Ein 1.000 Nits heller Mini-LED-Fernseher mit 65-Zoll-Diagonale für unter 800 Euro? Das geht, wie der Test des Hisense 65U7DSE beweist.

COMPUTER BILD prüft den Hisense 65U7DSE im Testlabor. Der Mini-LED-TV verspricht viel fürs Geld – doch hält er dieses Versprechen auch?
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Ein 1.000 Nits heller Mini-LED-Fernseher mit 65-Zoll-Diagonale für unter 800 Euro? Das geht, wie der Test des Hisense 65U7DSE beweist.
Testnote
2,1
gut
Mit dem U7DSE bringt Hisense einen guten Mini-LED-Fernseher zum erschwinglichen Preis. Im Test überzeugte das Gerät vor allem durch seine hohe HDR-Helligkeit und die kräftigen Farben. Dabei funktionierte das Local Dimming tadellos – durch die vergleichsweise niedrige Zonenzahl bleibt der U7DSE beim Kontrast allerdings hinter besseren Modellen zurück. Für die Preisklasse überraschend ist die Bewegungsglättung. Hier ließ sich der TV nur auf sehr hohen Stufen zu Geisterbildern hinreißen. Dank HDMI 2.1 taugt der Hisense sogar für Gamer. Allerdings verdauen nur zwei der vier HDMI-Buchsen Bildwiederholraten bis 144 Hertz.
Pro
Kontra
Inhaltsverzeichnis
Als sogenannte ULED-TVs bezeichnet der chinesische TV-Hersteller Hisense LCD-Fernseher, die mit Mini-LED-Backlight und Quantum Dots für bessere Farben und Kontraste ausgestattet sind. Wie das beim Hisense U7DSE aussieht? Im Test der 65-Zoll-Version 65U7DSE gibt COMPUTER BILD die Antwort.
Hisense U7DSE im Test: Auf billigem FußBeim kürzlich getesteten
Flaggschiff-Modell Hisense UR9DS, waren wir nicht nur von Bild und Ton, sondern auch von Material- und Verarbeitungsqualität überzeugt. Da kann und muss der 600 Euro günstigere Hisense U7DSE nicht mithalten: Statt eines massiven Zentralfußes aus Metall gibt es einen zweiteiligen Stand-Fuß aus einfachem Kunststoff, wodurch der Fernseher beim Anstupsen leicht wackelt. Ist der China-TV einmal aufgebaut, stört das allerdings kaum noch.

Im KI-Bildmodus ab Werk wirken Inhalte brillant, aber zu kühl.
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Schalten wir den Hisense-Fernseher an, nimmt uns die Benutzeroberfläche VIDAA an die Hand und führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung des Smart-TVs. An dieser Stelle lässt sich etwa entscheiden, ob Alexa oder Hisense' eigene Lösung namens VIDAA Voice als Sprachassistentin dienen soll. Zudem können Nutzer einen automatischen Sendersuchlauf via Antenne, Kabel oder Satellit durchführen.

Das Gehäuse der Fernbedienung wirkt etwas billig, dafür ist sie handlich und besitzt alle wichtigen Tasten.
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Womit sich
VIDAAvon größeren Betriebssystemen wie Google TV, Tizen oder webOS abgrenzt? Ein VIDAA-Konto ist optional beziehungsweise nur nötig, wollen Nutzer den hauseigenen Sprachassistenten verwenden oder Apps und Einstellungen über mehrere VIDAA-Geräte hinweg synchronisieren. Der (kleine) Nachteil? Es gibt nicht jede Anwendung im App Store. Zum Testzeitpunkt fehlte etwa Sky WOW. Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, Apple+, HBO Max und Spotify waren jedoch vorhanden.

Das authentischste Bild gibt's im Filmmaker Mode zu sehen.
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Bei smarten Geräten im Jahr 2026 dauerpräsent: Künstliche Intelligenz. Daher kommt der Hisense U7DSE ab Werk mit den KI-verfeinerten Bild- und Ton-Modi "Bild- und Klangverbesserung (ACR)". Wir empfehlen, den Fernseher in den Filmmaker Mode zu versetzen und den Ton erstmal auf Standard zu stellen. Grund für ersteres? Im Filmmaker Mode sehen Inhalte etwas wärmer aus als für viele Zuschauer gewohnt. Denn ab Werk ist das TV-Bild grundsätzlich zu kalt. Daher haben sich Filmschaffende darauf geeinigt, dass die optimale Farbtemperatur im Filmmaker Mode 6.500 Kelvin betragen soll. So ist der Bildeindruck weder zu kalt noch zu warm, sondern neutral weiß. Im Test gelang dem U7DSE mit einem Wert von 6.432 Kelvin fast die Punktlandung. Super!

Der Hisense 65U7DSE unterstützt Dolby Vision und das Raumklang-Format Dolby Atmos.
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Doch wie schlägt sich der Fernseher bei Helligkeit und Kontrast? Die Antwort: Für die Preisklasse überraschend gut. Zwar erreicht der Hisense nur ein Kontrastverhältnis von 4.563:1, sodass er kein ganz tiefes Schwarz (wie
OLED-Fernseher) darstellen kann und Cinemascope-Balken bei Filmen eher dunkelgrau geraten; mit einer maximalen HDR-Helligkeit von 907 Candela pro Quadratmeter ist der TV für aktuelle Kino- und Serienproduktionen jedoch meist hell genug. Denn die sind in der Regel mit 1.000 Nits gemastert. Mehr Strahlkraft muss ein TV daher eigentlich nicht besitzen. Nur für sehr helle Wohnzimmer ohne Abdunkelungs-Möglichkeit sollten Interessenten zu einem leuchtstärkeren Modell greifen.

Im Test erreichte der U7DSE HDR-Helligkeiten von knapp 1.000 Nits. Die Glossy Oberfläche spiegelt allerdings etwas.
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Dass der Hisense U7DSE bei Helligkeit und Kontrast trotz Mini-LED-Backlight hinter den ebenfalls mit Local Dimming ausgestatteten UR9DSE zurückfällt, liegt an der Größe beziehungsweise Anzahl der Dimming-Zonen. Während das Top-Modell auf über 1.000 Zonen kommt, hinter denen der Fernseher sein Backlight herunterdimmen oder leuchten lassen kann, besitzt der U7DSE nur 225 Dimming-Zonen.

Wie viele Farben zeigt der Hisense-TV? Das ermitteln die Tester mit Kolorimeter und Calman-Software.
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Nur unwesentlich schlechter als der UR9DS ist der U7DSE bei der Farbwiedergabe aufgestellt: Vom fürs TV-Schauen wichtigen sRGB-Farbraum zeigt der TV rund 97 Prozent – während es vom für HDR-Inhalte relevanten DCI-P3-Bereich stolze 94 Prozent zu sehen gibt. Auffällig ist: Der Hisense zeigt nicht nur fast die gesamte Farbpalette ausschlaggebender Farbräume, sondern stellt Farben zudem schön kräftig und natürlich dar. Das ist den sogenannten Quantum Dots zu verdanken, kleinen Nanopartikeln, die der Hersteller zur Farbverbesserung aufs Panel pflanzt.

Selbst schräge Blickwinkel sind in der Regel kein Problem für den China-TV.
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Ebenfalls in Ordnung gehen die Blickwinkel. Dank des VA-Displays im Hisense 65U7DSE verwaschen Farbe und Kontraste erst bei extremer seitlicher Draufsicht. Bei halbwegs frontaler Betrachtung von der Couch gibt es keine blassen Gesichter und farblose Landschaften zu sehen. Ebenfalls kein Thema sind Geisterbilder bei schnellen Bewegungen. Dazu ließ sich der Hisense im Test nur auf der höchsten Stufe Stark hinreißen. Die glättet das Bild merklich, erzeugt aber den von Cineasten gefürchteten
Soap-Opera-Effekt. Ein guter Kompromiss aus 24p-Ruckeln und flüssiger Wiedergabe erhalten Nutzer mit der Einstellung Klar – Puristen wählen Film.

Für eine nur minimal eingreifende Zwischenbildberechnung stellen Puristen die "Bildschärfe" auf "Film".
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Über Filme und Serien mit dynamischen HDR-Metadaten freut sich der Hisense U7DSE besonders. Denn er hat nicht nur den Bild-Verbesserer
Dolby Visionan Bord, sondern auch Samsungs Konkurrenz-Technik
HDR10+. Die Folge? Bildinhalte sind immer genauso hell, farbstark und kontrastreich, wie vom Regisseur beabsichtigt. Dank des eingebauten Lichtsensors kann der Hisense zudem "Dolby Vision IQ" nutzen. Dabei passt der Fernseher nicht nur das Bild anhand der Metadaten im Quellmaterial an, sondern bezieht zudem die Raumhelligkeit mit ein. So bleiben Details in dunklen Filmszenen auch bei Tageslicht sichtbar, ohne dass Nutzer den Bildmodus wechseln müssen. "Dolby Vision 2 (Max)" hat Hisense im U7DSE allerdings nicht implementiert. Für den brandneuen HDR-Standard gibt es aber – Stand jetzt – auch noch keine Inhalte.

Für epische Multiplayer-Schlachten ist der Hisense U7DSE perfekt. Allerdings gibt es nur zweimal HDMI 2.1.
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Wie oben angerissen, können User am Hisense U7DSE nicht nur das Bild, sondern auch den Ton-Modus wechseln. Die Überraschung? Während der TV im KI-Modus ab Werk etwas hallt, klingt er im Standard-Modus präzise, ohne an Räumlichkeit einzubüßen. Mit Kino ist sogar noch etwas mehr Volumen drin. Besonders laut oder bass-stark ist der China-TV jedoch nicht. Wer mehr Wumms möchte, sollte sich unsere
Soundbar-Bestenlistezu Gemüte führen. Ein solcher Klangriegel lässt sich per "HDMI eARC" an den TV stöpseln. Wichtig für Gamer: Die HDMI-eARC-Buchse am 65U7DSE ist gleichzeitig einer von zwei Hochgeschwindigkeits-Ports, die Bildraten bis 144 Hertz verarbeiten. Die anderen beiden HDMI-Anschlüsse verdauen maximal 60 Hertz in nativer 4K-Auflösung. Allen Schnittstellen gemein ist eine für Controller unkritische Eingabeverzögerung von 13,9 Millisekunden.

Der U7DSE hat vierfach HDMI, doppelt USB-A, Anschlüsse für Satellit, Kabel und Antenne sowie eine LAN-Buchse und einen optischen Digitalausgang.
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Zum Schluss wollen wir noch ein paar Takte zur Fernbedienung verlieren: Die muss zwar auf Solarzelle sowie USB-C-Anschluss (wie beim UR9DS) verzichten und besitzt ausschließlich gummierte und nicht auch schick-glänzenden Tasten aus Hartplastik, bietet aber separate Drücker für die wichtigsten Streaming-Apps und eine Zehnertastatur. Für viele interessant dürfte zudem der Preispunkt des Hisense U7DSE sein: Zum Testzeitpunkt kostete die geprüfte 65-Zoll-Version gerade mal 799 Euro.
Hisense
739,99 EUR
Mit dem U7DSE bringt Hisense einen guten Mini-LED-Fernseher zum erschwinglichen Preis. Im Test überzeugte das Gerät vor allem durch seine hohe HDR-Helligkeit und die kräftigen Farben. Dabei funktionierte das Local Dimming tadellos – durch die vergleichsweise niedrige Zonenzahl bleibt der U7DSE beim Kontrast allerdings hinter besseren Modellen zurück. Für die Preisklasse überraschend ist die Bewegungsglättung. Hier ließ sich der TV nur auf sehr hohen Stufen zu Geisterbildern hinreißen. Dank HDMI 2.1 taugt der Hisense sogar für Gamer. Allerdings verdauen nur zwei der vier HDMI-Buchsen Bildwiederholraten bis 144 Hertz. Außer in der von uns getesteten 65-Zoll-Version gibt es den Hisense U7DSE in folgenden Größen: