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Schnappatmung und Basteldrang – Solstice (Honeywell) PTM7950 auf der XFX Radeon RX 6950 XT oder das Ende der Originalpaste nach nur 2 Jahren

Дата публикации: 05-10-2026 03:30:18

Der Artikel untersucht, wie sich ein Wechsel der nach rund zwei Jahren verwendeten Original-Wärmeleitpaste auf das Honeywell-Phasenwechselpad PTM7950 bei einer XFX Radeon RX 6950 XT auswirkt. Unter hoher Last sank die durchschnittliche GPU-Temperatur je nach Lüfterregelung um 4,4 bis 6,0 K; zugleich fiel der Hotspot in Steel Nomad trotz höherem Takt, höherer Leistungsaufnahme und geringerer Lüfterdrehzahl um 3 beziehungsweise 6 K. Wichtigste Fakten Aspekt Ergebnis Einordnung Wärmeübergang Originalpaste durch Honeywell PTM7950 ersetzt Der Kühler selbst blieb unverändert.

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Der Artikel untersucht, wie sich ein Wechsel der nach rund zwei Jahren verwendeten Original-Wärmeleitpaste auf das Honeywell-Phasenwechselpad PTM7950 bei einer XFX Radeon RX 6950 XT auswirkt. Unter hoher Last sank die durchschnittliche GPU-Temperatur je nach Lüfterregelung um 4,4 bis 6,0 K; zugleich fiel der Hotspot in Steel Nomad trotz höherem Takt, höherer Leistungsaufnahme und geringerer Lüfterdrehzahl um 3 beziehungsweise 6 K.

Wichtigste Fakten
Aspekt Ergebnis Einordnung
Wärmeübergang Originalpaste durch Honeywell PTM7950 ersetzt Der Kühler selbst blieb unverändert.
Time Spy, GPU-Temperatur 75,3 auf 70,9 °C 4,4 K weniger bei automatischer Lüftersteuerung.
Time Spy, Hotspot 90,5 auf 92,1 °C Der erste Vergleich wurde durch die niedrigere Lüfterdrehzahl beeinflusst.
Time Spy, feste Lüfterdrehzahl 69,3 °C GPU und 90,1 °C Hotspot Bei 40 % Lüfterdrehzahl verschwand der vermeintliche Hotspot-Nachteil.
Steel Nomad, erste Szene 79 auf 76 °C Hotspot 3 K weniger trotz höherem Takt und höherer Leistungsaufnahme.
Steel Nomad, zweite Szene 80 auf 74 °C Hotspot 6 K weniger bei zugleich 156 U/min weniger Lüfterdrehzahl.
Technische Eckdaten
Merkmal Angabe Kontext
Grafikkarte XFX Radeon RX 6950 XT Seit rund zwei Jahren im Einsatz.
Alltagsprofil Rund 2,4 GHz Als effizienter Betriebsbereich beschrieben.
Erhöhtes Leistungsprofil 2,5 GHz Mehr Leistung ohne dauerhaftes Fahren ins Power-Limit.
Testprofil 2,6 GHz Für die bewusst hohe thermische Belastung.
Power-Limit 360 W Im Time-Spy-Test über längere Abschnitte erreicht.
Wärmeübergangsmaterial Honeywell PTM7950 Auf dem GPU-Die anstelle der bisherigen Paste eingesetzt.
Messwerte und Beobachtungen
Messgröße Originalzustand PTM7950
Time-Spy-Gesamtpunkte 19.030 18.937 mit Automatik, 18.910 bei 40 % Lüfter
Time-Spy-Grafikpunkte 23.227 23.146 mit Automatik, 23.139 bei 40 % Lüfter
GPU-Temperatur maximal 75,3 °C 70,9 °C mit Automatik, 69,3 °C bei 40 % Lüfter
Hotspot maximal 90,5 °C 92,1 °C mit Automatik, 90,1 °C bei 40 % Lüfter
Lüfterdrehzahl im relevanten Bereich Etwa 35 bis 40 % Automatik reduzierte die Drehzahl nach dem Temperaturabfall.
Leistungsgrenze 360 W In allen Time-Spy-Läufen gleich.
Steel-Nomad-Szene Vorher Mit PTM7950
Erste Szene: GPU-Takt 2.413 MHz 2.495 MHz
Erste Szene: GPU-Leistungsaufnahme 257,0 W Etwa 266,0 W
Erste Szene: Hotspot 79 °C 76 °C
Erste Szene: Lüfterdrehzahl 1.776 U/min 1.689 U/min
Zweite Szene: GPU-Takt 2.414 MHz 2.514 MHz
Zweite Szene: GPU-Leistungsaufnahme 258,0 W 271,7 W
Zweite Szene: Hotspot 80 °C 74 °C
Zweite Szene: Lüfterdrehzahl 1.775 U/min 1.619 U/min

Die Unterschiede bei den Time-Spy-Ergebnissen sind gering. Mit automatischer Lüftersteuerung fehlen gegenüber dem ursprünglichen Lauf 93 Punkte, bei fester Lüfterdrehzahl 120 Punkte. Das entspricht knapp 0,5 beziehungsweise rund 0,6 Prozent. Die Grafikpunkte ändern sich um etwa 0,35 bis 0,38 Prozent. Diese Abweichungen werden als innerhalb der Messtoleranz liegend eingeordnet; ein belastbarer Leistungseffekt wird daraus nicht abgeleitet.

Teardown, Materialprüfung und Aufbau

Die XFX Radeon RX 6950 XT besitzt einen großen Kühler mit massivem Lamellenpaket, Backplate und drei Lüftern. Die Konstruktion besteht aus mehreren getrennten Baugruppen. Der äußere Lüfterrahmen lässt sich vom eigentlichen Kühlkörper trennen. Nach dem Entfernen der Abdeckungen und dem Sortieren der Schrauben wird die Platine vollständig zugänglich.

Auf dem GPU-Die war die bisherige Wärmeleitpaste nach rund zwei Jahren noch deutlich sichtbar. Um den Grafikchip liegen die Speicherbausteine; daneben befinden sich Spannungsversorgung und weitere Kartenkomponenten. Die seitlich angeordneten Wärmeleitpads binden Speicher und andere Bauteile an den Kühler an. Der Versuch betrifft ausschließlich den thermischen Übergang zwischen GPU-Die und zentraler Kühlerkontaktfläche.

Vor dem Einsetzen des PTM7950 wurde die alte Paste vollständig von der GPU-Kontaktfläche entfernt. Der Wechsel auf das Phasenwechselpad und die anschließende vollständige Remontage sind dokumentiert. Eine fotografische Darstellung des zugeschnittenen und bereits auf dem Die platzierten PTM7950 liegt im bereitgestellten Material nicht vor.

Die Kühlerkonstruktion, die Lüfter und die übrigen Wärmeleitpads blieben unverändert. Nach dem Zusammenbau wurde die Backplate wieder montiert, sodass die Karte mechanisch dem Ausgangszustand entsprach. Die zentrale Kontaktfläche des Kühlers liegt über der GPU; die seitlichen Pads übernehmen die thermische Anbindung von Speicher und weiteren Komponenten.

Die Messwerte sprechen gegen ein grundsätzlich problematisches Montageergebnis. Beim fest auf 40 Prozent gesetzten Lüfter sank der Hotspot auf 90,1 °C und lag damit geringfügig unter dem ursprünglichen Wert von 90,5 °C. Gleichzeitig blieb die durchschnittliche GPU-Temperatur mit 69,3 °C deutlich niedriger als im Originalzustand.

Testbedingungen und Grenzen

Für den Time-Spy-Vergleich kam ein 2,6-GHz-Profil mit 360 W Power-Limit zum Einsatz. Die Karte lief dabei weiterhin mit einer gegenüber der ursprünglichen Werkseinstellung reduzierten Spannung. Der Test wurde gewählt, weil Time Spy GT2 die Karte über längere Abschnitte bis an das gesetzte Leistungs-Limit brachte. Die Time-Spy-Läufe verwendeten denselben Ryzen 7 2700X.

Die Lüftersteuerung wurde zunächst automatisch betrieben. Anschließend erfolgte ein Kontrolllauf mit fest auf 40 Prozent eingestellten Lüftern. Dieser Vergleich ist entscheidend, weil die niedrigere durchschnittliche GPU-Temperatur die automatische Regelung zu einer geringeren Lüfterdrehzahl veranlasste. Dadurch konnte der Hotspot trotz verbessertem thermischem Übergang zunächst höher ausfallen.

Die Steel-Nomad-Vergleiche basieren auf älteren Referenz-Screenshots, die ungefähr zwei Jahre zurückliegen. Das CPU-Setup ist nicht identisch: Im neueren Lauf kam ein Ryzen 7 2700X anstelle eines 5800X3D zum Einsatz. Deshalb sind Bildrate und Frameverlauf nicht direkt für eine Gesamtleistungsbewertung heranzuziehen. Für die thermische Einordnung wurden GPU-Telemetrie und möglichst ähnliche Szenenpositionen betrachtet.

Einordnung

Das PTM7950 ist in diesem Versuch kein Kühlerumbau und erzeugt keinen eigenständigen Leistungssprung. Der relevante Vorteil liegt im thermischen Verhalten: Die RX 6950 XT erreicht niedrigere Temperaturen oder benötigt für vergleichbare Temperaturen weniger Lüfterdrehzahl. Besonders aussagekräftig sind die Steel-Nomad-Szenen, weil die Karte mit PTM7950 höher taktet und mehr Leistung aufnimmt, während der Hotspot trotzdem um 3 beziehungsweise 6 K sinkt.

Im Alltag wird die Karte nicht dauerhaft mit dem 2,6-GHz-Profil und 360 W betrieben. Rund 2,4 GHz gelten als vernünftige Einstellung, 2,5 GHz als sportlichere Variante. Der Umbau macht aus der RX 6950 XT kein neues Grafikkartenmodell, schafft aber zusätzlichen thermischen Spielraum für höhere Leistungsprofile.

StärkenDie durchschnittliche GPU-Temperatur sank im Time Spy um 4,4 K bei automatischer Lüftersteuerung und um 6,0 K bei 40 Prozent Lüfterdrehzahl.Der Hotspot lag in den beiden Steel-Nomad-Szenen trotz höherem Takt und höherer Leistungsaufnahme um 3 beziehungsweise 6 K niedriger.Die Lüfterdrehzahl sank in den Steel-Nomad-Szenen um 87 beziehungsweise 156 U/min.EinschränkungenDer erste Time-Spy-Vergleich zeigte mit automatischer Lüftersteuerung zunächst einen um 1,6 K höheren Hotspot.Die Steel-Nomad-Referenzläufe stammen aus einem älteren Zeitraum und nutzten ein anderes CPU-Setup.Die kleinen Unterschiede bei den Time-Spy-Punkten liegen innerhalb der Messtoleranz und belegen keinen Leistungsvorteil.Fragen und AntwortenWas wurde an der Grafikkarte verändert? Die ursprüngliche Wärmeleitpaste auf dem GPU-Die wurde durch das Honeywell-Phasenwechselpad PTM7950 ersetzt.Warum stieg der Hotspot im ersten Time-Spy-Vergleich? Die automatische Lüfterregelung reduzierte wegen der niedrigeren durchschnittlichen GPU-Temperatur die Lüfterdrehzahl.Wie wurde der erste Hotspot-Wert kontrolliert? Mit fest auf 40 Prozent eingestellten Lüftern sank der Hotspot auf 90,1 °C.Gab es einen messbaren Leistungsvorteil? Nein, die Abweichungen bei den Time-Spy-Punkten lagen innerhalb der Messtoleranz.Was ist das zentrale Ergebnis des Umbaus? Die Karte wurde thermisch günstiger und konnte in den verglichenen Szenen bei höherem Takt und höherer Leistungsaufnahme mit niedrigerer Lüfterdrehzahl betrieben werden.

Manchmal braucht es keinen Defekt, damit ich Hardware auseinanderschraube. Gelegentlich reicht schon die Frage, ob etwas, das seit Jahren zuverlässig funktioniert, nicht vielleicht doch noch ein bisschen besser funktionieren könnte. Das ist natürlich exakt die Art Gedanke, bei der vernünftige Menschen ihren Rechner ausschalten und ins Bett gehen. Ich hingegen hole den Schraubendreher. Nennen wir es den Kampf gegen den inneren Monk und einen heftigen Schalg auf den Trigger. In diesem Fall traf es meine XFX Radeon RX 6950 XT. Die Karte begleitet mich inzwischen seit rund zwei Jahren und gehört zu den Exemplaren, die ich ziemlich genau kenne. Nicht nur aus dem normalen Spielebetrieb, sondern auch aus diversen Benchmark-Sessions, bei denen ich mit dem Exemplar in 3DMark teilweise sehr weit oben in den Ergebnislisten gelandet bin. 

Das ist allerdings weniger eine wundersame Geschichte über den einen goldenen Chip als vielmehr eine über ziemlich viel Zeit, Feinarbeit und das Zusammenspiel aus More Power Tool, Treiber und den Einstellmöglichkeiten der Radeon-RX-6000-Serie. Gerade diese Generation lässt sich noch auf eine Art und Weise konfigurieren, die bei neuerer Hardware nicht mehr in jedem Bereich selbstverständlich ist. Wer weiß, an welchen Stellschrauben er dreht, bekommt deshalb erstaunlich viel Kontrolle über Takt, Spannung und Leistungsaufnahme.

Meine Karte läuft im Alltag nicht permanent mit maximaler Brechstange. Rund 2,4 GHz sind für mich der vernünftige Bereich, weil die RX-6000-Karten dort sehr effizient betrieben werden können. 2,5 GHz sind eine gute Stufe darüber, wenn ich mehr Leistung möchte, ohne die Karte ständig ins Power-Limit zu schicken. Für diesen Versuch war Vernunft allerdings ausdrücklich nicht das Testziel sondern ich wollte sehen, was thermisch passiert, wenn die GPU wirklich arbeiten muss. Deshalb kam ein 2,6-GHz-Profil zum Einsatz, zusammen mit einem erhöhten Power-Limit von 360 Watt. Selbst dabei ist die Karte gegenüber ihrer ursprünglichen Werkseinstellung noch undervoltet, aber Time Spy GT2 reicht aus, um sie mit diesem Profil über längere Abschnitte tatsächlich gegen das gesetzte Leistungslimit laufen zu lassen.

Genau dort wollte ich hin. Wer den Unterschied zwischen zwei Wärmeübergangsmaterialien beurteilen möchte, sollte schließlich nicht bei 150 Watt gemütlich auf dem Desktop herumstehen und anschließend die zweite Nachkommastelle feiern. Die XFX ist zudem kein zierliches Stück Hardware. Der große Kühler, die massive Backplate und der Triple-Fan-Aufbau ergeben eine Karte, bei der eine Demontage nicht mit zwei gelösten Schrauben und einem beherzten Ruck erledigt ist.

Von der Seite wird erst richtig deutlich, wie viel Kühler hier an der Platine hängt. Für den eigentlichen Versuch war das sogar hilfreich. Wenn der Kühler selbst reichlich Reserven besitzt, lässt sich eine Veränderung des thermischen Übergangs zwischen GPU und Kühlkörper recht gut beobachten, solange Lüfterregelung und Leistungsaufnahme nicht aus den Augen verloren werden.

Auf der Vorderseite sitzen drei Lüfter über dem großflächigen Lamellenpaket. Genau diese Lüfter werden später noch wichtig, denn ausgerechnet ihre automatische Regelung sorgt im ersten Vergleich zunächst für ein Ergebnis, das auf den ersten Blick ziemlich widersprüchlich aussieht. Bevor ich dazu komme, muss die Karte allerdings erst einmal auseinander.

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