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Trainingsauftakt bei Hertha BSC: Kleiner Kader, gute Laune

Дата публикации: 29-06-2026 18:13:37

Während die Fußball-Weltmeisterschaft gerade erst in die K.O.-Phase eintritt, startet Hertha BSC bereits in die Vorbereitung auf die kommende Zweitliga-Saison. Dabei ist vor allem mit Blick auf den Kader noch jede Menge unklar.


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Trainingsauftakt bei Hertha BSC Kleiner Kader, gute Laune

Hertha-Trainer Stefan Leitl beim Trainingsauftakt (imago images/O.Behrendt)
Hertha-Trainer Stefan Leitl beim Trainingsauftakt (imago images/O.Behrendt)
  • Hertha BSC ist in die Saisonvorbereitung eingestiegen
  • Nach elf Abgängen sind noch viele Kader-Positionen unbesetzt
  • Über Saisonziele wollen die Verantwortlichen (noch) nicht sprechen

Sie hat noch nicht einmal begonnen, und doch gibt es schon den ersten Anwärter auf den nachdenklich stimmendsten Spruch der neuen Zweitliga-Saison. Getätigt hat ihn Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich, der am Rande des Trainingsauftakts der Mannschaft und im Rahmen einer Medienrunde zu Protokoll gab: "Ich muss im Fußball immer auch die Ränder diskutieren, sonst finde ich keine Mitte."

Viel diskutieren wollte Görlich ansonsten eher nicht an diesem Nachmittag. Stattdessen freute er sich an einer Stelle sogar, im Zuge einer Antwort viel geredet, aber nichts gesagt zu haben. Auf die Frage nach einem möglichen Abgang von Stammtorhüter Tjark Ernst in Richtung Wolfsburg entgegnete Görlich: "Ich habe so viele Telefonate, dass ich gar nicht mehr weiß, wer tatsächlich dran war." Dann lachte er. Immerhin also - die Laune ist bestens bei Hertha BSC.

Berliner Weg "nicht nur auf Tonspur"

Dabei hatte Trainer Stefan Leitl an diesem Nachmittag lediglich eine Rumpftruppe beisammen. Auch wenn Leitl und Görlich unisono beteuerten, dass es sich dabei um eine ganz wunderbare Truppe handele und überhaupt - der Berliner Weg. Man wolle ja Talente fordern und fördern und genau das tue man für den Moment. Oder um es mit Geschäftsführer-Worten zu sagen: "Wir haben angekündigt, den Berliner Weg nicht nur auf der Tonspur zu verkünden, sondern auch auf dem Platz zu zeigen." Weshalb das auf dem Rasen auch ein "guter Trainingskader" sei, so Görlich. Die Gruppe sei "klein, aber willig" sagte hingegen Leitl.

Für Torhüter Ernst liegt wohl ein Angebot vor

Der dann doch noch etwas deutlicher wurde als sein Vorgesetzter und zumindest etwas Einblick gab in die näheren Transferziele des Vereins. "Die Positionen, die offen sind, die sind klar: Wir suchen natürlich auf der Linksverteidiger-Position was. Wir brauchen in der Offensive natürlich was mit dem Abgang von Fabi (Fabian Reese; Anm. d. Red.) und Mika Cuisance." Und zu einem möglichen Abgang von Torhüter Tjark Ernst: "Es gibt wohl eine Anfrage." Und dass der 23-Jährige nun eine Entscheidung treffen müsse.

Ein Co-Trainer soll kommen

Sehr viel mehr war nicht nach 75 Minuten Training, bei dem vor allem Spielformen auf dem Programm standen. Begleitet von rund 50 Fans, bei schönstem Sonnenschein und leichtem Wind. Ein Co-Trainer soll noch kommen, so Görlich, der in diesem Atemzug auch erwähnte, Ex-Profi Patrick Ebert nachhaltig als Trainer entwickeln zu wollen. Und der ansonsten zurecht darauf hinwies, dass ja noch bis zum 31. August Zeit sei. Dann schließt das Transfer-Fenster. "Ich gehe davon aus, dass sich an der ein oder anderen Stelle noch etwas verändert", so Görlich.

Finanzielle Bescheidenheit

So mancher Fan mag nach elf Abgängen schon ganz nervös sein, auch weil die Zweitliga-Saison bereits am 7. August beginnt und man in den Vorjahren schmerzhaft erfahren musste, wie sehr ein schlechter Start das Gesamt-Stimmungsbild brechen kann. Die immerhin kann Geschäftsführer Görlich womöglich zumindest in Teilen beruhigen: "Wir sprechen schon mit einigen Spielern, die auch gerne zu Hertha kommen wollen." Und das, obwohl man dem "Markt ganz früh Zeichen gegeben habe", dass der Verein nicht mehr auf dem finanziellen Niveau der Vergangenheit agieren könne und wolle.

Was das denn für ein mögliches Saisonziel bedeuten könnte, wurden Görlich und Leitl noch gefragt. Woraufhin es wiederum der Trainer war, der mit einer eindeutig uneindeutigen Antwort aufwartete: "Wir brauchen jetzt nicht über Auf- oder Abstieg sprechen", so Leitl. Und das, obwohl sein Chef doch so gern auch über die Ränder redet.

Sendung: Abendschau, 29.06.2026, 19:52 Uhr

Video: Abendschau, 29.06.2026, Dennis Wiese

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