Auf der nächsten Sitzung des Gemeinderates von Schmelz soll es auch um mehrere Anträge der dortigen Ratsfraktionen gehen. Vor allem eine Forderung von CDU und FDP zur Verlustübernahme bei Gemeindefesten dürfte jedoch für Diskussionen sorgen.
Schmelz · Auf der nächsten Sitzung des Gemeinderates von Schmelz soll es auch um mehrere Anträge der dortigen Ratsfraktionen gehen. Vor allem eine Forderung von CDU und FDP zur Verlustübernahme bei Gemeindefesten dürfte jedoch für Diskussionen sorgen.
12.08.2026 , 15:26 Uhr
Die Organisatoren von traditionellen Veranstaltungen wie der Kirmes in Schmelz-Bettingen haben neben dem Wetter auch zunehmend mit steigenden Kosten zu kämpfen. Die Schmelzer CDU-FDP-Fraktionsgemeinschaft fordert daher nun eine finanzielle Absicherung.
Foto: Barbara KutschNach der langen Sommerpause ist es wieder so weit: Der Gemeinderat von Schmelz trifft sich an diesem Donnerstag, 13. August, zu seiner nächsten regulären Sitzung. Für die Ratsmitglieder stehen dabei nicht nur verschiedene Tagespunkte, sondern auch gleich mehrere Anträge der Fraktionen auf dem Plan – wobei womöglich einer davon für Diskussionen sorgen könnte.
Denn wenn es nach dem Willen der CDU-FDP-Fraktionsgemeinschaft gehen würde, soll die Gemeinde künftig die finanziellen Verluste bei Gemeindeveranstaltungen wie etwa der Kirmes übernehmen. Diese werden in der Regel durch Ortsinteressensgruppen oder die Ortsvorsteher federführend organisiert und durchgeführt. Doch ehrenamtliche Vereine wie Freiwillige Feuerwehr, DRK oder Förderkreise hätten zuletzt mit immer steigenderen Kosten und einer zunehmenden Unkalkulierbarkeit bei ihren Veranstaltungen zu kämpfen. In der Folge würden Feste wie die Kirmes sich für die Vereine immer weniger lohnen. Wegen des Allgemeinwohls und zur Erhaltung der örtlichen Kultur würden die Veranstaltungen bisher dennoch weiterhin durchgeführt werden.
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CDU und FDP fordern daher jetzt, dass die Gemeinde im schlimmsten Fall einspringen sollte. „Da die Erhaltung dieser Veranstaltungen im Sinne der Allgemeinheit auch ein Anliegen der Gemeinde ist, sollte sich die Gemeinde gegenüber den Vereinen dafür aussprechen im Falle von Verlusten, diese zu tragen“, heißt es hierzu im Antrag der CDU-FDP-Fraktionsgemeinschaft. Vor dem Hintergrund der schon länger angespannten Finanzlage der Gemeinde dürfte sich nicht wenigen dennoch die Frage stellen, in welchem Umfang die Gemeinde hierzu überhaupt in der Lage wäre. Zumal FDP und CDU in einem weiteren Antrag fordern, dass Veranstaltungen wie dem Kirmessingen die Kosten für die Benutzung der gemeindeeigenen Räumlichkeiten künftig erlassen werden sollen.
Auch mehrere Anträge der Fraktionsgemeinschaft von SPD, Linken und Grünen stehen für die Ratsmitglieder auf dem Plan. So fordert die rot-rot-grüne Fraktionsgemeinschaft unter anderem ein Konzept zur Verbesserung der Nahversorgung in der Gemeinde. „In Primsweiler und Michelbach gibt es derzeit keinen Lebensmittel-Nahversorger. Auch in Dorf im Bohnental und im Bereich Schattertriesch ist die wohnortnahe Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs nur eingeschränkt möglich“, heißt es im entsprechenden Antrag.
Insbesondere für ältere und mobil eingeschränkte Menschen sei dies ein Problem. Zusammen mit dem Wirtschaftsförderer soll die Gemeinde daher nun prüfen, wie Modelle eines Friedas24-Marktes – der etwa derzeit im benachbarten Lebacher Stadtteil Gresaubach existiert und zeitweise auch in Limbach vorhanden war – oder andere Nahversorgungsmodelle vor Ort umgesetzt werden können. (leis)
Die Sitzung des Gemeinderates von Schmelz beginnt am Donnerstag, 13. August, um 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses von Schmelz.