Heute blickt Schauspielerin Inez Bjørg David wieder voller Vorfreude in die Zukunft. Doch vor zwei Jahren durchlebte sie eine schwere psychische Krise. Auf Instagram spricht sie offen über ihre Erfahrungen.
Heute blickt Schauspielerin Inez Bjørg David wieder voller Vorfreude in die Zukunft. Doch vor zwei Jahren durchlebte sie eine schwere psychische Krise. Auf Instagram spricht sie offen über ihre Erfahrungen.
„Ich freue mich! Ich freue mich so auf alles, was kommt! Ich freue mich am Leben zu sein.“ Mit diesen Worten beginnt Inez Bjørg David ihren aktuellen Beitrag. Die Schauspielerin blickt darin auf eine Zeit zurück, in der sie kaum noch Hoffnung hatte.
Vor zwei Jahren habe sie, wie auch ARD-Reporterin Esther Sedlaczek, unter einer schweren postnatalen Depression gelitten. „Ich wäre am liebsten einfach ‚nicht hier‘“, schreibt sie. „Ich wollte nur, dass es aufhört. Ich wollte nur, dass der Schmerz weggeht.“ Damals sei sie fest davon überzeugt gewesen, dass es allen Menschen in ihrem Leben besser gehen würde, wenn sie nicht mehr da wäre.
Heute kann sie wieder voller Vorfreude in die Zukunft blicken. Umso wichtiger ist es ihr, über die Erfahrungen zu sprechen, die sie damals gemacht hat.
In ihrem Beitrag macht Inez Bjørg David, die „Jerks“ aus ihrer Vita gestrichen hat, darauf aufmerksam, dass eine postnatale Depression nicht unbedingt unmittelbar nach der Geburt beginnt. „Sie entsteht auch nicht notwendigerweise im Wochenbett, gerne erst Monate später“, schreibt sie. Zudem könne sich die Erkrankung schleichend entwickeln.
Auch die Symptome seien nicht immer offensichtlich. Betroffene müssten nicht zwangsläufig so antriebslos sein, dass sie nicht mehr aus dem Bett kämen. David beschreibt vielmehr, wie sehr die Erkrankung das innere Erleben verändern könne: „Aber sie übernimmt alles in dir drin.“
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Zu den Beschwerden, die sie nennt, gehören „Brainfog“, schlechte Laune, Schlafprobleme und düstere Gedanken. Von außen sei die Not häufig kaum zu erkennen. „Es ist leider keine Leuchtschriftreklame auf der Stirn: ‚Hilf mir!‘“, schreibt die Schauspielerin.
Besonders wichtig ist David, dass Frauen mit ihren Problemen nicht allein gelassen werden. Sie appelliert an das Umfeld, genauer hinzuhören und psychische Belastungen nach einer Geburt ernst zu nehmen.
Dabei kritisiert sie auch vermeintlich tröstende Reaktionen. „Dass wir aufhören zu sagen: ‚Naja klar, geht’s dir nicht gut, du hast ein Baby.‘ ‚Das wird besser.‘ ‚Andere Mütter haben das auch schon durch.‘“ Solche Sätze könnten dazu führen, dass die tatsächliche Not einer Frau übersehen werde.
Stattdessen wünscht sich die Schauspielerin, dass Menschen lernen, wirklich zuzuhören. „Lasst uns das bitte ernst nehmen – warum muss eine Frau so an ihre Grenzen gehen – alleine?“, fragt sie.
Mit ihrem Beitrag möchte David offenbar auch anderen betroffenen Frauen eine Stimme geben. Ihre abschließende Botschaft ist eindeutig: „Kinderkriegen ist Gemeinschaftssache!“
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Inez Bjørg David wurde 1982 in Aarhus in Dänemark geboren. In Deutschland wurde sie vor allem durch ihre Rollen in den Fernsehserien „Verbotene Liebe“ und „Sturm der Liebe“, wo jetzt ein Urgestein aussteigt, bekannt. Von 2006 bis 2007 spielte sie in der ARD‑Telenovela „Miriam von Heidenberg“. Darüber hinaus war sie unter anderem in „Doc meets Dorf“ und verschiedenen „Tatort“-Produktionen zu sehen.
Neben der Schauspielerei arbeitet David als Autorin und Regisseurin. Auch privat ist die Schauspielerin eine Familienfrau. Sie hat vier Kinder. Zwei stammen aus ihrer früheren Beziehung mit Schauspieler Mirko Lang. Seit 2022 ist sie mit dem Regisseur Wolfgang Eißler verheiratet, der ebenfalls zwei Kinder mit in die Ehe brachte. Zusammen leben sie als Patchworkfamilie.