Mit dem Hisense S7DS bringt der chinesische Hersteller seinen ersten Gallery-TV auf den Markt. Welche Bilder der aufs Display malt? Der Test von COMPUTER BILD weiß es.

Anders als im COMPUTER BILD-Testlabor soll der Hisense S7DS bei Käufern an der Wand hängen. Wie schlägt sich der Bilderrahmen-Fernseher im Test?
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Mit dem Hisense S7DS bringt der chinesische Hersteller seinen ersten Gallery-TV auf den Markt. Welche Bilder der aufs Display malt? Der Test von COMPUTER BILD weiß es.
Testnote
2,3
gut
Mit dem S7DS hat Hisense nun auch einen Gallery-TV für die Wandmontage im Programm. Dabei handelt es sich im Kern um einen LCD-Fernseher der gehobenen Mittelklasse – angereichert durch ein tolles mattes Display und eine Premium-Fernbedienung. Optische Akzente setzt der S7DS mit seinen Alu-Zierleisten in Holzoptik und auch das flotte Vidaa-Betriebssystem mit mittlerweile vollständigem App-Store überzeugt. Selbst für Gamer ist der Canvas-TV geeignet. Allerdings unterstützen nur zwei HDMI-Anschlüsse Bildraten bis 144 Hertz.
Pro
Kontra
Inhaltsverzeichnis
Samsung startete 2017 den Verkauf des Bilderrahmen-Fernsehers "The Frame". Mittlerweile bieten weitere Hersteller TVs an, die sich wie ein Kunstwerk ins Wohnzimmer einfügen sollen. So auch der chinesische TV-Bauer Hisense, der fürs Modelljahr 2026 den Canvas-TV (englisch für Leinwand-TV) S7DS ins Rennen schickt. Ob der was kann, haben wir uns im Test des 65-Zoll-Modells 65S7DS (Bilddiagonale: 164 Zentimeter) näher angeschaut.
Hisense S7DS im Test: Lückenlos an die WandDas Besondere am Hisense S7DS? Der TV besitzt keinen Technikrucksack, der sich vom Rest des Bildschirms abhebt. Stattdessen ist die Elektronik gleichmäßig im 3,4 Zentimeter breiten Gehäuse verteilt. Dadurch lässt sich der Fernseher lückenlos an die Wand hängen. Damit Kabel und Halterung unsichtbar bleiben, besitzt das Gerät zudem Aussparungen auf der Rückseite. Im Lieferumfang enthalten sind eine passende Wandhalterung aus Metall sowie vier in Holzoptik gehaltene Aluleisten. Die sind magnetisch und lassen sich an die Bildschirmränder knipsen. Aufgehängt wirkt der Canvas-TV wie ein Gemälde. Passend dazu: die optionale Anzeige von Kunstwerken auf dem Display. Doch der Reihe nach.

Dank der durchgehenden Gehäusedicke und Aussparungen für Wandhalterung und Kabel lässt sich der Hisense bündig an die Wand hängen.
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Durch den Einrichtungsprozess führt uns Hisense mit seiner Benutzeroberfläche Vidaa. Der Vorteil? Anders als bei Google TV, Tizen oder webOS brauchen User nicht zwingend ein Konto. Auch ohne lassen sich Streaming-Apps herunterladen und nutzen. Mittlerweile ist der Vidaa-App-Store auch mit allen wichtigen Anwendungen ausgestattet, inklusive Sky WOW und Spotify. Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ sind gar mit separaten Tasten auf der Fernbedienung verewigt. Diese liegt dem S7DS in der Premium-Ausführung von Hisense bei und verfügt über eine Solarzelle, einen USB-C-Anschluss und eine Beleuchtung.

Hisense legt dem Bilderrahmen-Fernseher S7DS seine beste Fernbedienung bei.
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Doch kann das Bild dem ersten guten Eindruck standhalten? Im Inneren des 65S7DS steckt ein herkömmliches LCD-Display mit Quantum-Dot-Technik. Letzteres sorgt für schön knackige Farben. Richtig tiefes Schwarz wie bei
OLED-Fernseherngibt es auf dem Canvas-TV jedoch nicht zu sehen, auch wenn der Kontrast mit einem Verhältnis von 4.511:1 für ein VA-Panel durchaus anständig ist. Wer mehr Performance möchte, sollte jedoch zu einem
Mini-LED-Fernsehergreifen. In Ordnung geht dafür die maximale Helligkeit. Die liegt mit 766 Candela pro Quadratmeter (Nits) im oberen Mittelfeld, wodurch der TV einen Großteil der Helligkeitsbereiche von HDR-Inhalten abdeckt. Zur Einordnung: Die meisten aktuellen HDR-Produktionen sind mit 1000 Nits gemastert. So hell sollte also der ideale Fernseher sein.

Das beste (HDR10+-)Bild gibt es im Filmmaker Mode.
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Womit sich der Hisense S7DS von herkömmlichen Mittelklasse-LCDs abgrenzt, ist die matte Display-Beschichtung. Die findet sich in der Regel nur bei Oberklasse-TVs oder bei anderen Gallery-Fernsehern wie
Samsungs The Frame (Pro). Statt einfallendes Licht wie ein Spiegel zurückzuwerfen (so machen es Glossy-Displays), zerstreut die matte Oberfläche Sonnen- und Lampenschein und sorgt so für gute Ablesbarkeit, unabhängig von den Lichtverhältnissen. Besser gelingt die Darstellung nur auf deutlich helleren, matten Bildschirmen wie den Top-Modellen
Hisense UR9DS, UR8DS oder
U7DS Pro.

Wie viele Farben zeigt der Hisense-TV? Das ermitteln die Tester mit Kolorimeter, Bildgenerator und Calman-Software.
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An die Grenzen der optimalen Anzeige von Inhalten kommt der S7DS bei schräger Betrachtung. Zwar wirken Farben auch von der Seite noch natürlich, der Kontrast nimmt aber spürbar ab. Aus frontaler Couch-Perspektive müssen Nutzer jedoch keine Nachteile befürchten.

Aufgrund der matten Display-Oberfläche wirken die Kunstwerke auf dem 65S7DS täuschend echt.
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Was dem Hisense 65S7DS gut gelingt, ist die
Zwischenbildberechnung– im Menü Bildschärfe genannt. Hier kommt es nur auf der höchsten Glättungsstufe Stark, die auch ab Werk aktiv ist, zu Bildartefakten in schnellen Bewegungen. Bereits die zweithöchste Stufe Standard ist dagegen frei von Schlieren und Doppelkonturen. Cineasten, die möglichst nah an der 24p-Erfahrung aus dem Kino bleiben wollen, können die niedrigen Stufen Klar oder Film wählen oder die Bewegungsglättung ganz ausschalten.

Einen guten Kompromiss aus sehr flüssigem Bild und Kino-Look erhalten User mit der Bildschärfe "Standard". Die Voreinstellung entspricht in etwa Stufe 6 von 10.
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Erst mal deaktiviert ist die Zwischenbildberechnung auch im authentischen HDR-Modus Dolby Vision Dunkel. Liegen entsprechende Inhalte, etwa auf Netflix oder HBO Max vor, passt der TV sein Bild Szene für Szene an seine Fähigkeiten an, sodass Details weder in sehr hellen noch in sehr dunklen Sequenzen verloren gehen. Wem Dolby Vision Dunkel zu dunkel erscheint, kann Dolby Vision IQ aktivieren. Der Modus bezieht auf Wunsch neben der Raumhelligkeit das Geschehen auf dem Bildschirm mit ein. Schalten User den Lichtsensor in den Optionen aus (oder ist es hell im Zimmer), liefert Dolby Vision IQ ein deutlich leuchtstärkeres Bild als Dolby Vision Dunkel. Aufgrund der nicht gerade exorbitanten Display-Helligkeit des S7DS kann es daher empfehlenswert sein, den TV bei entsprechenden Inhalten mit Dolby Vision IQ laufen zu lassen.

Liegen Dolby-Vision-Inhalte an, zeigt der Hisense das durch eine kurze Einblendung am rechten Bildschirm-Rand.
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Gut zu wissen: Obwohl der S7DS bei Dolby Vision IQ von Haus aus die Bildschärfe Standard aktiviert hat und sie bei Dolby Vision Dunkel ganz aus ist, lassen sich die Stufen jederzeit ändern. Dazu kommt: Wem die vier Voreinstellungen nicht reichen, kann auf Benutzerdefiniert klicken und die Bildschärfe zehnstufig feintunen.

Im Lieferumfang dabei ist eine Wandhalterung aus Metall inklusive Dübel und Schrauben.
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Damit nicht genug stattet Hisense den Gallery-TV zusätzlich mit dem HDR-Bild-Verbesserer
HDR10+aus. Samsungs Konkurrenz-Technik macht das Gleiche wie
Dolby Vision– Inhalte mit HDR10+ sind nur rarer gesät. Die meisten lassen sich auf Amazon Prime Video finden, mittlerweile gibt es das Format aber auch auf Netflix, Disney+ und Apple TV+. Und wer sich jetzt fragt, wie glatt Hisense sich das Bild im sehr empfehlenswerten HDR10+ Filmmaker Mode vorstellt, bekommt die Antwort: gar nicht bis wenig. Denn die Einstellung Film lässt das 24p-Ruckeln aus dem Kino nahezu unbearbeitet. Auch hier können Nutzer natürlich beliebig zwischen den vier Voreinstellungen (Presets) wechseln oder selbst eine von zehn Glättungs-Stufen zuschalten.

Dank 144 Hertz ist der S7DS auch für schnelle Multiplayer-Spiele geeignet.
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Keine Zwischenbildberechnung gibt es beim Gaming. Hier können Konsolen und Gaming-PCs 144 Bilder pro Sekunde anliefern, die immerhin zwei der vier HDMI-Buchsen in nativer 4K-Auflösung verarbeiten. Neben einem flüssigen Bild beim Zocken dürfen sich Gamer über eine unkritische Controller-Eingabeverzögerung von 13,7 Millisekunden freuen.

Am ausgewogensten klingt der TV im Tonmodus "Standard".
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Und wie klingt der Bilderrahmen-Fernseher? Ausgewogen, aber etwas dumpf und leise. Für Nachrichten und die Serie zum Feierabend reicht der Klang – für Wumms wie im Kino packen Interessenten aber lieber eine Soundbar dazu. Von Hisense selbst bietet sich etwa das Dolby-Atmos-System
HT Saturnan. Ganz billig ist der Hisense-Fernseher übrigens nicht: Fürs 65-Zoll-Modell sind zum Testzeitpunkt 1049 Euro fällig.
Hisense
1.049,00 EUR
Mit dem S7DS hat Hisense nun auch einen Gallery-TV für die Wandmontage im Programm. Dabei handelt es sich im Kern um einen LCD-Fernseher der gehobenen Mittelklasse – angereichert durch ein tolles mattes Display und eine Premium-Fernbedienung. Optische Akzente setzt der S7DS mit seinen Alu-Zierleisten in Holzoptik und auch das flotte Vidaa-Betriebssystem mit mittlerweile vollständigem App-Store überzeugt. Selbst für Gamer ist der Canvas-TV geeignet. Allerdings unterstützen nur zwei HDMI-Anschlüsse Bildraten bis 144 Hertz. Es gibt den S7DS in folgenden Größen:
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