Sparkassen-Kunden erhalten eine Mail über 106,99 Euro Rückerstattung. Die Verbraucherzentrale warnt vor Phishing und erklärt, was Betroffene tun sollten.
Manche Sparkassen-Kunden bekommen derzeit eine Mail über eine angebliche Rückzahlung von 106,99 Euro. Wer den Betrag erhalten will, soll einen Link anklicken. Dahinter steckt Betrug.
Derzeit verschicken Betrüger offenbar Mails an Sparkassen-Kunden und behaupten, bei einer Überprüfung des Kontos seien zu Unrecht berechnete Kontoführungsgebühren entdeckt worden.
Das Geld solle „vollständig und sofort“ zurückgezahlt werden. Dafür müssten Kunden die Erstattung lediglich über ein angeblich sicheres Kundenportal bestätigen.
Die Betrüger arbeiten mit einem psychologischen Trick: Statt mit einer drohenden Kontosperre oder einer angeblich notwendigen Sicherheitsprüfung Angst zu machen, versprechen sie Geld. Der konkrete Betrag von 106,99 Euro soll die Nachricht offenbar glaubwürdig wirken lassen. Gleichzeitig setzen die Täter die Empfänger unter Zeitdruck. Die Rückerstattung müsse innerhalb von 24 Stunden bestätigt werden. Andernfalls könne die Gutschrift angeblich nicht automatisch erfolgen und sich verzögern.
Genau diese Kombination ist ein Warnsignal: unerwartetes Geld, eine kurze Frist und ein Link, über den die Empfänger aktiv werden sollen.
Die Verbraucherzentrale nennt mehrere weitere Merkmale der aktuellen Phishing-Mail:
Das Problem liegt in dem Link in der Mail. Über ihn sollen die Empfänger die angebliche Rückerstattung bestätigen. Tatsächlich handelt es sich laut Verbraucherzentrale um einen Phishing-Versuch, mit dem die Kriminellen an persönliche Daten gelangen wollen – etwa Zugangsdaten zum Online-Banking oder Karteninformationen.
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Die Sparkasse weist darauf hin, dass Phishing-Angriffe genau darauf abzielen, PINs, TANs, Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen zu erbeuten.
Die Bank stellt zugleich klar: Sparkassen fragen ihre Kunden nicht per E-Mail, SMS oder Telefon nach persönlichen Zugangsdaten.
Wer eine solche Mail erhält, sollte weder auf den Link klicken noch antworten. Die Nachricht sollte unbeantwortet in den Spam-Ordner verschoben oder gelöscht werden.
Wer überprüfen möchte, ob tatsächlich eine Rückzahlung aussteht, sollte die Sparkassen-App öffnen oder die bekannte Internetseite der eigenen Sparkasse aufrufen und nicht den Link aus der Mail verwenden.
Auch die Verbraucherzentrale empfiehlt genau dieses Vorgehen: Mögliche Erstattungen sollten ausschließlich über die offiziellen Kanäle des jeweiligen Finanzinstituts geprüft werden.
Entscheidend ist, was nach dem Klick passiert ist.
Sie haben nur den Link geöffnet, aber keine Daten eingegeben:
Schließen Sie die Seite und geben Sie dort nichts mehr ein. Wenn Sie keine Daten preisgegeben und keine Datei heruntergeladen haben, besteht nicht automatisch Grund zur Panik.
Sie haben Benutzername, Passwort, PIN oder andere Zugangsdaten eingegeben:
Dann sollten Sie sofort Ihre Sparkasse über einen bekannten Kontaktweg informieren und den Online-Banking-Zugang sperren lassen. Die Sparkasse empfiehlt außerdem, die Zugangsdaten umgehend zu ändern – möglichst über ein anderes Gerät.
Sie haben Karten- oder Kreditkartendaten eingegeben:
Die Karte sollte vorsorglich gesperrt werden. Dafür steht rund um die Uhr der Sperr-Notruf 116 116 zur Verfügung.
Sie haben eine TAN oder eine Zahlung in der Banking-App bestätigt:
Kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Sparkasse und melden den Vorgang. Je schneller die Bank informiert wird, desto eher können weitere unberechtigte Transaktionen verhindert werden. Die Sparkasse rät bei einem Betrugsverdacht zu einer sofortigen Kontaktaufnahme.
Außerdem sollten Betroffene ihre Kontobewegungen kontrollieren und verdächtige Buchungen umgehend der Bank melden. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt, Kontobewegungen regelmäßig zu überprüfen und die Bank bei Auffälligkeiten zu informieren.
Ein Rechtschreibfehler oder ein schlechtes Layout reicht längst nicht mehr aus, um eine Betrugs-Mail zu erkennen. Auch die Sparkasse weist darauf hin, dass Phishing-Nachrichten inzwischen sehr professionell wirken können.
Verbraucher sollten deshalb vor allem auf das Verhalten der Nachricht achten:
Das können Indizien für Betrugsversuche sein.
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