Jahrzehntelang schwieg Elke Winkens über ihre traumatischen Erlebnisse. Nun spricht der „Sturm der Liebe“-Star erstmals offen über Missbrauch in ihrer Kindheit und weitere Übergriffe.
Jahrzehntelang schwieg Elke Winkens über ihre traumatischen Erlebnisse. Nun spricht der „Sturm der Liebe“-Star erstmals offen über Missbrauch in ihrer Kindheit und weitere Übergriffe.
Eine dieser Erfahrungen machte Elke Winkens bereits im Alter von sieben Jahren, wie die „Sturm der Liebe“-Schauspielerin gegenüber „Krone“ berichtet. In der Imbissbude ihrer Eltern wurde sie nach eigenen Angaben von einem Mann sexuell bedrängt. Als ihre Mutter hinzukam, habe diese sofort bemerkt, dass etwas nicht stimmte. „Als meine Mutter kam, schaute ich sie erschrocken an und sie fragte: ‚Hat er dir was getan?‘, und ich sagte: ‚Ja‘“, erinnert sich Elke Winkens. Im Alter von 16 Jahren sei sie erneut Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden.
Die Folgen begleiteten sie lange. Wie Elke Winkens schildert, habe insbesondere das Vertrauen in Beziehungen gelitten. Heute könne sie anders auf das Geschehene blicken und wisse, dass die Verantwortung nicht bei ihr lag.
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Doch auch in ihrem späteren Berufsleben erlebte die Schauspielerin übergriffiges Verhalten. Besonders erschütternd ist eine Situation bei Dreharbeiten zu einem Kinofilm. Während Elke Winkens für eine Nacktszene vor der Kamera stand, soll ein Beleuchter heimlich eine weitere Kamera versteckt haben, „die mir die ganze Drehzeit zwischen die Beine gefilmt hat“.
Nachdem die Schauspielerin davon erfahren hatte, zerstörte sie nach eigener Aussage die Kamera und verlangte Konsequenzen. Sie habe gefordert, „dass der Typ vom Set gewiesen wird“. Doch dazu kam es nicht: „Wurde er nicht, ich musste weiterdrehen“, erzählt Elke Winkens der „Krone“.
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Heute möchte die ehemalige „Sturm der Liebe“-Darstellerin ihre Stimme auch für andere Betroffene einsetzen. Frauen, die Ähnliches erlebt haben und sich nicht trauen, öffentlich darüber zu sprechen, bietet sie ihre Unterstützung an. „Sie können mich jederzeit als ihr Schutzschild nehmen“, sagt die Schauspielerin.
Gleichzeitig richtet Elke Winkens einen eindringlichen Appell an Männer: „Stellt euch hin und macht endlich den Mund auf! Seid an unserer Seite, zeigt euch solidarisch.“ Für die Schauspielerin beginnen Grenzüberschreitungen zudem nicht erst bei schweren Straftaten. Schon respektlose Äußerungen oder das Zeigen von Nacktfotos könnten Teil des Problems sein.
Von KUKKSI REDAKTION
Wenn Sie selbst von sexualisierter Gewalt, Belästigung oder Übergriffen betroffen sind – oder jemanden unterstützen möchten – gibt es vertrauliche und kostenlose Anlaufstellen:
Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“:
08000 116 016 (kostenlos, anonym, 24 Std. erreichbar)
www.hilfetelefon.de
Nummer gegen Kummer (Kinder- und Jugendtelefon):
116 111 (Mo–Sa, kostenlos)
www.nummergegenkummer.de
Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch:
Beratungsangebote vor Ort und bundesweit
www.hilfe-portal-missbrauch.de
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530
(Mo, Mi, Fr 9–14 Uhr; Di, Do 15–20 Uhr; Online-Beratung jederzeit möglich)
Beratungsstellen vor Ort:
Unterstützung und psychosoziale Beratung gibt es auch bei den Frauenhäusern, Notrufen oder spezialisierten Beratungsstellen in Ihrer Region.
Eine Übersicht u. a. bei: www.gemeinsam-gegen-sexismus.de
Im Notfall: Rufen Sie die Polizei unter 110 an.
Alle genannten Angebote sind vertraulich und kostenlos. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe zu suchen.