Eine E-Mail verspricht AOK-Versicherten eine Rückzahlung von 478,90 Euro. Doch hinter der Nachricht stecken Betrüger. COMPUTER BILD erklärt, worauf Kundinnen und Kunden achten müssen.

Betrüger geben sich per E-Mail als AOK aus (Symbolbild).
Foto: Westend61/GettyImages
Eine E-Mail verspricht AOK-Versicherten eine Rückzahlung von 478,90 Euro. Doch hinter der Nachricht stecken Betrüger. COMPUTER BILD erklärt, worauf Kundinnen und Kunden achten müssen.
Eine unerwartete Rückzahlung von fast 500 Euro klingt wahrscheinlich für viele erst einmal erfreulich. Genau damit versuchen Betrüger derzeit, Empfängerinnen und Empfänger einer gefälschten AOK-Mail in die Falle zu locken. Angeblich wartet bereits Geld auf die Betroffenen. Um es zu erhalten, sollen sie lediglich einem Link in der Nachricht folgen. Zusätzlich erhöht eine Frist den Druck und soll offenbar dafür sorgen, dass die Empfängerinnen und Empfänger möglichst schnell handeln.
Betrüger stellen 478,90 Euro in AussichtNach Angaben der
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalenerklären die Absender die vermeintliche Erstattung damit, dass Belege und gezahlte Beiträge aus vergangenen Jahren kontrolliert worden seien. Das Ergebnis dieser angeblichen Prüfung verkünden sie schon in der Betreffzeile: "Ihre Rückerstattung über 478,90 € wartet auf Bestätigung". Demnach sei der Betrag bereits zur Auszahlung vorgesehen. Allerdings müssten die Empfängerinnen und Empfänger das Geld zunächst über einen Link in der Nachricht freigeben. Auf diese Weise versuchen die Betrüger, die Betroffenen dazu zu bringen, die verlinkte Seite aufzurufen.
Damit für eine genauere Prüfung der Nachricht möglichst wenig Zeit bleibt, nennen die Absender den 7. Oktober 2026 als Stichtag. Danach soll der Anspruch auf die Rückerstattung angeblich verfallen. Wer die Summe später noch bekommen wolle, müsse einen neuen Antrag stellen. Die Verbraucherzentrale weist jedoch auf mehrere Merkmale hin, an denen sich die Nachricht als
Betrugsversucherkennen lässt. So verwenden die Absender zwar (erfundene) Referenznummern, die einen bereits laufenden Vorgang bei der
AOKvortäuschen sollen. Gleichzeitig fehlt jedoch eine persönliche Ansprache. Auch die Absenderadresse ist verdächtig.
Wer die entsprechende Nachricht im Postfach vorfindet, sollte weder darauf antworten noch den enthaltenen Link öffnen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät dazu, die E-Mail stattdessen in den Spam-Ordner zu verschieben. Wer sich nicht sicher ist, ob möglicherweise doch eine echte Mitteilung der AOK vorliegt, sollte auch die in der Nachricht genannten Kontaktdaten und Internetadressen meiden. Andernfalls besteht die Gefahr, erneut bei den Betrügern zu landen. Stattdessen können Versicherte die offizielle AOK-App öffnen oder die ihnen bereits bekannte Internetseite ihrer Krankenkasse selbst aufrufen.
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