ist. Damals schied die Nationalmannschaft um Stars wie Matthäus, Klinsmann und Völler völlig unerwartet im Viertelfinale der WM gegen Bulgarien aus. Einer, der mittendrin war und die Stimmung hautnah miterlebte, ist Maurizio Gaudino. Am Mittwoch, 8. Juli, ab 18 Uhr, ist der heutige Sportbeirat des VfR Aalen beim großen Fußball-Talk im Conrad Café & Bar zu Gast – ein Abend, der Fans und Fußballfreunde gleichermaßen begeistern dürfte.

Der Fußball-Talk im Konrad Café & Bar

Wann: Mittwoch, 8. Juli, 18 Uhr
Wo: Reichsstädter Straße 5
Mit wem: Gast Maurizio Gaudino und Moderator Max Wanner
Anmeldung: Forum: Talk mit Maurizio Gaudino

„Das Wichtigste ist: Sehe ich gut aus?“

Schon in der aktuellen ARD-Doku „Elf Helden, ein Albtraum“ wird Gaudino als schillernde Figur des Fußballs in den 90er-Jahren präsentiert – selbstironisch, reflektiert, aber auch schonungslos offen. „Das Wichtigste ist: Sehe ich gut aus?“, scherzt er zu Beginn der Doku und trifft damit den Ton, der auch den Abend in Aalen bestimmen dürfte: Locker, ehrlich, aber mit Tiefgang.

Nebengeräusche und zerbrochene Träume

Die Erinnerungen an die WM 1994 sind geprägt von internen Querelen, großen Erwartungen – und einer Atmosphäre, die Erfolg fast unmöglich machte. „Es waren so viele Nebengeräusche, du hast gar keine Chance gehabt, erfolgreich zu sein. Wenn wir es zurückdrehen könnten, würde jeder von uns 1000 Dinge anders machen“, blickt Gaudino heute zurück. Besonders die Rolle der Medien und die ständigen Schlagzeilen waren aus seiner Sicht ein Faktor: „So eine Zeitung ist extrem mächtig. Es ist erschreckend, wie meinungsbildend das sein kann.“

Der Effenberg-Skandal und zerstrittene Führung

Legendär und dauerhaft im Gedächtnis geblieben ist Effenbergs Mittelfinger-Skandal, der das Team spaltete. Gaudino schildert: „Man hat den Stefan praktisch auseinandergenommen. Der ist nicht von irgendjemandem ausgepfiffen worden, sondern von den deutschen Fans.“ Dass Effenberg nach Hause geschickt wurde, hält Gaudino im Rückblick für fatal: „Das wäre vielleicht ein Schub gewesen, die Mannschaft zusammenzubringen. Aber einen Spieler einfach wegzuschicken. Ich glaube, 90 Prozent der Mannschaft waren dagegen.Wahrscheinlich 100 Prozent.“

Auch dass Trainer Berti Vogts Kapitän Lothar Matthäus infrage stellte, sieht Gaudino kritisch: „Dadurch kam das ganze Schiff zum Schwanken und ist letztendlich auch untergegangen.“

Große Namen, kein Teamgeist

Trotz aller Stars fehlte es am Zusammenhalt. Man habe zwar viele Stars im Team gehabt, aber der Zusammenhalt habe gefehlt. Jeder habe seine Interessen in den Vordergrund gestellt – dabei ging es um den WM-Titel, so Gaudino. Die Folge: Nach dem 1:2 gegen Bulgarien sei er „wie ein kleiner Junge“ in Tränen ausgebrochen – ein Moment, der ihn bis heute bewegt.

Die aktuelle DFB-Krise

Auch heute schaut Gaudino besorgt auf den deutschen Fußball und die Nationalmannschaft. „Es ist traurig, dass der deutsche Fußball da ist, wo er gerade ist“, sagte er kürzlich im Fernsehen bei Sky. Zwar habe Deutschland gute Spieler, „aber nicht mehr auf dem Niveau, auf dem wir sie international brauchen“.

Ein neues Kapitel beim VfR Aalen

Doch Gaudino blickt nicht nur zurück. Seit über einem Jahr ist er Sportbeirat beim VfR Aalen, engagiert sich für den Traditionsverein – und hat mit Sohn Gianluca, der vom Drittligisten Aachen kam, jetzt auch familiäre Unterstützung an Bord. „Der Verein hat Potenzial. Wir wollen gemeinsam etwas bewegen“, verrät Gaudino. Beim Fußball-Talk will er Einblicke in die Zukunft des VfR geben, von neuen Perspektiven und Zielen berichten.

Ein Fußballabend mit Tiefgang

Der Talk im Conrad Café & Bar verspricht mehr als nur Fußball-Nostalgie. Gaudino wird offen über Höhen und Tiefen sprechen, von unvergesslichen Momenten und bitteren Enttäuschungen erzählen – und dabei auch die Gäste zum Mitdiskutieren einladen. „Ich bin gespannt auf die Fragen aus dem Publikum und die Diskussionen. Es wird ein besonderer Abend“, so der Ex-Nationalspieler.

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