Die Diagnose ihres Sohnes verändert den Familienalltag von Annika Lau. Offen spricht die Moderatorin nun über die Herausforderungen – und ihren ganz persönlichen Umgang damit.
Die Diagnose ihres Sohnes verändert den Familienalltag von Annika Lau. Offen spricht die Moderatorin nun über die Herausforderungen – und ihren ganz persönlichen Umgang damit.
Annika und Frederick Laus Sohn ist zehn Jahre alt und lebt mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Für die Moderatorin bedeutet das, ihren Sohn mit all seinen unterschiedlichen Seiten zu erleben – und zugleich mit den Herausforderungen umzugehen, die die Diagnose für den Familienalltag mit sich bringt.
„Es ist diese Gleichzeitigkeit, die einen verrückt macht. Er ist ja mein Sohn, und mein Sohn ist zuerst mal wahnsinnig toll. Er ist unglaublich lustig, superschlau, schnell im Kopf, wenn er möchte. Und dann aber auch wieder so träge und faul“, sagt die 47-Jährige gegenüber „Gala“.
Besonders beschäftigt sie, wie ihr Sohn mit seinem Umfeld zurechtkommt. „Kinder wie er stoßen überall auf Ablehnung, sie sind es mehr gewohnt, angemeckert zu werden und immer die Schuldigen zu sein, als mal etwas Positives zu erfahren“, erklärt Lau.
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Auch für die Moderatorin selbst ist der Umgang mit der Situation emotional herausfordernd. Wenn ihr alles zu viel wird, hat sie einen ganz eigenen Weg gefunden, damit umzugehen. „Oh, ich weine ganz viel im Auto [...] Das ist mein Ventil. Ich weine auch auf offener Straße. Ich schäme mich mittlerweile auch nicht mehr so dafür.“
Zugleich sieht Lau deutliche Parallelen zwischen ihrem Sohn und dessen Vater, Schauspieler Frederick Lau, der seit kurzem veganen Döner in Berlin verkauft. „Die beiden sind wie eine Person, einmal in groß und einmal in klein! Wenn die beiden streiten, ist das so, als würde man zwei Sechsjährigen zuschauen. Die brüllen sich an, schmeißen Sachen, aber fünf Minuten später liegen sie sich in den Armen und sagen: Alles okay, wir schaffen das!“
Ihre Erfahrungen mit dem Familienalltag verarbeitet Annika Lau, die kürzlich beim „Gala“-Abschied ganz emotional geworden ist, auch in ihrem ersten Buch „Ihr Kind ist anders“, das am 7. Oktober erscheint. Darin beschreibt sie den Weg von den ersten Anzeichen über die Diagnose bis zum Alltag mit ADHS. Ergänzt wird ihr Erfahrungsbericht durch Fachwissen des ADHS-Experten Dr. med. Klaus Skrodzki.
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